Frau Harke zum Ehrenamt

Kürzlich war in der MAZ ein Bericht zu lesen, dass eine Frau Kasner in der Volkshochschule in Prenzlau Fremdsprachenunterricht erteilt. So weit ja noch nichts Besonderes. Das erfährt der Leser erst später. Diese Frau Kasner ist über achtzig Jahre alt und Mutter unserer Kanzlerin. Es mache ihr ja solche Freude, noch unterrichten zu dürfen. Was meint diese Frau wohl, wie sich ein Lehrer mit verminderter Stundenzahl, eine Absolventin ohne Anstellung oder ein Lehrer, der aus irgendeinem Grunde sich mal zu einer anderen Aufgabe hat überreden lassen und dann nicht wieder in den Schuldienst kam, über solch eine Beschäftigung freuen würde. Oder hat es unsere verehrte Frau Kanzlerin nicht geschafft, ihrer eigenen Mutter eine ausreichende Altersrente zu sichern? Vielleicht sollten wir ein Spendenkonto einrichten oder in der Arbeitsagentur eine Sammelbüchse aufstellen. Passt bloß auf, dass euch nicht noch der letzte Euro aus der Tasche gezogen wird!