Tödlicher Unfall auf der ICE-Strecke

Heute früh kurz vor acht Uhr erfasste ein ICE, der von Berlin kommend nach Interlaken in der Schweiz unterwegs war, eine Gruppe jugendlicher Sprayer. Sie hatten sich an einem Güterzug in der Nähe der Eisenbahnbrücke bei Rathenow zu schaffen gemacht. Ein 15- Jähriger war sofort tot. Ein weiterer schwebt in Lebensgefahr. Der Zugverkehr war für längere Zeit unterbrochen. Die Passagiere des ICE wurden mit Bussen befördert.

18 Gedanken zu „Tödlicher Unfall auf der ICE-Strecke

  1. Kaddi

    Und war es das wert? Nicht nur, dass so junge Leben einfach so beendet wurden, nein-auch dass die Familie jetzt damit leben muss und Freunde sich Vorwürfe machen. Aber alles reden hat nichts genutzt. Könnten die beiden noch leben, wenn die Politik härter durchgreifen würde? Mein Beileid und stille Grüße

  2. DJ

    Und? Ehrlich gesagt sind sie selber schuld. Wer weiß denn nicht, dass man nie auf Gleisen gehen soll bzw. darf? Die Jungen waren 15 jahre alt, wo man sich denkt, dass sie das wüssten aber jetzt ist man schlauer. Sie waren nicht reif für ihr alter um so ein Kindergartenzeug zu machen. Trotzdem auch mein Beileid an die Familie. Sie konnten es nicht ahnen…

  3. Kaddi

    Es waren Kinder und ich bin wirklich wirklich tief traurig. Immer wieder diese Diskussionen. Mit 15 darf man sie noch nicht so laufen lassen. Es sind einfach noch Kinder. Meine Tochter ist gerade erst 16 geworden… ich darf nicht drüber nachdenken… was ist schon so ein beschmierter Zug gegen zwei Menschenleben… Kaddi

  4. Sebastian

    So hart wie das jetzt klingt, selber Schuld! Ungewarnt waren die beiden nicht…
    Ich finde es aber total schrecklich für den Lokführer, für die beteiligten Einsatzkräfte und die Eltern der Opfer. Diesen Personen gilt mein Beileid.
    Hoffentlich hält dieser Zwischenfall weitere Sprayer von diesem Tun ab.

  5. Kaddi

    Das hoffe ich auch. Aber wie vernünftig ist man schon in dem Alter und der Nervenkitzel ist gratis. „selber Schuld“ klingt tatsächlich hart und würdest Du es der Familie so sagen? LG Kaddi

  6. Helga Artikelautor

    Der Vorfall ist für alle Hinterbliebenen ein Albtraum. Man muss aber auch darüber nacchdenken, ob man bei Schmierereien nicht härter durchgreifen muss. Wenn die Jungen wegen der Schmierereien schon der Polizei bekannt waren, aufgegriffen und an die Eltern übergeben worden waren, kann es doch für sie keine Konsequenzen gehabt haben. Hätten sie bei glühender Hitze irgendwo in der Öffentlichkeit selbst ihre „Hinterlassenschaft“ beseitigen müssen, hätte es vielleicht doch abschreckend gewirkt. Man kann 15-Jährige nicht mehr ständig überwachen, aber es sollte in vielen Familien mehr mit den Kindern gesprochen werden. Sie brauchen klare Regeln und Grenzen.

  7. Sebastian

    @Kaddi: Den Hinterbliebenen würde ich es nicht auf diese Art und Weise sagen, dafür sitzt der Schmerz zu tief.

    @Helga: Da gebe ich dir Recht.

    Keine einzelne Maßnahme bringt die Jugendlichen auf den rechten Weg. Eine Mischung aus Beschäftigungsmaßnahmen in der Freizeit, zur Verfügungstellen von legalen Wänden, stärkeren Kontrollen, härtere Sanktionen bei Verstößen (Geldstrafen, Sozialtätigkeiten, Reinigungszwang in der Öffentlichkeit…) ggf auch für die Eltern. Am besten alles in Abstimmung mit Sozialarbeitern, die in der Szene tätig sind… Man weiß nicht, was am besten helfen würde, aber nichts tun wird auch nicht helfen.

  8. DJ

    Entschuldigung Helga, aber wenn sie ihre „Hinterlassenschaften“ in glühender Hitze beseitigen müssen, wäre es denn nicht menschenverachtend? Natürlich hätte die Polizei härter durchgreifen müssen aber nicht so etwas. Und viele Eltern können nicht hart durchgreifen bzw. wollen es nicht weil sie in der Vergangenheit schlimmes durchgemacht haben und wollen bessere Eltern sein als ihre. Manche Elternteile werden durch den Partner unterdrückt und haben so keine Möglichkeit ihren Standpunkt der Dinge zu sagen. So gibt es halt keine klaren Regeln und Grenzen. So etwas gibt es in der heutigen Zeit viel ztu selten.
    Teenager sind schwer zu überwachen und haben ihren eigenen Kopf. Wer kennt es nicht selber von seiner damaligen Zeit? Trotzdem muss man seinem Kind vertrauen auch wenn es schwer fällt. Und einer der Jungen war ein stiller und man konnte ihm sowas nicht zutrauen.wer kennt den Spruch nicht, stille wasser sind tief.

  9. Rauke

    @DJ: Sorry, aber das ist alles liberales Gutmenschen-Gefasel. Ganz typisch für die heutige Zeit. Die Schuld wird grundsätzlich immer bei anderen gesucht.

    Ich persönlich finde es „menschenverachtend“, asozial und kriminell, an allen möglichen und unmöglichen Stellen geistloses und hässliches Gekritzel zu hinterlassen, welches dann von anderen Menschen u.U. in glühender Hitze beseitigt werden muss.

    Dies ist nämlich deren (undankbarer) Job und sie könnten selbigen verlieren, wenn Sie ihn nicht ausführen, bloß weil es eventuell zu heiß ist …

  10. Kaddi

    Die Diskussionen kommen zumindestens für die beiden zu spät. Nach wie vor sage ich, dass die Strafen lächerlich sind, Eltern mehr hinterher sein müssen, sich mehr vernetzen sollten (Vertrauen ist gut, Kontrolle besser) und ja, ich finde es einfach nur zum Brechen, dass diese Szene fremdes Eigentum einfach nicht respektieren kann. Da wird gerade mühsam die Stadt refresht und keine zwei Wochen später hat da einer drüber gesprayt. Wenn es doch dann wenigstens nicht so sch… aussehen würde. Egal… Ich halte dieses Pseudo-mehr-legale-Flächen-Gefordere für Augenwischerei. Aber das hab ich ja schon tausend mal gesagt. LG Kaddi

  11. Rauke

    @Kaddi: Ganz meine Meinung. Legale Flächen sind nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems. Aber das wurde hier ja bereits in einem anderen Artikel diskutiert.

    Bloß mal so am Rande: Mir ist aufgefallen, dass nach dem tragischen Unfall vom Freitag sich die sogenannten „Tags“ gehäuft haben. Es scheint so, als ob die „Kollegen“ auf diese Art und Weise ihre letzten Grüße erbieten.

    Besonders Krakeleien in kräftigem Orange sind mir gerade in der Innenstadt aufgefallen. Was meint Ihr?

  12. Stefan

    Als ich Kind war, hätten wir für so einen Blödsinn von Jedermann gehörig die Hucke voll bekommen, wären wir erwischt worden. Heute undenkbar. Heute bekommt man eine Anzeige wegen Misshandlung o.ä..

    In den USA wird so etwas ganz gut gemacht.
    Die Schlingel bekommen ein Schild um den Hals mit einem sehr aussagekräftigen Text und sie müssen dann ihren, und den Dreck anderer wieder wegmachen, unter den Augen schadenfroher Bürger.

    Was lernt die Jugend heute daraus wenn sie nach 2 Stunden wieder von der Polizei nach Hause chauffiert werden, nachdem sie sich auf der Wache über die „blöden Bullen“ totgelacht haben?

    Die Hemmschwelle zu Gewalt und Zerstörung ist in der heutigen Zeit extrem gering. Es ist nicht nur die Pflicht der Eltern die Kinder zu „Menschen“ zu machen. Auch unsere, auch wenn es nicht unsere Kinder sind.

  13. Helga Artikelautor

    Die Eltern kümmern sich nicht, nennen es aber tolerant und antiautoritär. Sagen andere was, heißt es:“Meinem Kind hat niemand was zu sagen.“ Deshalb gucken doch immer mehr Leute weg, um sich nicht dumm kommen zu lassen. Und in ein paar Jahren jagen diese lieben Kinder ihren eigenen Eltern das Messer in den Bauch oder hauen ihnen die Axt über den Schädel, wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Hatten wir doch gerade alles erst hier in Rathenow.

  14. britta

    Ja, aber da waren die Eltern wohl zu autoritär. Wer weiss schon, was da das richtige Maß ist. Ich glaube, keiner macht wohl mit Absicht was falsch in der Erziehung.

  15. Kaddi

    Aber das ist doch Schwarzmalerei, Helga. Und da werden auch viel zu viele Dinge in einen Topf geschmissen. Es gibt Grauzonen und Dinge im Leben, die besonders in der heutigen Zeit einen Lebensweg sehr krümmen können. Den Eltern jetzt vorzuwerfen, dass sie sich nicht kümmern würden, wäre doch etwas zu einfach.

    Ich weiß z.B. dass viele Eltern es einfach auch anders machen wollen als sie ihre eigene Jugend erlebt haben. Auch denkt man oft, man wäre zu streng. Da gegen anzuschwimmen und z.B. nicht dem Kind mit 10 Jahren ein Handy schenken oder nur bis 20.00 Uhr rauszulassen, erfordert viel Kraft. Entweder ist man von der Arbeit fertig oder man hat keine und bereits jegliche Motivation verloren.

    Was den letzten furchtbaren Mord in RN angeht, braucht man kein Psychologe zu sein, um festzustellen, dass dieses Kind zuviele Grenzen und Überbehütung hatte. Also aus ganz anderer Motivation handelte, als Du (Helga) hier annimmst. Ich mein das nicht böse, aber ich finde Allgemeinplätze hier nicht angebracht.

    Deutschland kommt mir manchmal vor wie ein riesiger Spiesserhaufen, hauptsache meine Grünfläche ist gepflegt, da wird Arbeit noch und nöcher reingesteckt statt bei den Menschen mehr hinzuhören. Ist nur ein Beispiel. Aber immerhin sind wir hier im Gespräch. Ich möchte damit nicht ausschließen, dass es durchaus Eltern gibt, die den Kindern keine großartigen Grenzen setzen. Auch ich will mich da nicht ausnehmen. LG Kaddi

  16. Rico

    also so traurig das thema auch ist muss ich mal sagen das ihr ein wenig überreagiert! ich bin selbst in rn-city groß geworden und wohne jetzt in der nähe von stuttgart. wenn ihr nur ansatzweise wüsstest wies hier abgeht dann würdet ihr mit stolz feststellen welche erziehung die rn-jugend geniesst… klar ändern sich die zeiten und man könnte denken das es immer schlimmer wird aber mal realistisch betrachtet gibs hier unten sowas wie erziehung überhaupt nicht. ohne rassistisch klingen zu wollen muss man sich hier als deutscher(kartoffel) schon von 8-10 jährigen erzählen lassen was sie doch mit deiner mutter machen wollen usw… sowas gibts in unserer schönen stadt nicht! und zum thema sprüherei muss ich mich auch mal auslassen… ich war selber mit der first generation of rn-city sprühern befreundet und kann daher sagen das bei uns noch sowas wie ein kodex exestierte… tags sind scheiße und verunschönern das stadtbild, keine frage aber richtig schöne „bilder“ wie damals die ysw vertreter in unsere stadt gebracht haben sollte man doch unterstützen und nicht verurteilen… nur grau zu sehen ist doch kacke, mal ehrlich! war schon ne weile nicht mehr in rn aber die mozatbilder oder spok usw waren doch was feines zumal NIE privathäuser beschmutzt wurden! themawechsel… ich denke eher man sollte dem staat die schuld geben anstatt den eltern da man nicht sprühen geht weil man keine erziehung genossen hat sondern weil jeder mensch ein gewisses maß von anerkennung brauch! LIEBER GEGENSTÄNDE VERGEWALTIGEN UND SCHÄNDEN als das man die alte gewaltszene wieder aufleben lässt… denkt mal an die fascho gegen punkerhaus(ex jugendclub)zeiten!!! wenn der staat keine möglichkeiten bietet sich zu profilieren dann sucht man sich sachen… ps bin knapp 30 und es könnten meine kinder sein also denkt nicht das mir das micht zu herzen geht!

  17. evi

    einige Monate ist „es“ nun her. Ich bin froh, dass ich erst heute diese Kommentare lese.
    Habt ihr selber Kinder??? Habt ihr die Jungs wirklich gekannt? Könnt ihr euch vorstellen, wie eure Zeilen auf die Hinterbliebenen wirken und auch auf alle anderen Jugendlichen?
    Es vergeht keine Woche, in der ich nicht an die Jungs denke, da ich einen der Jungs kannte und auch Kinder habe.
    Ich möchte keine Antwort von euch erhalten.Gebt sie euch selbst. Vielleicht denkt ihr noch einmal selbstkritisch darüber nach. Das würde mich freuen!
    Zu den Kommentaren möchte ich mich im Einzelnen nicht äußern, da ich mein gutes Benehmen vergessen würde!
    Ich werde diese Seite wohl auch nicht noch einmal besuchen.

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