Kategorie-Archiv: Wirtschaft und Arbeit

Des Einen Freud, des Anderen Leid – Hackschnitzel für Jederman

 

War Göttlin bis vor einiger Zeit noch Landidylle, hat sich das mit einem Mal geändert. Ein stillgelegter Betrieb wurde kurzerhand umgewidmet und wieder in Betrieb genommen – vorher Kuhstall; nachher Maschinenpark. Der Betreiber machte sich wenige Gedanken um Genehmigungen und legte erst mal los. Die Verwaltung nickte nachträglich ab und schon war aus dem „illegalen Geschäft“ ein Gewerbebetrieb geworden (Anmerkung des Verfassers: Vermutlich ging es wieder mal um viel Geld in Form von Steuereinnahmen). Die Anwohner in Göttlin und Rathenow/West wurden natürlich nicht gefragt. Genauso wenig machte sich jemand Gedanken, ob so ein Maschinenbetrieb auf’s Dorf gehört oder besser in die Industrieecke von Rathenow.

Jetzt motzen doch die Göttliner über den Betrieb, weil es staubt und lärmt – oder auch nicht? Beweise, so die Verwaltung, gibt es nicht. Klar auch, wer soll die Beweise liefern? Der Bürger mit seinen Ohren und Nasen? Die sind leider nicht beweiskräftig genug für einen negativen Verwaltungsbescheid. Fotos vom Lärm, Luftanalysen auf eigene Kosten? So klagte man vor dem Landkreis sein Leid und der wollte den Betrieb einfach schließen. Die Folgen in dieser Woche: Proteste gegen die Schließung, (fast) himmlische Ruhe auf der Göttliner Strasse/Göttliner Chaussee, keine klimpenrnden Tassen im Schrank, keine Lkw – vermutlich kein Staub und Lärm in Göttlin. Doch damit ist voererst wieder Schluß. Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Betrieb vorerst weiter gehen kann.

Wenn ich drei Wünsche frei hätte:

1. Verlegung des Betriebes in den Industriebereich von Rathenow – auf Kosten des Betreibers.

2. Ein Bußgeld für die Entscheider in fünfstelliger Höhe für eine, sagen wir mal unkluge Entscheidung zur Duldung, zahlbar aus eigener Tasche per Gehaltspfändung.

3. Eine Jobgarantie für die Mitarbeiter des Hackschnitzelwerkes in Göttlin, egal wo.

Der Artikel in der MAZ: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12339411/61759/

Die Bahn, die Bahn – und nichts wird besser

Wer regelmässig mit der Regionalbahn (DB-Regio, RE2) nach und von Berlin pendelt kennt das Problem zur Genüge: Die Bahn ist selten pünktlich, übervoll und teilweise dreckig.

Früher hat der Winter der Bahn in aller Regelmässigkeit das Genick gebrochen (Weichen eingefroren, kaputte Züge) oder dreiste Kabeldiebe haben der Bahn Kummer und Sorgen gemacht. Der Kummer und die Sorgen die letztendlich auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wurden. Die kamen nicht oder zu spät am Ziel an. Was soll’s, die haben doch im Voraus per Monatskarte bezahlt.

Der neuste Coup der Bahn ist, dass die zweite Bahn Richtung Berlin am Morgen aus Stendal kommt und mit aller Regelmässigkeit zu spät in Rathenow ankommt. Grund hierfür sind Anschlussreisende in Stendal, die zur Abfahrt der RE2 noch nicht am Bahnhof sind. Hier hält der Bahn-General in Sachsen-Anhalt einfach die Räder an, läßt seine drei, vier Leute noch in die RE2 steigen und ab geht’s. Zehn,  15 oder gar 20 Minuten Verspätung sind dann normal. Sind wir nicht alle solidarisch? In Rathenow warten ja nur die ersten 100 – 200 Pendler nach Berlin. Bis Dallgow-Döberitz dürfte der Zug voll sein. Alle haben vollstes Verständnis für die Umtriebe der Bahn und sind froh zu später am Arbeitsplatz zu sein, ihre Anschlüsse zu verpassen oder einfach nur 20 Minuten nach zu arbeiten – weil es die Bahn so will. Mir täten die drei, vier Leutchen in Stendal echt leid, wenn sie 45 Minuten auf den nächsten Zug warten müssten. Warum die Bahn keine Abhilfe schafft ist ein ewiges Rätsel.

Beschweren bei der Bahn führt quasi zu nichts. Man bedauert zu tiefst, dass es wieder Probleme gab, gelobt Besserung und entschuldigt sich tausendmal. Wie man anhand der verschiedenen Schriftarten bei den Antworten im Text (Email) erkennen kann sind das auch nur zusammengeklaubte Textbausteine – vielleicht sogar ein Roboter(?).

Vielleicht schaut die Bahn mal Richtung Schweiz oder Taiwan. Wie die das dort machen ist einfach rätselhaft, aber weit über 95% pünktliche Züge, gemessen von unabhängigen Unternehmen, ist schon toll. Die Bahn liegt nach eigenen Angaben bei etwas unter 90%. Hier misst die Bahn selber ihre Pünktlichkeit und wertet nach einem geheimen Verfahren die Zeiten aus.

Wer jeden Tag einmal hin und zurück pendelt gewinnt schnell den Eindruck, dass jeder zweite Zug mindestens fünf Minuten Verspätung hat. Das sind dann 50% unpünktlich. Natürlich darf man für Statistiken nicht einfach einen Wert aus der Masse nehmen, aber wen es immer wieder trifft ….

PS: Wenn ich um 15:47 am Ostbahnhof in die RE2 steige und nach Rathenow fahre weiß ich genau, dass wir nie um 16:54 Uhr ankommen – eher 17 Uhr und später. Schade, dass die Busse am Bahnhof in Rathenow nur begrenzt warten. Wer jetzt keinen Kumpel hat der ihn mitnimmt oder abholt, darf auch hier wieder 45 Minuten auf den nächsten Bus warten.

Sperrmüllanmeldung im Havelland…

…ist eine Wissenschaft für sich. Vor der Wende wurden von Zeit zu Zeit große Container aufgestellt und jeder konnte das einwerfen,wovon er sich trennen wollte. Das war sicher nicht die beste Lösung. Entweder hatte der erste Entsorger gleich ein sperriges Stück, sodass der Behälter fast gefüllt war oder nach einiger Zeit stellte jemand fest, dass er ein unten liegendes Teil gebrauchen konnte. Dann wurde ausgekramt und leider oft nicht wieder eingeräumt, war meist kein schöner Anblick. Danach wurden bloß noch Zeit und Ort festgelegt und jeder konnte dort seinen Kram abstellen. Diese „Haufen“ nahmen oft gigantische Ausmaße an. Seit einigen Jahren bekommt man nun zum Jahresende den Abfallkalender zugestellt mit den Tourenplänen für Hausmüll, gelbe Säcke und Papier für das kommende Jahr. Mit diesem erhält jeder Haushalt eine Karte für die Anmeldung zur Sperrmüllentsorgung. Gleichzeitig ist auch eine Telefonnummer vermerkt. Wer nun glaubt, telefonisch ginge die Anmeldung schneller vor sich, der irrt sich gewaltig.
„Ich möchte eine Sperrmüllentsorgung anmelden.“ „Was alles?“ „Reste einer Anbauwand.“ „Wie viele Schränke?“ „Es waren mal drei. Sie sind aber teilweise zerlegt. Außerdem ein paar andere Bretter.“ „Bauholz wird nicht über Sperrmüll entsorgt.“ „Es ist kein Bauholz. Das sind Bretter von einem anderen Schrank. Daraus hatten wir mal ein Regal gebaut. Nur dass Sie wissen, sie passen nicht zu der zerlegten Anbauwand.“ „Das interessiert mich nicht.“ „Kann ja sein, dass sie nicht mitgenommen werden, wenn sie nicht passend sind. Und außerdem noch drei Jalousien aus Plaste.“ „Die können Sie über den Hausmüll entsorgen.“ „Sie passen nicht in die Tonne. Wenn der Deckel nicht schließt, wird doch die Tonne nicht geleert.“ „Dann müssen Sie sie zerkleinern.“ „Entschuldigung, ich möchte Sperrmüll loswerden. Wir hatten wohl schon zehn Jahre nichts mehr entsorgen lassen.“ „Sie haben auch keinen Anspruch auf eine regelmäßige Abfuhr.“ „Will ich ja auch gar nicht, aber dieses Mal möchte ich was loswerden. Schließlich wird eine saftige Grundgebühr jedes Jahr erhoben, egal ob ich fleißig sortiere und meine organische Abfälle selbst kompostiere.“ Wir bekamen tatsächlich einen Termin genannt. Nun darf man nur noch gespannt abwarten, ob die gemeldeten Sachen auch wirklich mitgenommen werden, denn am Telefon wurde gleich gesagt, was nicht mitgenommen wird, müsse man zurückholen auf das Grundstück. Ich glaube, allmählich begreife ich, warum Leute ihren Dreck in den Wald karren.

Hilfe! Irre regieren diese Stadt.

Hilfe!  In Rathenow herrscht der Wahnsinn!

Betonklötze werden mitten auf die Straße gestellt. Bäume werden gefällt und Autos müssen im Kreis fahren.

Hilfe! Da wird ein großes Fest im Jahr 2015 geplant aber der Stadthaushalt hat Haushaltssperre.  Die Irren planen auch noch eine Seilbahn.

Hilfe! Im neuen großen Konzern „Krankenhaus“  will kein Arzt mehr unter den schlechten Bedingungen arbeiten. Die Chefetage jubelt trotzdem!

Hilfe! Alle wollen mehr Geld!  Jetzt kriegen sie auch noch mehr Geld in die Lohntüte.

Wenn alle mitmachen hat der Wahnsinn Erfolg!

Mitarbeiter der Kreisverwaltung schauen sich Pornos an?

Was ist nur los mit den Mitarbeitern der Kreisverwaltung.  Haben sie denn nichts zu tun?

Jetzt schauen sie sich vor lauter Langeweile Nackedeis am Computer an.

Wenn sie nichts zu tun haben, könnten sie ja mal auf die Straße gehen und den Kot wegräumen oder Hartz IV Empfänger mal den Einkauf spendieren.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11415223/61759/Mitarbeiter-haben-hausinternes-E-Mail-System-grob-zweckentfremdet.html

Ärzte in Öl. Toll!

Die Gesundheit geht vor, ja und deshalb wurden alle Ärzte des Paracelsus Krankenhauses von einem Maler porträtiert. Die Persönlichkeiten (Götter in Weiß) sind in Öl gemalt und hängen jetzt im Rathenower Rathaus. Toll!

Viele der insgesamt 17 gemalten Ärzte kamen dann auch leibhaftig zur musikalisch umrahmten Eröffnung der Ausstellung. Der Bürgermeister wartete schon mit Spannung darauf. Wann wird das Pflegepersonal porträtiert?  Schwestern und Pfleger (Persönlichkeiten) dann auch in Öl in der Cafeteria und im Rathaus zu sehen? Bin schon sehr gespannt darauf…..

Demo in Nauen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) plant am Mittwoch, den 06.02.08 eine Demonstration auf dem Rathausplatz in Nauen. Ver.di rief alle Beschäftigten der kommunalen Krankenhäuser zu einer zentralen Kundegebung auf. Das Motto der Demo: „Uns reicht`s – Genug gespart!“ Die Beschäftigten der kommunalen Krankenhäusern haben in den letzten Jahren auf Einkommenssteigerungen verzichtet und gleichzeitig ist massiv Personal abgebaut worden. Im Rathenower Krankenhaus kam es auch zu Einsparungen beim Pflegepersonal. Die Geschäftsführung der Havellandklinken Nauen und Rathenow planen Schichtzuschläge zu kürzen und ein neuen Entgeldsystem einzuführen- was ungelernte Pflegehelfer mit qualifiziertem Personal auf eine gleiche Ebene stellen soll.

„Wir sind auf einem guten Weg“- Rathenow vor dem Ausverkauf.

Das Markenzeichen dieser Stadt- Alles zum halben Preis! 30, 60 oder 90% Rabatt auf alles. Menschen und Geschäfte kämpfen ums überleben. Die Straßen sind leer und dreckig. Kothaufen, Papier und Müll und dazwischen taumeln ein paar Menschen mit ihren Sorgen und Nöten. Geschäfte stehen leer. Wer kann sie noch mieten -ausser vielleicht Volksbanken, Sparkassen oder Herr Kaiser von nebenan? An einigen Häusern steht bereits: „Zu verkaufen“. Körgraben, City-Center, Musikbrauerei. Insolvenz, Zwangsversteigerung, Hartz IV…. was kommt als nächstes? Armenhäuser, Suppenküchen? Warum tun Politiker so als sei alles in Ordnung und es geht bergauf? Havellands CDU lud lt.Pressebericht zum Neujahrsempfang und verkündete prompt: „Wir sind auf einem guten Weg“.  Was können sie damit nur gemeint haben? Stadtumbau, BUGA 2015, Autobahnanbindung oder etwa die Sanierung der KWR? 70 Millionen Euro Schulden hatte das 100%ige Tochterunternehmen der Stadt Rathenow im Laufe der Jahre angehäuft und sie war nicht mehr in der Lage, die Kredite zu bedienen. Zum Vergleich: Der Jahresetat der Stadt selbst umfasst rund 30 Millionen Euro. Wer trägt die Schuld? Wer zieht die Konsequenzen? Keiner? Über Jahrzehnte hinweg wird diese Schuld den Stadthaushalt belasten und es dann auf die Bürger dieser Stadt abtragen! Dann ist wohl eher gemeint: „Wir sind auf einem guten Weg dies zu tun”. 

Schwimmverein kurz vor dem AUS !

Der Schwimmverein in Rathenow „SG Einheit“ steht kurz vor dem Aus.
Durch die 16 fache Erhöhung der Bahnmieten, musste der Verein diese an die Mitglieder weitergeben. Dadurch kommt es jetzt zu massenhaften Austritt.

Die Auflösung des Vereins ist nur noch eine Frage der Zeit.
Soviel zu Jugendförderung………
Anstatt den Verein zu unterstützen, wird er voll abgeschossen – Jugend von der Straße weg zählt nicht mehr ….
Da brauch man sich dann nicht mehr wundern, wenn immer mehr Jugendliche abhängen mit Alkohol und Zigaretten. Intellegente Sprüche der Obersten der Stadt/Politik brauch man sich auch nicht mehr anhören,
da Diese sowieso nicht wirklich helfen wollen. Da denkt sowieso nur jeder an sein eigenes Wohlergehen.

Herzlich Glückwunsch an die Stadt Rathenow und Wärmeversorgung !

Schwimmverein Rathenow muss die Beiträge erhöhen…

Der Schwimmverein SG Einheit Rathenow muss die Beiträge an seine Mitglieder erhöhen.

Grund ist das die Rathenower Wärmeversorgung die Bahnmieten (um ca. 100%) drastisch erhöht.

Die Beiträge müssen deswegen von den Mitgliedern (auch der Jugend) erbracht werden.

Man könnte fast denken das Herr Vogeler (Geschäftsführer Wärmeversorgung) und der Bürgermeister Ronald Seeger (Aufsichtsratsvorsitzender) den Verein kaputtspielen will, da angedeutet wurde, das in den kommenden Jahren weiter erhöht wird.

In früheren Zeiten  wurde dieser noch von der Stadt unterstützt (zu Zeiten von Herrn Lünser). Soviel zum Beitrag Jugend Förderung…

Man sollte sich mal überlegen, wo man Gelder anziehen tut und wo vielleicht es sinnvoll ist  Vereine zu unterstützen die die Jugend von der Straße holt.

Grüße Alicia

Kaufland bis 22:00 Uhr geöffnet

Der Lebensmitteleinzelhandel dreht langsam aber sicher durch. In einem Städtchen wie Rathenow, was neben Strukturschwäche besonders aufgrund seiner hohen Arbeitslosigkeit auffällt müssen, die Supermärkte nun mittlerweile also 14 Stunden/6 Tage die Woche geöffnet haben. Wo nimmt der Durchschnitts-Rathenower die Kaufkraft her, der es benötigt um zu später Stunde konsumierend durch Einkaufstempel zu schwadronieren?
Das ist die erste Frage? Die zweite, viel wichtigere, wie ich finde, ist, wer veräußert dem kaufwütigen Pack um kurz vor zehn seine Ware? Sind da gar besorgte Eltern unter dem Personal, die vor lauter Arbeit nicht wissen, wer ihr Kind ins Bett bringen soll?
Ist nicht ein gemütliches Abendbrot im Kreise der Familie ein Eckpfeiler der Kommunikation innerhalb der Sippe?
Wenn Mutti/Vati allerdings erst kurz nach zehn (eher kurz vor elf) aus der Leibeigenschaft nachhause kommen, können sich die Kleinen wohl nur schwer am Tisch halten.
Die Schandmäuler des Kapitals werden jetz rufen: „Ja dafür hat der Arbeiter der Spätschicht ja auch den ganzen Vormittag frei.“
Richtig, dann sind die Kinder allerdings in der Kita oder in der Schule.
Schöne neue Welt.