Totensonntag

Am Sonntag vor dem ersten Advent wird bei uns der Toten gedacht. In Rathenow kann man auf dem Friedhof auf dem Weinberg viele interessante Grabstellen entdecken. Familiengräber wurde früher oft mit kunstvoll geschmiedeten Zäunen umgeben.

Zahlreiche alte Grabstellen sind besonders schön gestaltet.

Sogar auf dem nicht mehr für Bestattungen genutzten Teil des Weinbergs kann man noch alte Grabsteine finden.

2 Gedanken zu „Totensonntag

  1. Thomas

    Ein Friedhof ist ein Ort, an dem Stille und Gedenken präsent sind. Er regt vor allem auch zum Nachdenken an.

    Im Schnitt zweimal im Jahr besuche ich den historischen Friedhof in Rathenow. Das ist fast schon zur Tradition geworden. Heute noch findet man in der nach Westen hin abschüssigen Lage beinahe 130 Jahre alte Grabsteine mit gravierten Glasplatten, umgefallen zerborsten und mit Efeu oder Moos von der Natur überdeckt. Auf dem Friedhof selbst viele Grabsteine mit Namen oft so gar weltbekannter Rathenower, z.B. aus der Optik-Branche (Duncker, Busch, Nitsche), der Druckerei-Branche (Max Babenzien), Dichter, Heimatforscher, und Offiziere der Zietenhusaren. Desweiteren viele Namen und Daten, die uns an Kriege und deren Folgen erinnern und Mahnen. Junge Männer, gefallen als Soldaten an Fronten weit außerhalb des eigenen Landes, Zivilpersonen, zugrunde gegangen am folgenden Hunger, Krankheit oder Gram.

    Interessant ist auch das Leben auf einem Friedhof. Fast im Verborgenen leben viele kleine Säugetiere und Vogelarten in den Nischen und Hecken, auf den hohen Bäumen und zwischen dem Unterwuchs.

  2. Sebastian

    Der Friedhof bietet wirklich immer wieder neue interessante Ecken. Ich gehe dort gerne immer mal wieder spazieren, oft auch mit Fotoapparat, um die unterschiedlichsten Eindrücke festzuhalten.

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