Zürich

Die Stadt Zürich hat etwa 350.000 Einwohner und eine über 2.000-jährige Geschichte. Sie liegt am Zürichsee und ist von Bergen umgeben. Durch die Stadt fließt der Fluss Limmat. In einem Prospekt habe ich vor ein paar Tagen gelesen, dass hier Menschen aus 160 Nationen friedlich nebeneinander leben. Man sieht schon auf dem Hauptbahnhof, übrigens einem Kopfbahnhof, Menschen unterschiedlichster Herkunft (Asiaten, Afrikaner, Europäer anderer Länder) und unterschiedlichen Glaubens. An den Anblick von Muslimen hat man sich schon in Berlin gewöhnt. In Zürich trifft man auf eine große Zahl von Juden. Sie fallen einem auf, wenn an einem heißen Sommertag Herren in schwarzen Mänteln und mit Zylinder mit ihren Familien spazieren gehen. Die Stadt hat viele schöne alte Gebäude. Augenblicklich wird an der Kanalisation gebuddelt, man trifft auf viele Baustellen. Der Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut und wird rege genutzt. Die Leute fahren mit der Tram (Straßenbahn) oder dem Trolley (Bus). Außerdem sieht man überall Velos (Fahrräder). Was uns ganz besonders aufgefallen ist, sind die vielen Kinder. Junge Paare mit drei oder vier Kindern sind hier keine Seltenheit. Und noch etwas ist uns ganz positiv ins Auge gestochen: Man sieht so gut wie keine Schmierereien. Die Stadt macht einen sehr sauberen Eindruck. Obwohl wir an der Limmat und auch am Zürichsee zahlreiche Leute mit einem Hund sahen, mussten wir nirgends befürchten, eine Tretmiene zu erwischen. In Abständen sind Mülleimer mit Beuteln aufgestellt und jeder Hundehalter entsorgt die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners. Rathenower Jugendliche sagten kürzlich bei einer Zeitungsumfrage, sie hielten sich für ordentlich. Dann sollten sie sich mal in Zürich umsehen! Dort liegt nirgends Verpackungsmüll umher oder werden leere Flaschen einfach weggeworfen. Bei uns nimmt die Zahl derer, die ihre leeren Gefäße einfach stehen lassen und weggehen, sich aber beim nächsten Mal über vermüllt vorgefundene Plätze aufregen, immer mehr zu.
Nun aber zu einigen Fotos:
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An der Limmat, darunter der Zürichsee.
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Im Stadtteil Witikon fließt in einer Senke der Elefantenbach. Die Hänge sind mit alten Buchen und Tannen bewachsen. Hier ist es auch an heißen Sommertagen angenehm kühl und schattig. Ob der Bach schon immer diesen Namen hatte oder ihn erst bekam, nachdem ein Steinmetz vor fast hundert Jahren den Elefanten dort reinstellte, weiß ich nicht.img_0125.JPG