Hin und her wegen der BUGA 2015

Vor über einem Jahr setzte sich die Havelregion bei der BUGA-Bewerbung gegen den einzigen noch verbliebenen Mitbewerber Karlsruhe durch. Kurz vor Weihnachten kam dann von der Landesregierung ein Querschläger. Das Ganze wurde mal wieder auf den Prüfstand gestellt. Aber wir lassen uns ja nicht entmutigen. Bis jetzt sind sich die Kommunen noch einig, die gemeinsam die Schau ausrichten wollen. Ein Problem stellt allerdings die Entfernung der fünf Hauptstandorte Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Rhinow und Havelberg dar. Selbst bei bester Kondition kann es eigentlich niemand schaffen, an einem Tag alle Orte aufzusuchen und dann auch noch das Gebotene zu genießen. Als im Jahr 2006 die Landesgartenschau in Rathenow war, hatten die vor allen älteren Besucher schon mit den beiden Ausstellungsflächen am Schwedendamm und auf dem Weinberg ein volles Programm. Auf dem Wasserwege ist die Entfernung nicht innerhalb eines Tages zu bewältigen, wenn noch genug Zeit für die Besichtigung bleiben soll. Das gleiche gilt für den Straßenverkehr. Nun wird von einigen gefordert, die stillgelegte Bahnstrecke nach Neustadt/ Dosse über Rhinow für Draisinen herzurichten. Auch diese Variante wird sich als nicht realisierbar entpuppen. Man muss beachten, dass in erster Linie ältere Besucher zu derartigen Gartenschauen kommen. Eine Möglichkeit wäre wirklich die Wiederbelebung der Bahnstrecke für den Zugverkehr. Diese Strecke war ja zum großen Teil hergerichtet worden vor der Stilllegung. Außerdem geht mir eine Variante durch den Sinn, über die noch gar nicht diskutiert wurde: Warum ist das Ticket nicht für drei aufeinanderfolgende Tage gültig, wenn jedesmal ein anderer Standort aufgesucht wird? Das würde für Übernachtungen im Havelland sorgen und die Gäste hätten wirklich Zeit, die Ausstellungsorte zu besichtigen.

5 Gedanken zu „Hin und her wegen der BUGA 2015

  1. schnuppe

    Ja, deine Idee ist wunderbar. So viele schöne Ideen und auch die Idee mit der Seilbahn wunderbar! Da kommt man richtig ins schwärmen bei so viel Kreativität. Kann ich verstehen, möchte dann auch alles von oben sehen- die Pracht….. aber der ganze BUGA-Schwachsinn muss endlich ein Ende haben. Habt ihr alle schon mal an die Kosten gedacht und wer das bezahlen darf? Warum zögert wohl die Landesregierung mit Ihrer Zusage?
    Die BUGA 2015 ist ein Fass ohne Boden! Wer kam bloß auf diese Idee mit den vielen Standorte? Bürgermeister und Bedienstete Rathenow, Premnitz und Brandenburg klatschten und einige jubelten. Abgerechnet wird zum Schluss!

  2. Helga Artikelautor

    Sei nicht so pessimistisch. Bei der Laga hatten auch viele nicht an einen Erfolg geglaubt. Wenn nie einer was gewagt und Ideen verwirklicht hätte, würden wir heute noch auf Steinzeitniveau hausen. Guck dich einfach mal in Premnitz um, wie sich die Stadt in den letzten paar Jahren rausgeputzt hat. Da hat Rathenow noch was aufzuholen.

  3. schnuppe

    @Helga

    Die LAGA war auch vom finanziellen her „überschaubarer“. Ein Standort! Ob das aber finanziell tragbar bleibt-bezweifle ich. Schau dir Magdeburg an, wo die BUGA damals stattfand. Da ist was nachhaltig an einem Standort realisiert worden.
    Die BUGA 2015 mit den weit auseinandergezogenen Standorten ist ein Luftschloss, genauso wie der neue Potsdamer Landtag. Es ist schon dreist von den Stadtoberen mit Gelder zu planen, die noch nicht zur Verfügung stehen. Wenn ich mir überlege, wie teuer alleine die Kosten für das Planungsbüro waren. Alles Gelder, die wieder auf Pump ausgegeben werden. Was ist das für eine Ausgabe-Mentalität? Man sollte denken, die Prognosen für die Zukunft geben Anlass zu Sparsamkeit, als dass man noch so planen könnte. Bescheidenheit würde jeden gut tun. Aber solange es nicht ans Eingemachte geht, lässt sich solch Ausgabe-Mentalität nicht stoppen. Ich kann nur sagen: Noch nichts dazu gelernt!

  4. Helga Artikelautor

    Mit den Kosten muss ich dir zustimmen. Da hat Rathenow öfter schon sinnlos das Geld verjubelt. Mir fallen da spontan zwei Tunnel unter der ICE-Strecke ein, wo einer völlig ausgereicht hätte. Oder die seltsame Streckenführung und noch immer nicht erfolgte Fertigstellung der Ortsumfahrung. Oder die Miete für das Rathaus, wo die Stadt selbst über geeignete Immobilien verfügt. Oder die Jederitzer Brücke, oder… Andererseits geht man doch immer wieder davon aus, dass solche Projekte (BUGA)auch ein paar Arbeitsplätze für Rathenow bringen und die haben wir trotz aller schöngefärbter Statistik aus der Arbeitsagentur dringend nötig.

  5. tudo bem?

    Gemach, gemach Leute. Nicht alles kaputt reden. Das hin und her mit der Landesregierung ist ärgerlich und kontraproduktiv. Das ist wahr. Doch das ist nun mal so mit „Behördens“. Leider!
    Dennoch, auch wenn uns die Spielregeln manchmal nicht passen, wir sollten uns die Freude an der BUGA-Teilnahme nicht selbst zerreden.

    Es wird weitere Probleme geben und diese werden gelöst werden, wie überall und ständig im Leben. Davon bin ich überzeugt. Doch wird die Lösung vielleicht auch anders aussehen, als wir uns das im ersten Augenblick möglicherweise wünschen. Dann sollten wir diese Lösung trotzdem annehmen und das Beste daraus machen.

    Ich freue mich jedenfalls auf die BUGA und auf die Möglichkeiten die sich mit deren Vorbereitungen für die Region ergeben. So werden die nächsten Jahre, genau wie zur LAGA, viele Veränderungen für die Region bringen.

    Daraus möglichst viel Positives für unsere Menschen zu machen, das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Dazu müssen wir uns aber auch SELBST in den BUGA-Prozeß einbringen. Jeder hat da seine Möglichkeiten. Man muss nur ein wenig bei sich suchen.

Kommentare sind geschlossen.