Abgeordnete müssen über Schulschließung entscheiden

Am 13. September steht wieder mal eine Schulschließung auf dem Programm der Stadtverordnetenversammlung. So langsam gehen uns wohl die Kinder für 4 Grundschulstandorte aus. Zur Disposition stehen die Grundschule in Rathenow/West und die Scholl-Grundschule in der Stadtmitte. Die vernünftige Variante wäre die Schließung der West-GS. Die Kinder aus Süd und Nord kommen ja auch ins Zentrum, warum nicht die aus West? Überall wird das Zentrum gestärkt, konzentriert sich das soziale und kulturelle Leben in der Stadtmitte (Bibliothek, Schwimmhalle usw.). Auch aus finanzieller Sicht macht die Schließung der West-GS mehr Sinn. Dort müsste dreimal soviel Geld reingesteckt werden als in die Schollschule, um letztlich den Schulbetrieb für immer weniger Schüler weiter zu führen. In der Stadtmitte gäbe es dann nur noch die Jahn-GS, die jedes Jahr 3 erste Klassen einschulen müsste. Und in der Weinberg-Grundschule müssten bald 4 oder sogar 5 erste Klassen aufgenommen werden – ein hoher Preis für die Erhaltung der kleinen „Dorfschule“ in West. Das ist keine Gleichbehandlung! Hoffe nur, die Abgeordneten entscheiden mit Vernunft.

3 Gedanken zu „Abgeordnete müssen über Schulschließung entscheiden

  1. sputtnixx23

    Endlich mal eine vernünftige Meinung. Hauptsache die Abgeordneten schalten mal ihr Gehirn ein!!! Die Diskussion im Ausschuss kann man ja nicht mehr mit anhören. Entscheidet da überhaupt noch einer mit Sachverstand oder nur nach Bauch-Gefühl??? Der nächste Mittwoch wirds bringen.

  2. Helga

    Die Argumente sind doch sehr an den Haaren herbeigezogen.Gerade in Rathenow-West gibt es noch eine einigermaßen intakte Infrastruktur. Deshalb haben sich vor allem junge Familien mit Kindern für diesen Stadtteil entschieden. Und wer behauptet denn, dass die Schüler,die hier unterrichtet werden, direkt vor der Schule wohnen? Sie kommen doch immer schon aus Göttlin, Grütz und Steckelsdorf. Aber am besten wir machen ein Rathenow nur noch eine einzige Schule mit Klassen für mindestens 40 Schüler auf, dann könnten wir noch viel mehr sparen. Wer sich nicht wohl fühlt oder nicht mitkommt,der kann ja dann in die AWO-Lerwerkstatt oder ein anderes gefördertes Projekt gehen.

  3. Dirk

    Mir scheint unsere Politik ist nur darauf aus, die neue Generation zu Idioten verkommen zu lassen. Anstatt aus PISA zu lernen werden die Schulbedingungen weiter ganz zielstrebig verschlechtert. Das zeigt auch ein ähnlicher Fall in Ziesar. Da soll die Oberstufe geschlossen werden 🙁

    http://www.gettoweb.de/2007/08/02/was-kostet-unsere-zukunft/trackback/

    Und wenn Deutschland keine Fachkräfte mehr ausbilden kann holen wir sie einfach aus dem Ausland ?

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