Schlagwort-Archiv: BUGA

Vom Winde verweht

Heute und morgen kann man das 27. Internationale Drachenfestival Berlin-Brandenburg auf dem ältesten Flugplatz der Welt in Stölln erleben. Damit zieht der kleinste BUGA-Standort mal wieder die Massen an. Schon beim Durchfahren des Ortes sieht man, dass der eigentliche BUGA-Parkplatz nicht ausreicht. So wurde auch die danebenliegende Wiese zum Parkplatz.
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Auf dem gesamten Gelände des BUGA-Areals haben die Drachenflugbegeisterten mit ihren Fluggeräten zwischen den Steppengleitern Platz genommen. Am Himmel schweben und tanzen die schönsten Drachen aller Art. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.
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An der Gangway der Lady Agnes hielt sich ein Marsmensch auf.
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Die Kinder konnten inzwischen Seifenblasen in die Luft schicken.
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Die Ernüchterung

Die BUGA-Macher hatten große Erwartungen in die BUGA 2015 in der Havelregion gesetzt. Man war bei der Planung von 1,5 Millionen Besuchern ausgegangen. Im August hatte man diese Zahl auf 1,2 Millionen herabgesetzt. Nun, drei Wochen vor Toresschluss, haben erst gut 900 000 Menschen die BUGA besucht. Das bedeutet, dass die BUGA 2015 mit einem Defizit von 10 Millionen Euro abschließen wird. Das ist natürlich ganz anders als erwartet. Dieser Fehlbetrag muss von den fünf Ausrichterkommunen, nach Einwohnerzahlen aufgeschlüsselt, getragen werden. Umfragen unter den Gästen haben ergeben, dass für viele die räumliche Entfernung der einzelnen Standorte das größtes Hindernis sei. Die Besucher sind eben doch auf persönliche Mobilität angewiesen. Als zweites Manko wurden fehlende Übernachtungskapazitäten angeführt.
Trotzdem wird die BUGA 2015 noch auf die kommenden Jahre Auswirkungen haben. Viele Gäste haben das Havelland erst durch die BUGA kennengelernt. Auch nicht unmittelbar beteiligte Orte haben von den Besuchern profitiert. So berichtete der MDR heute, dass sogar in der Altmark die Zahl der Übernachtungen in diesem Jahr spürbar zugenommen hätte.
So große Sprünge wie auf dem bei jungen und nicht mehr ganz jungen Besuchern beliebten Hüpfkissen im Optikpark können sich die BUGA-Kommunen in den nächsten Jahren nicht mehr leisten. Da wird es in vielen Bereichen wieder zu schmerzhaften Einsparungen kommen.

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Unwetterfolgen

Nach dem Unwetter vom Sonnabend begannen Anwohner und Rettungskräfte mit den Aufräumarbeiten. Feuerwehren waren bis in die späten Abendstunden damit beschäftigt, die Straßen wieder passierbar zu machen. Besonders betroffen waren Rathenow und der Ortsteil Steckelsdorf, aber auch andere Dörfer im Westhavelland weisen massive Unwetterschäden auf.
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Hier räumen Feuerwehrleute den Buckower Weg in Steckelsdorf wieder frei.
Auf dem BUGA-Gelände in Rathenow kam es erneut zu Beschädigungen von Bäumen und Pavillons. Wegen der Aufräumarbeiten muss das Rathenower BUGA-Gelände abermals geschlossen bleiben. Voraussichtlich bis Donnerstag darf kein Besucher den Optikpark und das Weinbergareal betreten. Das ist natürlich für Gäste mit einer weiten Anreise ärgerlich, dient aber der Sicherheit. An heißen Tagen unter alten Schatten spendenden Bäumen zu spazieren, ist ganz sicher eine Wohltat. Nun erweist sich allerdings das Gelände mit seinem alten Baumbestand als Risikofaktor. Dass es in diesem Jahr zu solch extremen Wetterbedingungen kommen würde, konnte niemand vorhersehen. Der Skyliner und der Mühlenhof mit verschiedenen Veranstaltungen bleiben zugänglich. Auch die weithin sichtbare Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist für Besucher geöffnet. Wer sich fit genug fühlt, kann für zwei Euro den Turm besteigen und Rathenow und Umgebung in aller Ruhe von oben betrachten.
In einem Wald in Steckelsdorf ist kaum ein Baum verschont geblieben.
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Auch der Campingplatz in Steckelsdorf und die Bungalowsiedlung auf der gegenüberliegenden Seite des Sees sind stark betroffen. Dieser PKW war in der Hofeinfahrt geparkt und wurde unter einem umstürzenden Baum begraben.

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BUGA-Fotowettbewerb

Die Märkische Allgemeine hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Es werden die schönsten BUGA-Fotos gesucht. Den Einsendemodus und die Bedingungen kann jeder sebst nachlesen oder sich durch die bereits vorhandenen Galerien klicken.
Wie gut, dass heute die meisten Menschen über entsprechende Fototechnik verfügen. So kann man gewonnene Eindrücke „konservieren“. Es dauert nicht mehr lange, dann gehört die BUGA 2015 der Vergangenheit an. Zwei Drittel sind bereits herum. Wer noch nicht da war, sollte sich nun auf den Weg machen. Es gibt eine große Vielfalt und Schönheit zu entdecken. Ein Tipp noch: Die BUGA ist in diesem Jahr extrem weitläufig. Da sind bequeme Schuhe unbedingt erforderlich.
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BUGA-Standort Stölln

Auch beim dritten Besuch des BUGA-Standortes Stölln kann man noch Neues entdecken. Auf dem BUGA-Areal laden „Lady Agnes“, eine ausgemusterte IL62, und der Pavillon zum Besuch ein. Über den gesamten Hügel verteilt wurden so genannte Steppengleiter aufgestellt. Über Holzstege kann man bei jedem Wetter trockenen Fußes den Anblick genießen. Diese Stege weisen auch das Gelände als behindertenfreundlich aus. Man kann die Stege an verschiedenen Stellen über ein paar Stufen verlassen und auf dem Trockenrasen direkt an die Pflanzungen herantreten. Im zeitigen Frühjahr und bei frischem Wind sahen die Steppengleiter noch etwas dünn bepflanzt aus. Inzwischen haben sich die anspruchslosen Gewächse prächtig entwickelt und bieten einen tollen Anblick.
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Zwischen dem Flugzeug und dem Pavillon gibt es Hochbbete mit sehr schönen Kakteen und Sukkulenten.

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Und wie überall bezaubern auch in Stölln die Rabatten voller Sommerblumen und die schönen Rosen. Wer alles erkunden will, sollte tatsächlich für jeden BUGA-Standort einen ganzen Tag einplanen. Selbst solch ein kleiner Ort wie Stölln hat neben dem eigentlichen Areal noch viele tolle Anblicke im Dorf und natürlich noch das Lilienthal-Museum zu bieten.

Ist die BUGA noch zu retten?

Am Sonnabend ist Halbzeit auf der BUGA. Die Bilanz fällt bis jetzt negativ aus. Es kamen wesentlich weniger Besucher als erwartet. Nun versuchen die Veranstalter zu retten, was noch zu retten ist. Wurden bisher alle Forderungen aus der Bevölkerung, von Rentnerverbänden und anderen Vereinen nach einer anderen Lösung für die Eintrittspreise rigoros abgewiesen, gibt es nun doch ein Einlenken.
Ab Freitag ist eine Halbzeitdauerkarte für 45 Euro erhältlich. Wenn man bedenkt, dass man mit diesem Ticket jeden Standort beliebig oft besuchen kann, ist das ein attraktives Angebot. Es gibt ja noch ein paar beliebte Veranstaltungen. Auch kann man ab Freitag für 12 Euro eine Tageskarte für einen einzigen BUGA-Standort kaufen. Diese Einzelkarte war immer wieder gefordert worden von Leuten, die nicht mehr alle Orte besuchen wollen oder können. Eine Halbzeitdauerkarte für Schüler kostet statt 25€ nur noch 12,50€. Eine Halbzeit-Feierabend-Dauerkarte gibt es dann zum Preis von 22,50€. Mit ihr kann das BUGA-Gelände ab 17.00 Uhr besucht werden.
Trotzdem sollten sich die Veranstalter noch ein paar Gedanken zur Ausschilderung machen. Jeder Supermarkt weist mit einem großen, deutlich sichtbaren Schild auf sein Geschäft hin. BUGA-Eingänge hingegen sind kaum als solche zu erkennen.
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An solch einem kleinen Hinweis am Nordeingang zum Marienberg in Brandenburg ist jeder ortsunkundige Kraftfahrer längst vorbei, ehe er es wahrgenommen hat, da ja an jedem Laternenpfahl irgendwelche längst vergangene Veranstaltungen beworben werden.
Auch die Schilder BUGA-Route sind irreführend. Wer von Osten her nach Rathenow einfährt, will nicht über den Ebertring nach Stölln oder Havelberg geleitet weden. Der sucht wahrscheinlich den BUGA-Eingang von Rathenow.
Trotz mehrerer Mails an die BUGA-Verantwortlichen gab es bisher keine Kommentare zu den hier im Blog angesprochenen Fragen. Werden sie so mit Hinweisen aus der Bevölkerung überhäuft, dass sie nicht mehr darauf reagieren können oder ist das einfach nur Ignoranz?

Lob und Kritik zur BUGA

Nach als zögernd empfundenem Start in Rathenow sah man am langen Wochenende zum Anfang des Mai die Massen auf dem BUGA-Gelände spazieren. Und wo man sich auch umhörte, alle waren voll des Lobes über die gelungenen Anlagen auf dem Weinberg, über die Weinbergbrücke und über den Erhalt des Optikparks. Die Besucher legten eine Pause ein auf den Bänken der Weinbergbrücke, um Sonnenschein und tolle Aussicht zu genießen. Auf jedem der zahlreichen Spielplätze tummelten sich die Kinder. Es war an alle Altergruppen gedacht worden.
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Die Kritik daran, dass der Bismarckturm nicht betreten werden kann, wird allerdings immer lauter. Auch die Stadtverordneten haben sich noch einmal an den BUGA-Geschäftsführer gewandt, um eine Öffnung zu erreichen. Zur LAGA 2006 war es möglich, vom Turm aus einen Blick ins Land zu werfen. Jetzt wurden Bedenken für die Sicherheit der Besucher als Vorwand genannt.
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Da kann man nur sagen, dass es sich mal wieder um einen Schildbürgerstreich handelt. Allerdings kann sowieso niemand an einem Tag alle BUGA-Standorte besuchen. Deshalb lohnt sich in Rathenow auf jeden Fall ein Abstecher in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Es werden während der Saison Führungen angeboten und für zwei Euro kann man den Kirchturm besteigen. Auf jeder Etage wird Wissenswertes vermittelt, zum Beispiel kann man ein Video ansehen über den Wiederaufbau der Turmspitze. Man erfährt etwas zu den wichtigsten Religionen der Welt, zur Bedeutung der Farben in der Kirche, kann Uhrwerk und Glocken aus der Nähe betrachten. Oben angekommen, hat man einen herrlichen Panoramablick auf das Havelland. Mit dem kann ganz sicher auch der Skyliner nicht mithalten, der in den nächsten Wochen in Rathenow Station machen soll. Man sieht mehr als vom Bismarckturm, da keine Bäume mit Laub die Sicht versperren.

BUGA 2015 Von Dom zu Dom

In gut neun Wochen ist es soweit: Die BUGA 2015 öffnet ihre Pforten. Vom 18. April bis zum 11. Oktober wird es in der Havelregion eine bisher nie dagewesene Bundesgartenschau geben. Sie steht unter dem Motto: Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Havel. Das Außergewöhnliche an dieser Schau ist ihre Dimension. Sie wird sich über 80 Kilometer über fünf Hauptstandorte und zwei Bundesländer entlang der unteren Havel erstrecken. Nach Cottbus 1995 und Potsdam 2001 wird also zum dritten Mal eine Bundesgartenschau im Land Brandenburg stattfinden. Außerdem wird dieses Mal Sachsen-Anhalt zu den Ausrichtern gehören.

Zuerst mal einiges über die einzelnen Standorte.

Brandenburg an der Havel
Die alte Bischofsstadt führt noch heute den Titel „Chur- und Hauptstadt“. Sie ist mit über 800 Jahren die Wiege der Mark Brandenburg. Die BUGA-Areale sind auf dem Marienberg und der Dominsel zu finden.
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Brandenburg ist mit dem Zug sehr gut zu erreichen.

Premnitz
Die Chemiearbeiterstadt lädt die Besucher direkt an die Havel ein. Von einer Aussichtsplattform kann man einen Blick über das reizvolle Havelland schweifen lassen.
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Neben Busverbindungen gibt es stündlich eine Regionalbahnverbindung nach Brandenburg und Rathenow.

Rathenow
Im Jahr 2006 war Rathenow der Standort der 3. LAGA im Land Brandenburg. Das ehemalige LAGA-Gelände am Schwedendamm und auf dem Weinberg wurde für die BUGA hergerichtet und wird sicher so manche Neuheit bieten. Vom Turm der Sankt Marien-Andreas-Kirche hat man einen guten Überblick über das Havelland. Die Kirche selbst ist ebenfalls einen Besuch wert. Man kann sie selbstständig erkunden, es werden aber auch Führungen angeboten. Zur BUGA soll neben den Regionalbahnen nach Brandenburg, Stendal und Berlin auch eine bessere Fernverbindung eingerichtet werden.

Stölln
Der Ort mit dem ältesten Flugplatz der Welt wartet ebenfalls auf viele Besucher. Auf dem Gollenberg unternahm Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche. Darüber kann man sich im Lilienthal-Museum näher informieren. Außerdem ist die „Lady Agnes“, eine ausgemusterte IL 62 zu besichtigen. Sie dient heute auch als Standesamt. Besucher können sich einen Film ansehen, wie kurz vor der Wende diese Maschine in einer spektakulären Aktion auf einer Wiese gelandet ist. Interessierte werden von hier aus vielleicht noch einen kleinen Abstecher nach Klessen machen in das dortige Spielzeugmuseum.

Havelberg
Die fünfte im Bunde ist die alte Dom- und Hansestadt Havelberg. Um den Dom herum wurde das BUGA-Gelände angelegt.
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Die Stadtkirche Sankt Laurentius wurde saniert und wird die Hallenschauen beherbergen.
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Achtzig Kilometer und fünf interessante Standorte kann niemand an einem Tag bewältigen. Deshalb kann man mit seinem Ticket jeden Standort innerhalb der Saison zu beliebigen Zeiten einmal besuchen.