Jahresausklang im Havelland

In Rathenow und der näheren Umgebung haben sich die „Silvesterbräuche“ in den zurückliegenden Jahren immer mal wieder geändert. Anfang bis Mitte der 1960er Jahre waren die Jugendlichen auch keine Unschuldslämmer. Allerdings hielten sich die Folgen ihrer Scherze in Grenzen. So war es besonders in Rathenow-West üblich, dass nicht verschlossene Hoftore ausgehoben wurden. Ihre Besitzer fanden sie dann am Neujahrsmorgen ein paar Straßen entfernt auf einem anderen Grundstück wieder.
Etwa Anfang der 1980er bis in die 90er Jahre lieferten sich Jugendliche auf der Ampelkreuzung (also der Hauptkreuzung der Stadt, wo die B 188 und B 102 aufeinandertreffen) regelrechte Straßenschlachten. Diese gingen dann nicht immer ganz ohne Verletzungen aus. Und das Gelände sah meist noch am zweiten Januar wüst aus. Das hat in den letzten Jahren zum Glück wieder nachgelassen. Allerdings gibt es auch nach jedem Disko-Wochenende zahlreiche Sachbeschädigungen im Stadtzentrum und es ist riskant, am nächsten Morgen mit dem Fahrrad die „Haupteinflugschneise“ der Jugendlichen mit dem Fahrrad zu benutzen.