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Geschichtliche Ausstellung in Rathenow – Schauen, Staunen, Weitersagen!

Der Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow e.V. durfte sich an einer von Bund und Land investierten und durch die Archäologische Projektbegleitung – A. Dinter (Wildau) präsentierten Ausstellung mit aus eigenem Fundus stammenden und von Unterstützern bereitgestellten Material beteiligen. Seit Mittwoch ist in der Berliner-Straße 79 eine kurzweilige Ausstellung zu den Ausgrabungen während der Bauarbeiten im Stadtzentrum geöffnet. Darüber hinaus wird einiges mehr aus der Stadtgeschichte gezeigt.

Die Öffnungszeiten sind:
Dienstag bis Freitag 11.00 – 17.00 Uhr
Sonnabend              13.00 – 17.00 Uhr

Fotografieren ist nicht erlaubt!

Rathenow ist eine Stadt mit Geschichte und Geschichten. Um dieses Gut zu pflegen und weiter zu reichen benötigt es ein Stadtmuseum. Bis dahin empfielt es sich dieses seltene Angebot zu nutzen. Durch das mir im Vorfeld mitgeteilte Konzept und eine Besichtigung der Räumlichkeiten darf ich anmerken, dass sich diese Ausstellung auch für Kinder mit Forschungsdrang lohnt. Ich hoffe, dass sich so viel wie nur möglich Schulklassen an einen Besuch beteiligen, damit sich die Kinder mit etwas Stolz über Rathenow äußern. Leider ist die Dauer der Ausstellung begrenzt.

An dieser Stelle auch die Bitte um Unterstützung für das Ziel des Fördervereins. Neben Material in Form von Geld- und Sachspenden oder schriftlichen Nachweisen aus der Stadtgeschichte benötigt das künftige Museum natürlich auch ein Gebäude. Empfehlenswert wäre eine Nutzung des geschichtsträchtigen Offizierskasinos, optimal gelegen und nach einer Sanierung ganz sicher wieder attraktiv anzusehen. Auch hier die Bitte an alle, sich diesem Gebäude in welcher Form auch immer anzunehmen und somit Rathenow für die Zukunft stark zu machen.

Es tut sich was in der Sache Offizierskasino!

Nur ist nichts Befriedigendes geplant. Heute lese ich in der Presse, sind Liegenschaft und Immobilie in den Besitz eines Menschen gelangt, dessen Absicht es ist, daraus kurzfristig und ohne viel Aufwand Kapital zu schaffen. Und das am besten mittels Abriss der „nicht erhaltenswerten“ Immobilie. Letztere Absicht wundert mich in diesen Zeiten nun nicht mehr, aber hier geht es um ein denkmalgeschütztes Gebäude! Wie um alles in der Welt kann man vor der Prüfung eines Konzeptes so eine Sache aus der Hand geben? Jeder, der sich eine Existenz mit Fördermitteln schaffen möchte und jeder Normalbürger der privat Geld über Kredit besorgen muss um die von oben auferlegten Zwänge bei der Gebäudesanierung umzusetzen, wird auf Herz und Nieren geprüft. Hauptsache man steht nicht mehr in der Pflicht und kann dann die Großzügigkeit heraushängen lassen.

Die Zerstörung von historischen Gegenständen geht auch nach dem politischen Wechsel weiter. Im und nach dem 2. Weltkrieg fielen die Denkmäler und die Prinzenvilla zum Opfer, nach 1989 waren es der Mühlendamm, die Reitställe der Zietenhusaren, der Vogelgesang und das Haus am See. Ich bin hochgradig enttäuscht, denn mir persönlich ist es am Erhalt des Gebäudes gelegen.62

August-Bebel-Platz, oder wie er früher hieß

In Rathenow wird der August-Bebel-Platz eine, örtlich gesehen, zentrale Rolle spielen. Im Mittelpunkt des Platzes fand nun der Abtragejunge seine, nun hoffentlich, längerfristige Stätte.

Zu Kaisers Zeiten, und darüber hinaus, hieß dieser Ort Zietenplatz. Ein Denkmal schmückte bis in die Mitte der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch diesen Platz. Es war ein Erinnerungszeichen an den Regimentskommandeur der Zietenhusaren von 1875 bis 1888, Heinrich von Rosenberg. Bekannt war er als unkonventioneller und in diesem Zusammenhang bahnbrechender Reitlehrer. Unter seiner Führung wurde die deutsche Kavallerie, man kann sagen, reformiert. Über alle Grenzen hinweg war er bekannt und ein Meister seines Faches. Die Grundsteinlegung dieses Denkmales erfolgte, wie seinerzeit stets, unter großem Tamtam, unmittelbar vor dem Postamt.

Dieses Denkmal wurde, aufgrund seines Materials, zum Ende des dritten Reiches als kriegswichtiges Material angesehen, demontiert und eingeschmolzen. Rosenbergs Grabmal findet man noch auf dem historischen Friedhof Rathenows.

Es wäre interessant zu wissen, ob im Zuge der Tiefbauarbeiten der Grundstein gefunden wurde.

Mehr zum Thema gibt es >HIER< nachzulesen.

Baum des Lebe…, oder wieso kommt der Herbst so früh?

Von Weitem gesehen erkennt man erstmal nichts Verdächtiges.


Geht der geneigte Naturfreund dichter heran, kann er erste Schäden am Geäst und im Laub ausmachen.


Es ist nicht einfach, porösesMaterial, wie diese gebrannten Tonfliesen, dauerhaft anzubringen. Mal schauen, ob die „gefallenen Blätter“ ihren Weg wieder zurück finden, denn die dort verewigten Spender hofften auf etwas längere Lebenszeit für Ihre persönlichen Kacheln. Ich fand die Idee bisher recht gut. Ein schmückendes Gebilde mit Inhalt, wo man gerne mal davor stehen bleibt und die Inschriften liest.