Mal wieder ein richtiger Winter

Man muss das Havelland gar nicht verlassen, wenn man in diesem Jahr mal wieder einen richtigen Winter erleben will. Das Land ist von einer Schneedecke überzogen. Heute standen den ganzen Tag alle Bäume und Sträucher mit Schneeverzierung da.
Schneebedeckt
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Buckow im Winter

Buckow im Winter


Gut besucht ist das Futterhäuschen
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Filiale geschlossen

Lidl hat gestern seine Filiale in Rathenow-West geschlossen. Angekündigt wurde die Schließung am Beginn der Woche. Am Kundenstrom kann es nicht liegen. Es war der einzige Supermarkt in diesem Stadtgebiet und für alle in westlicher Richtung liegenden Dörfer. Dadurch waren ständig Kunden im Geschäft. Und auch die Mitarbeiter können keine Schuld tragen. Das Personal rannte stets zwischen Kasse und zu bestückenden Regalen hin und her. Da wurde keine Zeit untätig verbracht. Offiziell begründete Lidl die Schließung damit, dass die Verkaufsfläche zu klein wäre, um das gesamte Sortiment anzubieten. Die zahlreichen, meist älteren Kunden, wären sicher mit einem weniger umfangreichen Angebot in der Nähe auch zufrieden gewesen. Die Geschäftsleitung hat auf die Filiale in Rathenow-Ost verwiesen. Die fünf Kilometer wird wohl kaum jemand in Kauf nehmen.
Kaufland kann sich freuen. Bis dorthin sind es maximal zwei Kilometer von der geschlossenen Lidl-Filiale.

Trübe Aussichten

So wie das Wetter seit Wochen ist, so sind auch die Aussichten auf eine baldige Eröffnung des Flughafens in Schönefeld. Schlimm ist nur, dass solche Milliardenlöcher immer wieder auf Kosten sozialer Projekte gestopft werden. Die Verantwortlichen ziehen sich zurück, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind, haben jahrelang gut abgeschöpft und überlassen anderen die Karre im Dreck.

Diese Fotos zeigen Flugzeuge im Landeanflug auf den Hamburger Flughafen, vor ein paar Wochen innerhalb einer guten Viertelstunde aufgenommen.

RE 4 Bahnchaos ab 9. Dezember?

 

Wer den Artikel in der MAZ vom 8. Dezember liest (oder online in der Kurzform) dem schwant nichts Gutes.

Eigentlich sollte die ODEG 1:1 die DB-Regio ablösen. Auch geplant mit Doppelstockzügen wie bei der DB, nur neu und modern.

Leider hat das nicht hingehauen; der Hersteller hat massive Lieferprobleme und das Eisenbahnbundesamt hat die vorhandenen Züge noch nicht zugelassen. Wann der Hersteller liefert, weiß keiner. Wie das EBA tickt haben wir beim „Talent“ der DB gesehen. Die „Talent“ standen monatelang in Elstal auf den Abstellgleisen.

Nun sollen vier Loks und ein paar Ersatzwagen das Desaster lichten. Ich will ja nicht schwarz malen, aber meiner Meinung nach sind das viel zu wenig Wagen pro Zug (vier Stück). Derzeit fahren vier Doppelstockwagen und sind ab Elstal rappelvoll (Richtung Berlin) oder platzen am Potsdamer Platz aus allen Nähten (Richtung Rathenow). Und die Passagiere sollen jetzt in vier einstöckige Wagen passen? Die Bahn hatte zeitweise ebenfalls einstöckige Ersatzzüge im Einsatz; mit sechs Wagen. Die waren zwar voll und die meisten mussten stehen – teilweise bis Rathenow – aber es kamen mehr oder weniger alle mit.

Die Folge wird wohl eine Kundenwanderung sein: Immer einen Bahnhof weiter nach vorne fahren (Potsdamer Platz fährt zum Südkreuz, Hauptbahnhof fährt zum Potsdamer Platz). Damit werden es zwar nicht weniger Fahrgäste, aber man hofft auf eine höhere Chance mitgenommen zu werden.

Keine schönen Aussichten. Weniger Komfort als bei der DB – und der Winter samt aller Unwägbarkeiten hat gerade erst angefangen. Die erste Weichenstörung nahe Wustermark hatten wir schon.

Wir möchten uns schon vorab für dieses schöne Weihnachtsgeschenk bedanken.

Nachtrag vom 11.12.12.: MAZ-Artikel – als wenn ich hellsehen könnte 🙁

Nachtrag vom 19.12.12: Endlich ist es so weit. Rathenow hat eine S-Bahn (Flirt). Zitat der ODEG:

Im Zusammenhang mit dem ODEG-Ersatzkonzept seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 kamen bisher vier Bm-Wagen von Euro-Express auf der Linie RE4 zum Einsatz. Diese vier Wagen werden ab Freitag, den 14. Dezember 2012, durch einen modernen vierteiligen Elektrotriebwagen vom Typ FLIRT ersetzt. Dieser kommt mit seinen 230 Sitzplätzen in der Nebenverkehrszeit zum Einsatz. Die vier Bm-Wagen von Euro-Express stehen der ODEG weiterhin als Ersatz-Fahrzeuge zur Verfügung.

Meine Meinung: Eng, für 150-cm-Chinesen gebaut, Ablagen für Gepäck schlecht, Mitnahme von Fahrrädern oder Kinderwagen kaum möglich, im vollen Zug kann man die Luft mit einem Messer schneiden. Nebenbei hat es nach Döner, Currywurst und Bier gerochen – wie in einem Schnellimbiss. Personal der ODEG fährt scheinbar keins mit; nur in der Führerkanzel saßen drei oder vier Typen, hermetisch von den Fahrgästen abgeriegelt.

Irreführung der Kunden? Nun auch das noch. Auf der Internetseite der ODEG wirbt diese, dass die RE4 von Jüterbog nach Stendal und zurück fährt. Wer das unbedarft liest denkt, dass alle Stunde ein Zug Richtung Stendal  oder von dort los fährt. Das ist schlicht falsch. Es fährt morgens eine RE4 ab Stendal (ab 04:47 Uhr) und eine RE4 nach Stendal (an 00:18 Uhr) – eigentlich nur, um dort für die Nacht geparkt zu werden. Schnipp, schnapp mit einer mehr oder weniger falschen, weil völlig überzogenen, Information sieht die Strecke Rathenow – Jüterborg schon bombastischer aus. Wer will schon nach Rathenow, dem Pupsdorf auf halber Strecke nach Stendal. Zu DB-Regio-Zeiten fuhr die RE4 auch nur von Rathenow nach Jüterbog und zurück.

Auf der Fahrt zur Buga 2015 höre ich die Fahrgäste in Berlin schon fragen: „Fährt die Bahn nach Rathenow?“ – „Nee nach Stendal!“

Rathenower Weihnachtswald

Seit mehreren Jahren gibt es im Rathenower Stadtwald einen Weihnachtsmarkt. Dieser hebt sich äußers positiv von den üblichen Rummel-Märkten ab. Entlang des alten Stadtweges, der von Stechow nach Rathenow führte, sind Buden aufgebaut. Dort bieten traditionelle Handwerker ihre Erzeugnisse an. Einigen kann man sogar bei ihrer Arbeit zusehen. Ein „Holzwurm“ bearbeitete vor den Augen der Zuschauer ein angefangenes Werkstück.

Teilweise können die Leute selber tätig werden. So kann man selber Kerzen aus Bienenwachs ziehen. Ein Seifensieder hat hautfreundliche Seifen und Körperpflegemittel im Angebot. Es gibt frisches Gebäck, Glühwein, Bratwurst und Süßigkeiten.

An verschiedenen Feuerstellen können sich die Besucher aufwärmen und auf der Bühne spielt ein Musiker Weihnachtslieder. Die Forstmitarbeiter verkaufen frisch geschlagene Weihnachtsbäume und Schnittgrün.
Besonders für die Kinder ist dieser Weihnachtsmarkt ein Erlebnis. Entlang eines Seitenwegs ist der Märchenpfad angelegt.

Liebevoll angeordnete Details sollen die Kleinen zum Erraten eines Märchens anregen.


Sogar der Weihnachtsmann stapft hier durch den Wald und hat für die jüngsten Besucher Süßigkeiten im Gepäck.

Totensonntag

Am Sonntag vor dem ersten Advent wird bei uns der Toten gedacht. In Rathenow kann man auf dem Friedhof auf dem Weinberg viele interessante Grabstellen entdecken. Familiengräber wurde früher oft mit kunstvoll geschmiedeten Zäunen umgeben.

Zahlreiche alte Grabstellen sind besonders schön gestaltet.

Sogar auf dem nicht mehr für Bestattungen genutzten Teil des Weinbergs kann man noch alte Grabsteine finden.

Wie ein Vogel zu fliegen….

Seit ewigen Zeiten wünschen sich Menschen, sich einem Vogel gleich am Himmel fortbewegen zu können. Nach Otto Lilienthals Flugversuchen gibt es immer wieder neue Möglichkeiten, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Einen solchen „fliegenden Menschen“ konnte man heute über Steckelsdorf sehen.

Goldener Oktober

Seinem Namen macht er augenblicklich Ehre, der goldene Oktober. Es ist warm, die Sonne scheint und die Natur präsentiert sich in den schönsten Goldtönen. Es hätte wohl kaum jemand etwas dagegen, wenn es noch ein paar Tage so bleiben würde.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

oder die Unvollendete oder neueste Verpackungskunst? Am 18. September und den Folgetagen wurden morgens die Radfahrer durch ein paar Arbeiter ignoriert auf dem Radweg von Steckelsdorf nach Rathenow-West (mal stand der PKW auf dem Radweg, mal ließ sich ein Arbeiter mit Handy am Ohr nicht aus aus der Ruhe und schon gar nicht aus der Fahrspur bringen). In der Zeit wurde der zylindrische Meilenstein, der früher mal die Entfernung nach Wulkau angegeben hatte, von der gegenüberliegenden Ecke hierher versetzt. Gleichzeitig wurde auch ein Fundament errichtet, ohne dass ein Sinn erkennbar gewesen wäre. Inzwischen steht seit ein paar Tagen ein verhüllter Obelisk auf dem Sockel. Warum aber der Splitthaufen seit genau einem Monat den Weg blockiert, ist noch immer rätselhaft. Vielleicht rechnet man mal wieder mit stärkerer Glätte. Rathenow ist ja im Ausbringen von Splitt ungekürter Deutscher Meister. Radfahrer und Fussgänger können ein Lied davon singen.

Die unendliche Geschichte

Berlin hat einen Großflughafen, der am Sankt Nimmerleinstag fertig sein wird, Rathenow die Berliner Straße. Wurde noch vor zwei Jahren großspurig verkündet, Berliner Straße, Brandenburger und Fehrbelliner würden von Grund auf erneuert werden, schrumpfte das Vorhaben dann auf die Berliner Straße zusammen. Dabei waren alle drei genannten Straßen und der Märkische Platz vor Beginn der Arbeiten in einwandfreiem Zustand.
Nun werden Eröffnungstermine genannt und wieder und wieder verschoben. Orientiert man sich da am Berliner Vorbild? Gibt es keine Verträge, die einfach nur einzuhalten wären? Oder haben die Baufirmen mit der Stadtverwaltung Stundenlöhne ausgehandelt? Dann braucht sich natürlich niemand zu wundern, dass sich manch eine Baufirma auf Kosten der Steuerzahler sanieren möchte. Im vergangenen Jahr gingen die Arbeiten sehr schleppend voran, man schien auf den Winter zu warten. Und als es dann endlich etwas kälter wurde, hatte man eine Erklärung für wochenlangen Stillstand parat: Es war zu kalt. Im Sommer war es dann zu heiß oder die Bauarbeiter im wohlverdienten Urlaub.
Gestern wurden schon mal Kinder aus Rathenower Schulen eingeladen, sich auf der neuen Straße zu orientieren. Dabei können sich die heutigen Zweitklässler schon gar nicht mehr erinnern, wie die Straße vorher aussah. Die Straße wurde gesperrt, ehe diese Kinder überhaupt das erste Mal zur Schule gingen. Wenn sie Glück haben, erfolgt die Freigabe, bevor die Kinder zur weiterführenden Schule wechseln.
Hoffen wir, dass es wenigstens den Bauarbeitern gut geht. Den Rathenower Händlern und Anwohnern vergeht der Spaß an dieser Geschichte.
Vielleicht hätten die Händler vor Beginn der Bauarbeiten doch geschlossen ins sowieso leerstehende Körcenter umziehen sollen.

August-Bebel-Platz, oder wie er früher hieß

In Rathenow wird der August-Bebel-Platz eine, örtlich gesehen, zentrale Rolle spielen. Im Mittelpunkt des Platzes fand nun der Abtragejunge seine, nun hoffentlich, längerfristige Stätte.

Zu Kaisers Zeiten, und darüber hinaus, hieß dieser Ort Zietenplatz. Ein Denkmal schmückte bis in die Mitte der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch diesen Platz. Es war ein Erinnerungszeichen an den Regimentskommandeur der Zietenhusaren von 1875 bis 1888, Heinrich von Rosenberg. Bekannt war er als unkonventioneller und in diesem Zusammenhang bahnbrechender Reitlehrer. Unter seiner Führung wurde die deutsche Kavallerie, man kann sagen, reformiert. Über alle Grenzen hinweg war er bekannt und ein Meister seines Faches. Die Grundsteinlegung dieses Denkmales erfolgte, wie seinerzeit stets, unter großem Tamtam, unmittelbar vor dem Postamt.

Dieses Denkmal wurde, aufgrund seines Materials, zum Ende des dritten Reiches als kriegswichtiges Material angesehen, demontiert und eingeschmolzen. Rosenbergs Grabmal findet man noch auf dem historischen Friedhof Rathenows.

Es wäre interessant zu wissen, ob im Zuge der Tiefbauarbeiten der Grundstein gefunden wurde.

Mehr zum Thema gibt es >HIER< nachzulesen.

Rücksichtslos

Heute früh um sieben auf dem Radweg von Steckelsdorf kurz vor dem Kreisel in Rathenow-West:

Auch wenn dort undefinierbare Arbeiten verrichtet wurden, hat der PKW nichts auf dem Radweg verloren. Alle Radfahrer, die zur Arbeit wollten oder Kinder auf dem Weg zur Schule, mussten durch das nasse Gras. Dabei befindet sich zweihundert Meter weiter Richtung Steckelsdorf eine Zufahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Dort hätte der PKW problemlos abgestellt werden können. Dann hätten die Insassen allerdings tatsächlich ein paar Schritte laufen müssen.

Ein Märchen am Samstag

 

Es ist Samstag am Vormittag. Das Wetter ist schön und macht Lust auf einen Spaziergang. Wo wir doch jetzt so einen schönen Gehweg vor der Tür haben wird das kein Problem denkt der Verfasser.

Also, Hunde an die Leine, Gartentor auf – der Herzschlag steigt. Jetzt gilt es ohne Schaden auf den Gehweg zu kommen. Vorbei rasende Radfahrer hätten mich (oder die Hunde) schon ein paar Mal umgenietet. Wozu langsam fahren, ist doch ein Radweg auf dem Fußgänge nichts zu suchen haben – und wenn doch ist das ihre Schuld wenn es kracht. Die Luft ist rein; es kann losgehen.

Nach ein paar Schritten schwenken wir Richtung Felder. Hier sind wir sicher. Die Hunde können toben und keine Kamikaze-Rentner mit Fahrräder bewaffnet, deren einziges Ziel es ist den Fußgängern klar zu machen, dass sie auf ihrem „Radweg“ nichts zu suchen haben, in Sicht.

Über eine Querstrasse geht es dann nach Hause. Auch ein gutes Stück auf der Göttliner Chaussee entlang Richtung Rathenow, da wo der „Radweg“ als Gehweg ausgeschildert ist. Es kommt was kommen musste. Ein Radfahre nähert sich frontal. Wozu bremsen? Ich ziehe die Hunde auf meine Seite, es ist noch knapp ein Meter Platz. Die Hunde werden unruhig. Kein Wunder wenn sich jemand mit hoher Geschwindgkeit nähert und die Hunde anvisiert. Aber es klappt – zunächst.

Irgendwie kommt der Radfahrer von Gehweg ab und rutscht ins Strassengrün, schleudert, fängt sich und fährt weiter. Nichst passiert denke ich und laufe weiter.

Am Nachmittag dann die Quittung im Briefkasten.

Herr oder Frau Anonym musste seinen Senf dazu abgeben (Zitat sinngemäß): Ich habe die Hunde nicht unter Kontrolle. Sie hätte den (armen) Radfahrer fast zu Fall gebracht. Ich habe das mit Absicht herbeigeführt. Und im Übrigen schei… meine Hunde alles voll und ich mache das nicht weg. Außerdem hat man 6.000 Euro für den Radweg bezahlt und ich soll mich da anständig auf „ihrem Teil“ benehmen. Das Ganze immer noch ein paar Mal in verschiedener Reihenfolge wiederholt (aus Frust oder Vergesslichkeit?) ergab einen zwei Seiten langen Hetzbrief in blauer Farbe. Passend zur Tonne worin er nach dem Lesen auch landete.

Frustierend daran ist nur, dass ein paar verbohrte Menschen immer noch nicht begriffen haben, dass der Streifen aus Steinen neben der Fahrbahn ein Gehweg ist. Das sagt jedesfalls ein großes, rundes, blaues Schild an einem langen Mast mit einer „Frau und einem Kind an der Hand“. Radfahrer düfen ihn benutzen, müssen aber nicht. Fußgänger haben immer Vorrang. Es gilt Schrittgeschwindigket auf der geamten Länge des Weges. Notfalls müssen Radfahrer absteigen. Das ist geltendes Recht und kann massig im Internet nachgelesen werden (Verwaltungsvorschriften zur StVO, Gerichtsurteile).

Da die Stadt Rathenow bereits in das Problem involviert war (MAZ-Artikel) und als Blabla abgetan hat, bleibt zu hoffen, dass es nicht irgendwann zu ernsthaften Unfällen mit Verletzen kommt. Ändern will sie den Zustand jedenfals nicht. Die Stadt haftet natürlich nicht wenn etwas passiert. Aber wer hat schon gerne einen gebrochenen Arm oder ein blaues Auge? Herr Remus und Herr Seeger sind fein raus; die benutzen den Gehweg wahrscheinlich nicht.

Baumschaden

Und wieder stirbt ein Baum an der Straße nach Steckelsdorf ab. Es gab hier mal genau wie an anderen Landstraßen des Kreises eine komplette Allee. Allerdings wurden die Bäume in den letzten Jahren kaum gepflegt. Eher wurde mal zur Säge gegriffen und ein Baum gefällt. Seit Anfang der Woche steht nun ein Apfelbaum in der Nähe des Kreisels als bedauernswertes Wrack da. Ein starker Ast ist abgebrochen.

Leider ergeht es vielen Bäumen an unseren Landstraßen ähnlich. So sind vor ein paar Jahren zwischen Stechow und Ferchesar die letzten Obstbäume gefällt worden. An der Straße nach Böhne sind kaum noch welche übrig und ebenso an der ehemaligen B 188 bei Buckow.
Dabei erfreuen sich wohl die meisten Menschen am Anblick der blühenden Bäume im Mai.

Es ist einfach nur schade darum!

Kinder malen nach der Musik der „Vier Jahreszeiten“ – Kinderkunstausstellung wird nun in Rathenow gezeigt

Nach dem Erfolg der Ausstellung „Heiter bis wolkig – Farbklänge eines Jahres“ in der KLAX-Kinderkunstgalerie in Berlin kommt die farbenfrohe Sammlung zweier Rathenower Einrichtungen der Kindertagespflege nun auch nach Rathenow. Die Stadtverwaltung zeigt die Werke vom 6. September bis zum 31. Dezember 2012 in ihren Räumen in der Berliner Straße 15. Weiterlesen

Biete Nachhilfe in Rechtschreibung

Die Geschäftsidee ist ja nicht schlecht: Im Frühjahr gibt es hier Spargel und Erdbeeren zu kaufen. Im Spätherbst wird Grünschnitt von Nadelbäumen zur Grababdeckung angeboten. Auch fertige Grabgestecke, Adventsschmuck oder Weihnachtsbäume kann man hier erwerben. Nun soll also Brennholz der Lückenfüller im Angebot werden. Leider hat der Plakatmaler ein N vergessen.

Jubiläum

Seit fünfundachzig Jahren gibt es das Blumengeschäft Hagemann. Das Haus ist besonders den Einwohnern von Rathenow-West ein vertrauter Anblick.

Früher wurden viele Pflanzen direkt hinter dem Geschäft in der eigenen Gärtnerei herangezogen. Heute sieht man mehrmals in der Woche einen großen LKW, der Blumen und Dekoartikel anliefert.
Und nachdem vor einiger Zeit die Giebelwand ausgebessert worden war, weist nun auch noch eine neue Beschriftung auf das Jubiläum hin.

Herzlichen Glückwunsch!

Es stinkt gewaltig

Dieser Beitrag hat zwar nicht direkt mit Rathenow zu tun, erscheint dann aber auch bei Stadtblogs. Deshalb wird er auch an dieser Stelle hier veröffentlicht.
Es ist Sommer. Es ist teilweise noch Ferienzeit. Und außer Privatreisenden sind viele Menschen beruflich, also zwangsweise, auf deutschen Straßen und Autobahnen unterwegs. Wer lange unterwegs ist, muss irgendwann mal eine Pause einlegen. An der A2 gibt es zwischen Burg Zentrum und Magdeburg jeweils nur einen Parkplatz, nämlich Krähenberge. Fährt man in westlicher Richtung, weisen Schilder auf die Sperrung dieses einzigen Parkplatzes hin. Fährt man in Richtung Osten, kann man den Platz zwar nutzen (und er war gestern voll), aber ein menschliches Bedürfnis sollte man sich verkneifen. Die Toilettenanlage ist geschlossen.

Stattdessen wurde ein Container aufgestellt. Aus diesem lief Flüssigkeit aus (Wasser? Abwasser?). Jedenfalls stank es gewaltig.

Wir haben vor ein paar Monaten die A2 benutzt und mussten damals schon die Sperrung beider Parkplätze registrieren. Offenbar ist seit Monaten nichts weiter passiert, als dass auf der einen Seite der Toilettencontainer aufgestellt wurde.
Da bleiben doch ein paar Fragen offen: Wer ist für den Unterhalt socher Parkplätze verantwortlich?
Es handelt sich um eine Bundesautobahn. Der Bund kassiert LKW-Maut, langt über Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuern kräftig zu und niemand scheint sich für solche Zustände zu interessieren. Den Berufskraftfahrern werden Pausen vorgeschrieben.
Möchte jemand vom Verkehrsministerium auf einem solchen Platz eine Pause einlegen?
Es waren gestern viele PKW mit ausländischen Kennzeichen unterwegs. Man muss sich als Deutscher schämen, dass den Besuchern derartiges angeboten wird.

Es geht schleppend voran

Während heute früh um neun im Optikpark fleißig gearbeitet wurde, war auf der Großbaustelle in der Stadtmitte kaum Aktivität zu erkennen. Da suchten sich mehr Fußgänger einen Weg durch das Baustellenlabyrinth als Bauleute beschäftigt waren.

Neue Stadt der Kinder

Zum zweiten Mal gab es in den Sommerferien eine anstrengende Arbeitswoche für Rathenower Grundschüler. Organisiert vom Bündnis für Familie und unterstützt durch die Partei Die Linke konnten die Kinder wieder ihre Stadt bauen. Fleißige erwachsene und jugendliche Helfer standen mit Rat und Tat den kleinen Handwerkern zur Seite. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 99 Kinder für das Projekt angemeldet. Sponsoren hatten Material und Werkzeuge bereitgestellt oder Geld gespendet, sodass es neben Getränken auch täglich ein Mittagessen gab.
Heute früh am Beginn des fünften Arbeitstages waren die einzelnen Häuser bereits aufgebaut und zum größten Teil auch gestrichen. Deshalb ging es mit Eifer an die Ausgestaltung von Polizeiwache, Feuerwehr, Tierheim, Schwimmhalle und anderer Gebäude.

Die Bauarbeiten erfolgen, genau wie im vergangenen Jahr, im Optikpark. Nach der Fertigstellung wird ein zünftiges Fest gefeiert. Anschließend werden die Häuser in die Wilhelm-Külz-Straße transportiert, wo die Volksbank ein Gelände zur Verfügung gestellt hat. In den Gebäuden der Kinder finden dann in den kommenden Wochen noch zahlreiche Aktivitäten statt.

Baum des Lebe…, oder wieso kommt der Herbst so früh?

Von Weitem gesehen erkennt man erstmal nichts Verdächtiges.


Geht der geneigte Naturfreund dichter heran, kann er erste Schäden am Geäst und im Laub ausmachen.


Es ist nicht einfach, porösesMaterial, wie diese gebrannten Tonfliesen, dauerhaft anzubringen. Mal schauen, ob die „gefallenen Blätter“ ihren Weg wieder zurück finden, denn die dort verewigten Spender hofften auf etwas längere Lebenszeit für Ihre persönlichen Kacheln. Ich fand die Idee bisher recht gut. Ein schmückendes Gebilde mit Inhalt, wo man gerne mal davor stehen bleibt und die Inschriften liest.

Dauerstress für Anwohner, Händler und Kunden

Die Ferien in Brandenburg haben begonnen. Wer da Schulsachen für die Kinder kaufen will, mal ein Eis essen möchte oder etwas anderes in der Innenstadt zu erledigen hat, sollte sich auf Schikanen gefasst machen. Heute früh gab es so gut wie kein Durchkommen mehr. Weder kam man an der Post noch an der Volksbank vorbei.


Rentner quälen sich mit ihren Rollatoren durch das aufgewühlte Gelände, um zum Optiker oder Bäcker zu kommen. Mütter schieben Kinderwagen durch den Dreck. Neben dem Lärm, den das Baugeschehen verursacht, gibt es zusätzlich noch eine riesige Staubwolke.

Schließlich soll ja unsere Stadtmitte keine null-acht-fünfzehn Erneuerung bekommen, sondern eine ganz spezielle. Und die dauert eben länger, da Ministeinchen verbaut und meist noch in Form geschnitten werden müssen. Was machen da schon ein paar Monate Chaos aus?


Vielleicht fördert es ja die geistige Flexibilität, wenn man sich jeden Morgen und jeden Nachmittag erst mal neu orientieren muss, wo man nun noch ein Durchkommen findet.

Waldjugendspiele

In der vergangenen Woche fanden im Grünauer Forst die Waldjugendspiele statt. Diesen Leistungsvergleich der vierten Klassen der Rathenower Grundschulen gab es zehn Jahre lang. Im vergangenen Jahr fiel diese Veranstaltung den Einsparungen beim Forstpersonal zum Opfer. Deshalb betonte Helma Adermann bei ihrer Eröffnungsansprache auch: „Wenn wir es jetzt nicht machen, dann sind die Waldjugendspiele gestorben.“

Diese engagierte Frau hat aktive und ehemalige Forstleute zur Mitarbeit gewinnen können.

Deshalb konnten die Schüler an vierzehn Stationen ihr Wissen rund um Wald und Natur unter Beweis stellen. Jede Klasse war je nach Schülerzahl in zwei oder drei Gruppen eingeteilt worden. Diese Gruppen bekamen lustige Namen wie „Ameisen“, „Eichhörnchen“ oder „Baum“ und mussten gemeinsam die Aufgaben an den Stationen lösen. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die besten Gruppen ausgezeichnet. Neben Urkunden gab es wunderschöne Waldpokale.

Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für diese sehr gut organisierte Veranstaltung.

Idee für den nächsten Umbau

Das Steckelsdorfer Eiscafe erfreut sich großer Beliebtheit. An den Kennzeichen der Fahrzeuge sieht man, dass einige für ein gutes Eis eine beachtliche Strecke zurücklegen. Da kann doch wohl niemand erwarten, dass Autofahrer und Insassen vielleicht hundert oder zweihundert Meter laufen, um vom Parkplatz endlich zum ersehnten Eis zu kommen. Wie wäre es, wenn beim nächsten winterlichen Umbau (Umbau und Erweiterung finden ja sowieso fast jährlich statt) ein Drive-in eingerichtet würde? Wer nicht weiß, was damit gemeint ist: Nur eine Rabatte müsste entfernt und schon könnten Autofahrer direkt bis an die Theke vorfahren, könnten bei laufendem Motor ihr Eis in Empfang nehmen und sofort weiterbrausen.
Heute gegen 14.30 Uhr war nämlich mal wieder ein Auto (mit einheimischem Kennzeichen) fast direkt vor der Eisdiele geparkt worden, auf dem Gehweg und gleichzeitig noch drei Plätze im Fahrradständer blockierend. Wer nun denkt, dass jemand vielleicht seiner gehbehinderten Oma am Sonntagnachmittag mal einen Besuch im Eiscafe ermöglichen wollte, der irrt gewaltig. Nach einem genüsslich vertilgten Eis und einem angeregten Plausch mit Bekannten stieg ein Pärchen, das gerade aus dem Fitness-Studio zu kommen schien, ins Fahrzeug. Dem Sohnemann war noch schnell der Eisbart gesäubert worden, das Papiertaschentuch landete selbstverständlich unter dem Auto, obwohl ein Papierkorb direkt neben dem Fahrradständer ist. Die „Dame“ hätte also fast mit ausgestrecktem Arm herangereicht.

Des Einen Freud, des Anderen Leid – Hackschnitzel für Jederman

 

War Göttlin bis vor einiger Zeit noch Landidylle, hat sich das mit einem Mal geändert. Ein stillgelegter Betrieb wurde kurzerhand umgewidmet und wieder in Betrieb genommen – vorher Kuhstall; nachher Maschinenpark. Der Betreiber machte sich wenige Gedanken um Genehmigungen und legte erst mal los. Die Verwaltung nickte nachträglich ab und schon war aus dem „illegalen Geschäft“ ein Gewerbebetrieb geworden (Anmerkung des Verfassers: Vermutlich ging es wieder mal um viel Geld in Form von Steuereinnahmen). Die Anwohner in Göttlin und Rathenow/West wurden natürlich nicht gefragt. Genauso wenig machte sich jemand Gedanken, ob so ein Maschinenbetrieb auf’s Dorf gehört oder besser in die Industrieecke von Rathenow.

Jetzt motzen doch die Göttliner über den Betrieb, weil es staubt und lärmt – oder auch nicht? Beweise, so die Verwaltung, gibt es nicht. Klar auch, wer soll die Beweise liefern? Der Bürger mit seinen Ohren und Nasen? Die sind leider nicht beweiskräftig genug für einen negativen Verwaltungsbescheid. Fotos vom Lärm, Luftanalysen auf eigene Kosten? So klagte man vor dem Landkreis sein Leid und der wollte den Betrieb einfach schließen. Die Folgen in dieser Woche: Proteste gegen die Schließung, (fast) himmlische Ruhe auf der Göttliner Strasse/Göttliner Chaussee, keine klimpenrnden Tassen im Schrank, keine Lkw – vermutlich kein Staub und Lärm in Göttlin. Doch damit ist voererst wieder Schluß. Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Betrieb vorerst weiter gehen kann.

Wenn ich drei Wünsche frei hätte:

1. Verlegung des Betriebes in den Industriebereich von Rathenow – auf Kosten des Betreibers.

2. Ein Bußgeld für die Entscheider in fünfstelliger Höhe für eine, sagen wir mal unkluge Entscheidung zur Duldung, zahlbar aus eigener Tasche per Gehaltspfändung.

3. Eine Jobgarantie für die Mitarbeiter des Hackschnitzelwerkes in Göttlin, egal wo.

Der Artikel in der MAZ: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12339411/61759/

Alles Gute zum Muttertag

Wenigstens einmal im Jahr sollte jeder seiner Mutter besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Es muss ja nicht solch ein prächtiger Strauß sein. Eine liebevoll ausgesuchte oder selbst hergestellte Kleinigkeit erfüllt den selben Zweck: Danke, liebe Mutter.

Kraterlandschaft Stadtzentrum

Bereits den zweiten Sommer präsentiert sich nun das Rathenower Stadtzentrum als Kraterlandschaft.

Wenn schon die Einheimischen kaum wissen, wie sie noch zu einzelnen Geschäften, Ämtern oder anderen Einrichtungen gelangen können, ist es für Fremde ein kaum zu bewältigendes Problem. Vielleicht sollten die Verantwortlichen wirklich mal Lotsen hinstellen, die den Menschen helfen, ihren Weg zu finden. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Gestern suchte eine neunzigjährige, gehbehinderte Frau aus Rhinow verzweifelt eine Möglichkeit zu einem bestimmten Geschäft zu gelangen. Heute war ein Fahrzeug aus Rendsburg bis in die Puschkinstraße dirigiert worden, ohne das erstrebte Ziel zu erreichen.
Freut euch schon mal, wenn dann demnächst auch noch die B102 im Kreuzungsbereich aufgerissen wird.

Bewährtes wird kaputtgespart

Viele Jahre war die Waldschule ein beliebtes Ziel für Rathenower Kindergartengruppen und Schulklassen. Nicht nur Grundschüler lernten viel Wissenswertes über den Wald. Auch die siebenten Klassen des Jahngymnasiums hatten in jedem Schuljahr einen mehrtägigen Einsatz in der Waldschule. Sie führten Pflanzenbestimmungspraktika in der Natur durch, erfuhren viel über die Bedeutung des Waldes und beobachteten seine tierischen Bewohner. Einen Tag nutzten die größeren Schüler für Waldpflege und Erhaltungsarbeiten.
Helma Adermann führte viele Jahre Rathenower Kinder auf unkomplizierte Weise an die Natur heran. Leider wurde durch die Forstreform diese wichtige Stelle gestrichen. Die Waldschule liegt verwaist im Forstrevier, obwohl mit viel Mühe zahlreiche Stationen der Wissensvermittlung errichtet worden sind.

Heute hatten die Schüler der sechsten Klasse der Geschwister-Scholl-Grundschule nochmals Gelegenheit, die Waldschule zu besuchen. Frau Adermann und Herr Sörnitz begleiteten sie ehrenamtlich.
Dass den Schülern die einzelnen Stationen sehr gefallen haben, beweisen wohl die Fotos ohne Kommentar.

Zirkus gastiert in Rathenow

Trotz sinkender Einwohnerzahlen scheint Rathenow in Zirkuskreisen beliebt zu sein. Erst im Januar musste der letzte Zirkus eine mehrwöchige Zwangspause in der havelländischen Kreisstadt einlegen. Die Zelte waren so stark gefroren, dass ein Abbau nicht möglich war. Deshalb wurden die Leute um Futterspenden für die Tiere gebeten und mit Extra-Vorstellungen belohnt.
Ab morgen präsentiert der Zirkus Aramannt den Zuschauern sein Programm. Bis zum ersten Mai kann man es sich ansehen. Jeder Zirkus muss sich inzwischen gründlich überlegen, wie er das Publikum direkt ansprechen kann. So war der Besuch des zweiundzwanzigjährigen Elefanten Timbo heute die Attraktion in der großen Pause der Geschwister-Scholl-Grundschule. Da Füttern ausdrücklich erbeten worden war, hatten die meisten Kinder vorgesorgt und reichlich Brot, Äpfel, Möhren, ja sogar Bananen für den gewaltigen Besucher parat. Und Timbo ließ sich nicht lange bitten. Zur Freude der Kinder wanderte sein Rüssel beständig im Halbkreis, um die angebotenen Leckerbissen direkt in den Mund zu befördern.



Zum Ende der Fütterung winkte Timbo mit einem Tuch, und die Kinder applaudierten begeistert.

Auf der Straße wartet der Elefant geduldig auf seinen Abtransport.