Radtour durch das Havelland

Am Herrentag waren viele Leute unterwegs, die meisten wohl mit Fahrrädern. Bei unseren gut ausgebauten Radwegen dürfte das auch kein Problem mehr sein. Wir hatten befürchtet, dass einige der mitgeführten Getränkeflaschen zu Bruch gegangen wären und wollten uns keinen Platten fahren. Deshalb haben wir erst heute wieder eine längere Radtour unternommen. Dieses Mal berührte unsere Strecke die offizielle Strecke des Drei-Seen-Laufs. Allerdings fuhren wir in der entgegengesetzten Richtung. Mit der Anfahrt von Steckelsdorf über Rathenow, Stechow, Ferchesar nach Lochow und weiter nach Witzke, Wassersuppe, Hohennauen und zurück über Rathenow nach Steckelsdorf kamen locker 46 km zusammen. Die Radwege waren sehr sauber. Keine Ahnung, ob inzwischen die Scherben vom Himmelfahrtstag beseitigt worden sind oder ob die „Herren“ wirklich sorgsamer mit ihren Getränkeflaschen umgehen. Für Leute, die Ruhe in der Natur suchen, ist diese Route sehr zu empfehlen. Der erste Teil der Strecke führt durch Wald. Am Ortseingang von Ferchesar entdeckten wir auf einer Koppel drei Stuten mit ihren Fohlen.
cimg2403.JPG
Der Wald zwischen Ferchesar und Lochow vermittelt noch immer ein Bild des urtümlichen, wie es sowohl von Ilse Gräfin von Bredow in ihren Erzählungen beschrieben wurde als auch von Friedrich de la Motte la Fouque in seiner „Undine“. Gleich hinter Lochow verändert sich dann schlagartig die Landschaft: Kurz vor dem Ort düsterer Wald, sogar Gefälle und hinter dem Dorf weite Wiesen, zum Teil Trockenrasen. Überall findet auch der Ortsunkundige Wegweiser und Entfernungsangaben.
cimg2416.JPG