Bildungsgipfel

Drei Stunden wurde heute über Bildung palavert. Es wurde das durchgekaut, was spätestens seit PISA allgemein bekannt sein dürfte. Und wie immer wird sich natürlich demnächst keine wirkliche Bildungsoffensive anbahnen. Es scheitert mal wieder an den Moneten. Bloß gut, dass zur Rettung der Banken schnell und unkompliziert ein paar Milliarden locker gemacht werden konnten. Was bedeutet dagegen schon ein Volk, das auf dem besten Wege ist, einen hinteren Platz im weltweiten Vergleich zu behalten? Dumme lassen sich doch viel besser regieren.
Und wenn tatsächlich ein paar Euro mehr für Bildung ausgegeben werden sollten, heißt es ja noch lange nicht, dass sie sinnvoll angelegt werden. Experten haben schon vor Jahren ein frühzeitiges Einwirken auf die Entwicklung von Kindern gefordert. Dazu gehören Frühförderung und auch Schulsozialarbeit. Und am letzten Punkt hapert es im Land Brandenburg ganz besonders. Sie wurde vor Jahren noch über ABM für mindestens ein Schuljahr von ein und derselben Person an einer bestimmten Schule geleistet. Heute bewilligt das ILZ (Integrations- und Leistungszentrum, also Hartz-IV-Behörde) nur noch Ein-Euro-Jobs für sechs Monate und längst nicht mehr für alle Schulen. Was soll wohl dabei noch für die Schüler herauskommen?