Mal wieder ein Rathenower Eigentor

Wir sind es ja eigentlich gewöhnt, dass in der Stadtverwaltung oder auch im Landratsamt Entscheidungen gefällt werden, die ein Normalbürger kaum nachvollziehen kann. Da wird Geld, das man angeblich nicht hat, sinnlos verbraten (zwei Tunnel im Abstand von wenigen hundert Metern unter der Bahnlinie, die völlig vermurkste Anbindung an die Ortsumfahrung, Rekonstruktion und Teilabriss der Turmspitzen des Bismarckturmes……..). Das nächste Eigentor ist nun die Friedensbrücke. Hieß es bis vor kurzem noch, dass die Friedensbrücke durch eine neue ersetzt werden soll, wird jetzt bekannt, dass es weiter bei Flickschusterei bleiben soll, wie hier auf einem Archivfoto zu sehen.

Hintergrund ist vermutlich die Tatsache, dass nun keine Bundesstraße mehr über die Brücke führt. Die B 188 wird ja um Rathenow herumgeleitet. Unsere Nachbarstädte in Sachsen-Anhalt haben inzwischen alle neue Brücken. Ob man sich Genthin, Tangermünde oder Havelberg ansieht, überall rollen die Fahrzeuge über sichere Bauwerke. Sachsen-Anhalt steht nicht nur früher auf, sondern nutzt auch seine Chancen. Rathenow dagegen verschläft sämtliche gute Gelegenheiten und verzettelt sich dafür in aussichtslosen, aber teuren Prozessen.

6 Gedanken zu „Mal wieder ein Rathenower Eigentor

  1. TheRockOne

    Mensch diese olle Brücke gibt es immer noch?
    Wie lange ich schon nicht mehr in Rathenow lebe.
    Sieht ja immer noch so verrostet und sche… wie früher.
    Typisch Rathenow keine neue Brücke bauen aber die komplette Innenstadt umgestalten. Ich frage mich immer wie man den Seeger noch ertragen kann, der ist viel zu lange schon an der Macht. Ihr lieben Rathenower schießt diese Nulpe endlich mal ab da oben. Der macht doch was er will.

  2. Sebastian

    Eigentlich, so empfinde ich zumindest, gehört die alte Friedensbrücke zum Stadtbild dazu. Mir persönlich wäre diese Brücke vernünftig saniert lieber als eine neue Brücke. Das allerdings schließt die genannte Flickschusterei aus, damit das dafür benötigte Geld auch sinnvoll inverstiert ist…

  3. Helga Artikelautor

    Aber ob sich die Sanierung als kostengünstiger erweisen wird, kann man sich kaum vorstellen. Das gute Stück hat fast sechzig Jahre auf dem Buckel. Es wurde anfangs für Fußgänger, Radfahrer, Pferdefuhrwerke und einige, wenige Autos gebaut.
    Inzwischen ist so manches schwere Fahrzeug darübergedonnert, auch Panzer und Armeekolonnen. Ob die Schäden mit einer Sanierung behoben werden können?

  4. tomtom

    Die Stadt pennt doch auch sonst tief und fest. Waren für den Gehweg nach Göttlin noch Fördermittel des Landkreises und/oder der EU vorgesehen, sind die verfallen. Grund hierfür (gerüchteweise): Die Strassen wurden kurz zuvor vom Landkreis an die Stadt abgetreten. Damit waren die Ansprüche auf Födermittel flöten. Darum dürfen die Anwohner nun die Stadt per „Order Mufti“ fördern und die Baukosten fast alleine tragen. So macht man Politik.

  5. osnar

    Ich bin auch der Meinung, das die Brücke erhalten bleiben sollte. Sie ist eines der wenigen Wahrzeichen die die Stadt noch hat. Ich wohne seit 20 Jahren nicht mehr in Rathenow, komme nur selten mal vorbei aber das was im Stadtkern passiert ist, spottet jeder beschreibung. Die Stadt ist nicht mehr wiederzuerkennen. Man hätte den Stadtkern renovieren können ihm aber gleich den garaus zu machen, das war unnötig.

  6. Rudi

    Lasst die Brücke stehen. Eine Sanierung tut es auch, ist doch schliesslich immer eine Kostenfrage.
    Solche Wahrzeichen sollten erhalten bleiben.
    Die Tangermünder haben auch um ihre Elbebrücke gekämpft. Letztendlich war aber das alles schon abgesegnet, und weg war die Brücke. Vor 40 Jahren bin ich oben auf der Brücke rüber gelaufen, würde ich heute nicht wieder machen.

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