August-Bebel-Platz, oder wie er früher hieß

In Rathenow wird der August-Bebel-Platz eine, örtlich gesehen, zentrale Rolle spielen. Im Mittelpunkt des Platzes fand nun der Abtragejunge seine, nun hoffentlich, längerfristige Stätte.

Zu Kaisers Zeiten, und darüber hinaus, hieß dieser Ort Zietenplatz. Ein Denkmal schmückte bis in die Mitte der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch diesen Platz. Es war ein Erinnerungszeichen an den Regimentskommandeur der Zietenhusaren von 1875 bis 1888, Heinrich von Rosenberg. Bekannt war er als unkonventioneller und in diesem Zusammenhang bahnbrechender Reitlehrer. Unter seiner Führung wurde die deutsche Kavallerie, man kann sagen, reformiert. Über alle Grenzen hinweg war er bekannt und ein Meister seines Faches. Die Grundsteinlegung dieses Denkmales erfolgte, wie seinerzeit stets, unter großem Tamtam, unmittelbar vor dem Postamt.

Dieses Denkmal wurde, aufgrund seines Materials, zum Ende des dritten Reiches als kriegswichtiges Material angesehen, demontiert und eingeschmolzen. Rosenbergs Grabmal findet man noch auf dem historischen Friedhof Rathenows.

Es wäre interessant zu wissen, ob im Zuge der Tiefbauarbeiten der Grundstein gefunden wurde.

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