Was wird aus der BUGA 2015?

Eine Delegation aus dem Havelland, Ausrichter der nächsten BUGA, war kürzlich in Koblenz, um sich dort ein wenig umzuschauen. Hoffentlich haben sie auch festgestellt, dass in Koblenz Beachtliches geleistet wurde. Das Motto der BUGA, die noch bis zum 16. Oktober geöffnet ist, lautet: „Koblenz verwandelt“. Und das ist den Koblenzern wirklich gelungen. Überall in der Stadt sind neue Blumenrabatten und Grünflächen geschaffen worden. Vor dem Schloss war einst ein trister Parkplatz. Heute ist dort ein unterirdisches Parkhaus, und das Schloss ist von sehr schönen Anlagen umrahmt.

Auch die Rheinpromenade wurde durch zahlreiche neue Rabatten aufgewertet.
Das tollste ist jedoch die Seilbahn, die zur Festung Ehrenbreitstein führt.

Aus der Seilbahnkabine hat man einen herrlichen Blick auf den Rhein und das Deutsche Eck.

Fast der gleiche Blickwinkel noch mal vom Festungsplateau aus.

Auf dem Gelände der Festung erstrecken sich ausgedehnte Anlagen. Zwei Hallen werden im Wechsel von den einzelnen Bundesländern gestaltet.

Und wie sieht es bei uns aus?
Da werden die Menschen mal wieder überhaupt nicht „mitgenommen“. Schon vor der LAGA 2006 war beklagt worden, dass es vorher kaum Informationen gab. Fast genauso ist es nun wieder. Sogar das Motto: „Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Havel“ mit dem die Bewerbung eingereicht worden war, soll durch einen nichtssagenden Spruch: „Fünf sind eins. Deins.“ ersetzt werden. Dümmer geht es nun wirklich nicht mehr. Darunter kann sich kein Mensch was vorstellen. Das blaue Band der Havel kann jeder auf der Landkarte finden und die beiden dazugehörigen Dome ebenfalls. Kein Auswärtiger weiß aber, dass fünf Orte gemeinsam die BUGA ausrichten wollen. Und was soll „Deins“ dahinter? Völlig sinnlos. Auch sollen die Havelbiber nicht mehr als Maskottchen dienen. Solch schöne Repräsentanten hatte bisher kaum eine BUGA oder LAGA zu bieten. Das Geld, dass für diese Ergüsse der BUGA-Vorbereiter ausgegeben wurde, hätte man sich sparen können. Und dann noch die geplante pompöse Brücke über die Havel zum Weinberg, die von den wenigsten genutzt werden wird, weil die BUGA viel zu weitläufig angelegt ist und kaum jemand mehrere Orte an einem Tag anschauen kann.
Es sind noch viele Fragen offen.
Liebe BUGA-Organisatoren, wenn ihr Unterstützung durch die Bevölkerung wollt, dann gebt Informationen heraus, diskutiert mit den Leuten und korrigiert eventuell sinnlose Entscheidungen. Ansonsten riskiert ihr, dass die nächste BUGA ins Wasser, also in die Havel, fällt.

7 Gedanken zu „Was wird aus der BUGA 2015?

  1. tomtom

    Solche Aktionen dienen wie immer nur in zweiter Linie dem Bürger. In erster Linie machen sich Politiker einen Namen.
    Zur allgemeinen Beruhigung: Das ist überall so. Wir haben eben demokratisch gewählte Monarchen.

  2. Lotte

    Um die Bevölkerung einzubeziehen ist es schon fast zu spät. Die Fördermittel werden für die Brücke verbrannt – riesige Steuerverschwendung. Für Parkplätze, Wohnmobilstellplätze und nachhaltige Attraktionen wird kein Geld mehr übrig bleiben. Nach der Buga wird’s kaum besser. Es wäre naiv, zu glauben, dass die Stadt neben ihren jetzigen Anlagen auch noch ein Brückenbauwerk im Ausmaß des Pariser Eiffelturm unterhalten kann. An dem weltberühmten Bauwerk arbeiten alleine 25 Maler 1 1/2 Jahre, um den Anstrich zu erneuern! Nach 7 Jahren geht’s von vorne los! Aber wer die Holzbrücke auf dem Weinberg kennt, weiß wie die Stadt mit Investitionen aus Steuergeldern umgeht!

  3. Helga Artikelautor

    Na gut, zumindest die Maler wird sich die Stadt ersparen können. Das übernehmen nachts andere. Man muss sich nur mal die Schallschutzwand an der Bahn ansehen.
    Vielleicht lässt sich die Brücke nach der BUGA als Skaterpiste oder im Winter als Rodelbahn nutzen. Dann hätten wir doch das, was andere nicht haben.

  4. Helga Artikelautor

    Das hat mit jammern nichts zu tun. Wir machen uns nur Gedanken, ob einzelne „Macher“ in der Lage sind, die veranschlagten Mittel optimal einzusetzen.

  5. schnuppe

    Erst jubeln – dann Gedanken machen.
    Vielleicht hätten sich die „Jubler“ vorab mehr Gedanken machen sollen wie, was und warum. Jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist wird es schwer es glimpflich herauzuholen.

  6. Helga Artikelautor

    Wie gut, dass du immer alles schon vorher gewusst hast und natürlich besser weißt.

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