Schlagwort-Archiv: BUGA 2015

Die Ernüchterung

Die BUGA-Macher hatten große Erwartungen in die BUGA 2015 in der Havelregion gesetzt. Man war bei der Planung von 1,5 Millionen Besuchern ausgegangen. Im August hatte man diese Zahl auf 1,2 Millionen herabgesetzt. Nun, drei Wochen vor Toresschluss, haben erst gut 900 000 Menschen die BUGA besucht. Das bedeutet, dass die BUGA 2015 mit einem Defizit von 10 Millionen Euro abschließen wird. Das ist natürlich ganz anders als erwartet. Dieser Fehlbetrag muss von den fünf Ausrichterkommunen, nach Einwohnerzahlen aufgeschlüsselt, getragen werden. Umfragen unter den Gästen haben ergeben, dass für viele die räumliche Entfernung der einzelnen Standorte das größtes Hindernis sei. Die Besucher sind eben doch auf persönliche Mobilität angewiesen. Als zweites Manko wurden fehlende Übernachtungskapazitäten angeführt.
Trotzdem wird die BUGA 2015 noch auf die kommenden Jahre Auswirkungen haben. Viele Gäste haben das Havelland erst durch die BUGA kennengelernt. Auch nicht unmittelbar beteiligte Orte haben von den Besuchern profitiert. So berichtete der MDR heute, dass sogar in der Altmark die Zahl der Übernachtungen in diesem Jahr spürbar zugenommen hätte.
So große Sprünge wie auf dem bei jungen und nicht mehr ganz jungen Besuchern beliebten Hüpfkissen im Optikpark können sich die BUGA-Kommunen in den nächsten Jahren nicht mehr leisten. Da wird es in vielen Bereichen wieder zu schmerzhaften Einsparungen kommen.

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BUGA-Fotowettbewerb

Die Märkische Allgemeine hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Es werden die schönsten BUGA-Fotos gesucht. Den Einsendemodus und die Bedingungen kann jeder sebst nachlesen oder sich durch die bereits vorhandenen Galerien klicken.
Wie gut, dass heute die meisten Menschen über entsprechende Fototechnik verfügen. So kann man gewonnene Eindrücke „konservieren“. Es dauert nicht mehr lange, dann gehört die BUGA 2015 der Vergangenheit an. Zwei Drittel sind bereits herum. Wer noch nicht da war, sollte sich nun auf den Weg machen. Es gibt eine große Vielfalt und Schönheit zu entdecken. Ein Tipp noch: Die BUGA ist in diesem Jahr extrem weitläufig. Da sind bequeme Schuhe unbedingt erforderlich.
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Ehemalige BUGA-Stadt Koblenz

Bei der Halbzeitanalyse wurde ja vom Havelland aus recht neidisch auf Koblenz geschaut. Während am Rhein vor vier Jahren satte Gewinne erzielt wurden, hat das Havelland zu kämpfen, um die Schau noch einigermaßen zu retten. Dabei kann man beide Regionen überhaupt nicht miteinander vergleichen. Der Mittelrhein (ob mit oder ohne BUGA) zieht täglich Scharen von Touristen aus aller Welt an. Dennoch hat die Stadt Koblenz durch die BUGA gewaltig profitiert. Wer sie vor und nach der Schau gesehen hat, wird viele positive Veränderungen registrieren. Die Festung Ehrenbreitstein war damals ein BUGA-Areal. Vorher war sie von Rheinufer aus beliebtes Fotomotiv, hatte aber kaum Besucherzulauf. Seit der BUGA kann man die Festung mit der Seilbahn erreichen. Diese Möglichkeit nutzen täglich viele Menschen.
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Die seinerzeit angelegten Spielplätze sind sehr gut erhalten und werden intensiv genutzt. Es gibt einen Informationsstand, an dem kostenlos Spielgeräte wie Bälle, Tischtenniszubehör, Sandspielzeug und Liegestühle ausgeliehen werden können. Das hat man in Rathenow im Echsenland leider nicht mal zur BUGA hinbekommen.
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Vom Aussichtspunkt auf dem Festungsplateau kann man das Deutsche Eck (den Zusammenfluss von Mosel und Rhein) mit dem Kaiserdenkmal sehen. Auch dieser Aussichtspunkt wurde extra zur BUGA 2011 geschaffen.

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Vor dem Schloss befand sich ein großer gepflasterter Parkplatz. Dieser wurde zur BUGA komplett umgestaltet. Eine Allee führt direkt auf das Schloss und wird auch jetzt noch von gewaltigen Kübelpflanzen wie Zitrusarten, Feigen und Granatapfel gesäumt. Die Stadt hat die Einlagerung dieser Pflanzen übernommen, die zum größten Teil gestiftet wurden.
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Links und rechts der Schlossallee befinden sich ein gepflegter Spielplatz und eine attraktive Skateranlage.
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Skaterbahn
In Koblenz kümmert sich ein engagierter „Verein der Freunde der Bundesgartenschau“ um den Erhalt der geschaffenen Werte. Hoffen wir, dass es dem Optikpark-Team gelingen möge nach der BUGA genau wie nach der LAGA 2006 möglichst viel zu bewahren.

BUGA-Standort Stölln

Auch beim dritten Besuch des BUGA-Standortes Stölln kann man noch Neues entdecken. Auf dem BUGA-Areal laden „Lady Agnes“, eine ausgemusterte IL62, und der Pavillon zum Besuch ein. Über den gesamten Hügel verteilt wurden so genannte Steppengleiter aufgestellt. Über Holzstege kann man bei jedem Wetter trockenen Fußes den Anblick genießen. Diese Stege weisen auch das Gelände als behindertenfreundlich aus. Man kann die Stege an verschiedenen Stellen über ein paar Stufen verlassen und auf dem Trockenrasen direkt an die Pflanzungen herantreten. Im zeitigen Frühjahr und bei frischem Wind sahen die Steppengleiter noch etwas dünn bepflanzt aus. Inzwischen haben sich die anspruchslosen Gewächse prächtig entwickelt und bieten einen tollen Anblick.
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Zwischen dem Flugzeug und dem Pavillon gibt es Hochbbete mit sehr schönen Kakteen und Sukkulenten.

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Und wie überall bezaubern auch in Stölln die Rabatten voller Sommerblumen und die schönen Rosen. Wer alles erkunden will, sollte tatsächlich für jeden BUGA-Standort einen ganzen Tag einplanen. Selbst solch ein kleiner Ort wie Stölln hat neben dem eigentlichen Areal noch viele tolle Anblicke im Dorf und natürlich noch das Lilienthal-Museum zu bieten.

BUGA 2015 Von Dom zu Dom

In gut neun Wochen ist es soweit: Die BUGA 2015 öffnet ihre Pforten. Vom 18. April bis zum 11. Oktober wird es in der Havelregion eine bisher nie dagewesene Bundesgartenschau geben. Sie steht unter dem Motto: Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Havel. Das Außergewöhnliche an dieser Schau ist ihre Dimension. Sie wird sich über 80 Kilometer über fünf Hauptstandorte und zwei Bundesländer entlang der unteren Havel erstrecken. Nach Cottbus 1995 und Potsdam 2001 wird also zum dritten Mal eine Bundesgartenschau im Land Brandenburg stattfinden. Außerdem wird dieses Mal Sachsen-Anhalt zu den Ausrichtern gehören.

Zuerst mal einiges über die einzelnen Standorte.

Brandenburg an der Havel
Die alte Bischofsstadt führt noch heute den Titel „Chur- und Hauptstadt“. Sie ist mit über 800 Jahren die Wiege der Mark Brandenburg. Die BUGA-Areale sind auf dem Marienberg und der Dominsel zu finden.
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Brandenburg ist mit dem Zug sehr gut zu erreichen.

Premnitz
Die Chemiearbeiterstadt lädt die Besucher direkt an die Havel ein. Von einer Aussichtsplattform kann man einen Blick über das reizvolle Havelland schweifen lassen.
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Neben Busverbindungen gibt es stündlich eine Regionalbahnverbindung nach Brandenburg und Rathenow.

Rathenow
Im Jahr 2006 war Rathenow der Standort der 3. LAGA im Land Brandenburg. Das ehemalige LAGA-Gelände am Schwedendamm und auf dem Weinberg wurde für die BUGA hergerichtet und wird sicher so manche Neuheit bieten. Vom Turm der Sankt Marien-Andreas-Kirche hat man einen guten Überblick über das Havelland. Die Kirche selbst ist ebenfalls einen Besuch wert. Man kann sie selbstständig erkunden, es werden aber auch Führungen angeboten. Zur BUGA soll neben den Regionalbahnen nach Brandenburg, Stendal und Berlin auch eine bessere Fernverbindung eingerichtet werden.

Stölln
Der Ort mit dem ältesten Flugplatz der Welt wartet ebenfalls auf viele Besucher. Auf dem Gollenberg unternahm Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche. Darüber kann man sich im Lilienthal-Museum näher informieren. Außerdem ist die „Lady Agnes“, eine ausgemusterte IL 62 zu besichtigen. Sie dient heute auch als Standesamt. Besucher können sich einen Film ansehen, wie kurz vor der Wende diese Maschine in einer spektakulären Aktion auf einer Wiese gelandet ist. Interessierte werden von hier aus vielleicht noch einen kleinen Abstecher nach Klessen machen in das dortige Spielzeugmuseum.

Havelberg
Die fünfte im Bunde ist die alte Dom- und Hansestadt Havelberg. Um den Dom herum wurde das BUGA-Gelände angelegt.
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Die Stadtkirche Sankt Laurentius wurde saniert und wird die Hallenschauen beherbergen.
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Achtzig Kilometer und fünf interessante Standorte kann niemand an einem Tag bewältigen. Deshalb kann man mit seinem Ticket jeden Standort innerhalb der Saison zu beliebigen Zeiten einmal besuchen.