DSL für alle (?????)

Vor zwei Jahren zog ich als DSL-Verwöhnter von Berlin nach Rathenow – welch herbe Pleite: Mein Stammunternehmen, das mit dem großen „V“, bietet in Rathenow-West kein DSL.

Flugs zum Unternehmen mit dem großen „T“, die hätten DSL; zwar nur 1,5 MBit aber besser als nichts.

Dann begann die DSL-Misere seinen Lauf zu nehmen. Durch den Wohnortwechsel wurde bei „V“ ein neuer Vertrag fällig (ganz schön clever) und den kann man erst in zwei Jahren kündigen. Macht nichts, dachte ich mir, ist eben so. Trotzdem lief die Kündigung durch „T“ weiter und der Wechsel wäre jetzt fällig gewesen.“V“ hat die Kündigung übrigens schriftlich bestätigt.

Zum Jahreswechsel lief die große DSL-Initiative in Rathenow-West. Jeder bekam DSL bis 16 MBit, wenn er wollte; nur ich nicht, denn mein Vertrag bei „V“ war noch immer nicht zu Ende.

Aber jetzt, jetzt sollte es soweit sein.

Denkste. Kein DSL-Modem, kein Begrüßungsschreiben, kein Hinweis, dass beim Umschalten auf den neuen („T“) Anbieter ein paar Stunden das Telefon nicht funktioniert.

Also hin zu Poldi und fragen was da los ist.

Poldi rief bei der „T“ an – und ich habe dort keinen Vertrag und bin denen unbekannt. Ja aber, ich habe doch die Unterlagen von „T“, dass ich wechseln will? Bei Poldi Kopfkratzen und Ratlosigkeit.

Also über den Damm zu Poldi-„V“. Die junge Dame am Tresen war so nett und rief bei „V“ an. Ja, Sie haben bei „V“ einen Vertrag. Wieso das denn, den habe ich doch gekündigt (lege das Schreiben auf den Tresen). Aber irgendwas ist da was schiefgelaufen.

Wieder zu Poldi-„T“. Kopfkratzen und Ratlosigkeit. Rufen Sie doch mal bei „V“ an warum die Kündigung zurückgenommen wurde, war der Vorschlag.

Also nach Hause und zwanzig Minuten Musik hören. Dann war ich dran bei „V“.

Tja, „T“ hat zwar gekündigt – in meinem Auftrag –  aber die Kündigung widerrufen. Leider hat „T“ mir davon nie was erzählt.

So sitze ich jetzt hier, mit einem um einen Jahr verlängerten Vertrag bei „V“, von dem ich nichts wußte, habe kein DSL nur ein sehr schlechtes UMTS und darf dank der Ignoranz zweier Großunternehmen eine Strafrunde drehen.

Danke für den Slogan „DSL für alle“.

 

2 Gedanken zu „DSL für alle (?????)

  1. Helga

    Ich glaube, dass die zahlreichen Anbieter untereinander Absprachen führen, um die Kunden zu verunsichern. Wenn sie sie schon nicht halten können, sollen sie wenigstens für den Wechsel „büßen“. Es ist uns ja vor zwei Jahren ähnlich ergangen. http://rathenow-blog.de/13.12.2009/anbieterwechsel-innerhalb-eines-werktages Und aus dem Bekanntenkreis sind mir ähnliche Fälle bekannt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass bei sorgfältiger Bearbeitung Kündigungen oder Anträge verloren gehen können.

  2. Sebastian

    Zum Glück gibt es Anbieter mit einmonatiger Kündigungsfrist. Diese kosten meist nicht viel mehr als die zweijährigen. Es gibt dann zwar keinen Router kostenlos dazu, aber was soll’s. Ich habe ja schon einen.

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