Immer noch Kontroversen zu den BUGA-Tickets

Ein normales BUGA-Ticket kostet zwanzig Euro. Mit diesem kann man jeden der fünf Standorte an beliebigen Tagen einmal besuchen. Soweit so gut. Nun gibt es aber Leute, die nicht mehr reisen können (zu alt zum Fahren, Fahrpreis zusätzlich zur Eintrittskarte zu teuer) oder denen ein Standort ausreicht. Sie würden gern mit dieser einen Eintrittskarte lieber fünfmal den selben BUGA-Ort besuchen wollen. Das ist bis heute nicht möglich. Nun hatte ein Rathenower die Idee, eine Tauschbörse für Tickets einzurichten. Da ja außer den Dauerkartenbesitzern niemand seine Personalien hinterlassen muss, sollte es egal sein, ob Frau Hinz mit der Karte in Rathenow und Frau Kunz damit in Brandenburg/Havel die Gartenschau besucht. Der „Erfinder“ hat keinerlei finanzielle Interessen an dieser Aktion, sondern stellt lediglich die Internetplattform dafür zur Verfügung. Sofort hat die BUGA-Geschäftsführung mit Klage gedroht.
Ein anderes Beispiel: Eine Eintrittskarte für Schüler kostet zwei Euro. Wir haben ein Patenkind in einem Kinderheim. Mit diesem Kind haben wir schon viermal die BUGA in Rathenow besucht und jedesmal Eintritt bezahlt. Bis zum Ende der Saison werden da noch etliche Karten zusammenkommen. Eine kinderreiche Familie aus Premnitz, Havelberg oder Brandenburg würde vielleicht gern an ihrem Heimatort mit allen Sprösslingen mal einen Ausflug machen wollen. Solche Familie kann man doch aber nur übers Internet finden.
Warum ist es einfach nicht möglich, den Wünschen der BUGA-Besucher nachzukommen? Fällt da jemandem ein Zacken aus der Krone, wenn man den Gästen, auf die man ja schließlich angewiesen ist, entgegenkommt? Bevor die Leute ganz auf den Kauf verzichten oder eine Karte verfällt, wäre das mit dem Tausch doch wohl eine gute Alternative.