„Stille Pauline“

Rathenow besaß mal eine kreiseigene Kleinbahn, die „Sille Pauline“. Sie wurde von 1898 bis 1900 gebaut und 1901 in Betrieb genommen. 1945 wurde sie als Reparationsleistung demontiert und in die Sowjetunion geliefert. Lange habe ich nach dem „Paulinenlied“ gesucht. Am vergangenen Wochenende war es in der MAZ abgedruckt. Die 90-jährige Frau Erika Piesche aus Bamme hatte es eingesandt. So will ich es hier festhalten:
1. Auf die rasende Pauline stimme ich mit froher Miene dieses schöne Lied jetzt an, das man leicht behalten kann.
Refrain: Holla, holla, holla, ho, holla, holla, holla, ho, diese schöne Lied jetzt an, das man leicht behalten kann.
2. Ohne Reichsbahn und Benzin kommt man nicht mehr nach Berlin, helfe, wer denn helfen kann, die Pauline hat`s getan.
3. Sonnabend morgen geht es los, Urlaub wieder mal ganz groß und die Landser rufen froh: Nun leb wohl mein Rathenow.
4. Rin in die Paulinenschlange, denn sie wartet nicht mehr lange, vorn die Milch und hinten wir, vorwärts, heimwärts, ab dafür.
5. Erst kommt Stechow, früh am Tage und Ferchesar ohne Frage, Kotzen, Haage, dampft sie dann in Senzke an, Junge, da ist alles dran.
6. Die Pauline muss rangieren, Wasser saufen, Lager schmieren, warten auf den Gegenzug, Mensch, da haste Zeit genug.
7. Und der Landser geht inzwischen zum Budiker einen zischen. Dort stehn schon die Flaschen kalt für den langen Aufenthalt.
8. Brennt die Sonne heiß am Himmel, ruckt Pauline mit Gebimmel plötzlich an im vierten Gang. Alles fliegt im Wagen lang.
9. Kriele, Retzow, Selbelang, immer mang die Wiesen mang, Ribbeck, Berge und sodann langen wir in Nauen an.
10. Müde und mit steifen Knochen kommen wir herausgekrochen, keiner macht sich etwas draus, denn jetzt sind wir bald zu Haus.
11. Alles stimme mit mir ein: „Hoch soll sie gepriesen sein!“ Und wir rufen dreimal noch: „Die Pauline lebe hoch!“
Mehr zur Kleinbahn erfahren Sie hier.
Ein Foto und noch mehr Wissenswertes gibt es zu entdecken.

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