Rathenow – Stadt der Gegensätze

Rathenow ist eine Stadt der Gegensätze. Krasser kann man sie kaum irgendwo finden. Auf der einen Seite bemühen sich private Investoren und Wohnungsverwaltungen um die Sanierung von Gebäuden. Da wird modernisiert oder neu gebaut.
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Auf der anderen Seite gammeln seit Jahrzehnten Wohnhäuser und ehemalige Betriebsgebäude vor sich hin.

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Es gibt kaum eine ebene Fläche, die nicht mit Farbe beschmiert ist. Schallschutzwände zeigen jedem Vorbeifahrenden, wie fleißig die Schmierfinken meist im Schutze der Dunkelheit sind. Hauswände, Verkehrszeichen, Brücken weisen Krakeleien auf.

Außerdem lässt die Stadtverwaltung alljährlich große Mengen an Splitt ausstreuen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es glatt ist oder nicht. Allen Protesten zum Trotz bleibt dieser Dreck, vermengt mit Scherben, Zigarettenkippen und Kronkorken monatelang auf Gehwegen, Brücken und Plätzen liegen.

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Unsere Familie ist großflächig über ganz Deutschland verteilt. Durch Besuche können wir uns ein Urteil erlauben: Solch eine schmutzige Stadt wie Rathenow haben wir noch nirgends in Deutschland gesehen. Und so wollen wir in einem Jahr die Gäste zur Bundesgartenschau empfangen? Allmählich sollte man sich darüber im Rathaus mal Gedanken machen.