Archiv für den Monat: Juni 2015

Minuspunkte beim BUGA-Besuch

Wir waren seit der Eröffnung oft auf dem Rathenower BUGA-Gelände. Dass es für eine Woche gesperrt werden musste, stößt zum größten Teil auf Verständnis. Die starken Schäden nach dem schweren Unwetter mussten behoben werden. Beim genauen Hinsehen bekommt jeder mit, wie schlimm das Unwetter gewütet hatte. Doch es fallen auch andere Schwachpunkte ins Auge, die eigentlich nicht sein müssten:
Warum ist die Rutsche auf dem Echsenspielplatz gesperrt? Sie sieht so aus, wie zu Beginn der BUGA und muss damals ja wohl vom TÜV abgenommen worden sein.
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Enttäuschte Kinder stehen hier am Absperrband.

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Was nützt der schönste Volleyballplatz, wenn es weit und breit keinen Ball gibt? Gäste von außerhalb wissen nichts von der Existenz eines solchen Spielfeldes und bringen deshalb nicht vorsorglich einen Ball mit. Wir haben heute mal einen zur BUGA mitgenommen. Spontan fanden sich zwei Mannschaften ein. Warum hat der Souvenierstand nicht ganz simple Gummibälle im Angebot? Die würden vermutlich eher Absatz finden als Schlüsselanhänger oder Badeentchen, sprich Badewelse.
Im April und Mai, als es kalt war, sprühten die Fontänen Wasser. Auch die Pumpen gaben das Nass her. Jetzt kommt kein Tropfen aus den Düsen.
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Was bleibt denn da noch von dem vielgelobten Echsenland? Ein wenig klettern, eine kleine Schaukel, die Schuhe voll Kies und kaum ein Plätzchen im Schatten. Das lockt doch niemanden mehr an.
Auch die Klettertürme auf dem Optikparkgelände, die sich seit der LAGA stets großer Beliebtheit erfreuten (hier noch auf einem Archivfoto), sind gesperrt.
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Grund soll ein Wespennest in einem der drei Türme sein. Naturschutz hin oder her. Die BUGA besteht nur ein paar Monate und da kann man nicht eine Attraktion nach der anderen sperren. Da braucht sich niemand zu wundern, dass die Besucherzahlen nicht den Erwartungen entsprechen. Solch ein Wespennest kann umgesiedelt werden.

Rathenow-Tag auf der BUGA

Gestern präsentierten sich Vereine und Verbände der Region auf dem gesamten BUGA-Gelände in Rathenow. Es gab Bastelstände für die Kleinen und Infobroschüren für die Großen. Dazwischen wuselte Clown Celly durch die Botanik und sorgte für Stimmung. Überall erklang Musik.

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Der gemischte Chor unter der Leitung von Heidi Dummer erfreute die Zuhörer mit Liedern aus seinem Repertoire (Hier noch beim Einsingen am Fuße der Weinbergbrücke).

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Havi und Flori, unsere Optikpark-Maskottchen, wurden gesichtet.

Trachtenguppen sorgten für Aufmerksamkeit.

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Kindertanzgruppe auf der weißen Bühne

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Sportler unterhalb des Bismarckturmes

Erlauschtes und Gesehenes auf der BUGA

Im Vorbeigehen bekommt man ja einiges mit, worüber sich die Leute gerade unterhalten.
Zwei ältere Damen schlendern durch die Anlagen: „Kein Wunder, dass es in Rathenow am schönsten ist. Die hatten vor zwei Jahren mal sowas ähnliches wie eine BUGA.“ „Nein, meine Damen, wir hatten vor neun Jahren eine LAGA. Aber es stimmt, in den acht Jahren danach ist der Optikpark vorbildlich gepflegt und erhalten worden.“
Zwei andere Besucherinnen versuchen aus der Ferne (wegen der Absperrung kommt man augenblicklich nicht näher heran) zu ergründen, warum ein paar Bäume mit einer Spiegelfolie versehen sind. „Sicher sind die auch noch gefährlich.“ „Das ist BUGA-Kunst. Ebenso die blauen Bänder in einigen Baumkronen.“
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Ein älteres Paar: „Wir hätten besser doch eine Führung buchen sollen.“ Das war vielleicht kein schlechter Gedanke.
Und das hier, ein rauchender Schornstein?

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Es ist der Skyliner mit einem gerade darüber ziehenden Wölkchen.

BUGA RN steht unter keinem guten Stern

Nach einem schweren Unwetter musste das BUGA-Gelände für eine ganze Woche geschlossen bleiben. Zahlreiche Bäume waren umgestürzt oder große Teile der Baumkronen herausgebrochen. Am Sonnabend konnten die Besucher endlich wieder das Gelände betreten. Und sie kamen zahlreich.

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Manche Wege konnten dennoch nicht betreten werden. Forstarbeiter und BUGA-Mitarbeiter hatten in einer Woche nicht alle Sturmschäden beseitigen können.

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Als dann am Nachmittag eine neue Unwetterwarnung herausgegeben wurde, wurde das BUGA-Gelände in Rathenow wieder geschlossen. Man will sich nun keinen neuen Vorwürfen aussetzen, die Sicherheit der Besucher nicht ausreichend beachtet zu haben.
Am Nachmittag gab es ein Konzert mit den Brandenburger Symphonikern auf der Hauptbühne im Mühlenhof.

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Während der Vorstellung zogen dunkle Wolken auf und viele Zuschauer erinnerten sich an die Ereignisse vor genau einer Woche. So verließen viele mit einem unguten Gefühl in der Pause das Gelände. Zum Glück war es dieses Mal aber nur ein kräftiger Regenguss.

Ab morgen wieder BUGA in Rathenow

Die Aufräumungs- und Reparaturarbeiten auf dem Rathenower BUGA-Areal sind beendet. Morgen wird es zuerst eine Gedenkminute geben für das Unwetteropfer auf dem Weinberggelände. Anschließend wird eine Wiedereröffnungsveranstaltung auf dem gesamten Optikparkgelände stattfinden.
Es werden Vertreter der anderen BUGA-Kommunen und zahlreiche prominente Gäste erwartet.

Tragisches Unglück auf der BUGA

Ein schweres Unwetter erreichte gestern Nachmittag das Havelland. Ein Konzert auf dem Mühleninnenhof musste abgebrochen werden, als ein Gewitter mit Sturm, Regen und Hagel über Rathenow hinwegzog. Auf dem Weinberggelände wurde ein 49-jähriger Havelländer von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen kam für ihn jede Hilfe zu spät.
Das Rathenower BUGA-Gelände bleibt voraussichtlich bis zum kommenden Wochenende geschlossen. Es müssen umgestürzte Bäume und herabhängende Äste beseitigt werden. Außerdem wurden zahlreiche Pavillons und Schilder beschädigt und Sitzgelegenheiten umhergeschleudert. Erst wenn alle Sicherheitsmaßnahmen beendet sind, kann in Rathenow das BUGA-Gelände wieder betreten werden.
Nur der Skyliner, der vor wenigen Tagen aufgestellt worden war, ist in Betrieb. Dieser kann für sechs Euro für einen Rundumblick genutzt werden auch ohne BUGA-Ticket. Besucher sollten also in der kommenden Woche die anderen vier BUGA-Standorte ansteuern.

Einfallslos

Es ist logisch, dass zu einer BUGA auch gastronomische Einrichtungen gehören. Das Versorgungszelt am Eingang Jahn-Sportplatz am Schwedendamm wird nach der Gartenschau sicher wieder abgebaut. Wenn aber die Gaststätte am Bismarckturm stehen bleiben soll, hätte man die wohl ein wenig mehr an die Umgebung anpassen können. Jeder Besucher schaut von der Plattform des Bismarckturmes direkt auf das Dach des Pavillons.

Gaststätte

Eine Bundesgartenschau will/soll Anregungen geben und Wissen vermitteln. Was hätte sich da mehr angeboten, als dieses Gebäude mit einer umweltfreundlichen Dachbegrünung auszustatten?

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Hier zum Beispiel zeigt ein Archivfoto ein begrüntes Vordach im Gewerbegebiet Grünauer Fenn.
Jeder hätte sich überlegen können beim Anblick dieses Pavillons, ob nicht Garage oder Carport zu Hause auch solch ein Dach vertragen würden. Warum hat sich darüber niemand Gedanken gemacht?

Bismarckturm ist zugänglich

Sieben Wochen nach Beginn der BUGA kann nun auch der Bismarckturm auf dem Weinberg betreten werden. Er war ein Magnet auf der Rathenower LAGA vor neun Jahren. Die BUGA-Geschäftsführung lehnte eine Öffnung des Turms für Besucher ab. Nach massiven Protesten der Bevölkerung wurde ein neues Gutachten eingeholt, nach welchem keine Gefährdung der Besucher erkennbar wäre. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst meldeten keine Bedenken an. So war das Hauptargument der BUGA-Geschäftsführung gegenstandslos. Und zum Glück für alle Besucher übernahm auch die Leitung des Optikparks sofort und unkompliziert die personelle Besetzung, weil BUGA-Geschäftsführer Skupsch als letztes Argument angeführt hatte, dass so schnell kein Personal zur Verfügung stehen würde. Optikpark-Mitarbeiter kontrollieren den Besucherstrom, da maximal 25 Personen sich auf dem Turm aufhalten dürfen und kassieren einen Euro. Die Besucherzahlen der ersten Woche sprechen für sich.
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Man hätte bei der Vorbereitung und Durchführung der BUGA in Rathenow zumindest viel mehr auf die Erfahrungen der LAGA- bzw. Optikparkgeschäftsführer und -mitarbeiter bauen sollen. Man muss ein gut funktionierendes Rad nicht noch mal neu erfinden wollen.

Immer noch Kontroversen zu den BUGA-Tickets

Ein normales BUGA-Ticket kostet zwanzig Euro. Mit diesem kann man jeden der fünf Standorte an beliebigen Tagen einmal besuchen. Soweit so gut. Nun gibt es aber Leute, die nicht mehr reisen können (zu alt zum Fahren, Fahrpreis zusätzlich zur Eintrittskarte zu teuer) oder denen ein Standort ausreicht. Sie würden gern mit dieser einen Eintrittskarte lieber fünfmal den selben BUGA-Ort besuchen wollen. Das ist bis heute nicht möglich. Nun hatte ein Rathenower die Idee, eine Tauschbörse für Tickets einzurichten. Da ja außer den Dauerkartenbesitzern niemand seine Personalien hinterlassen muss, sollte es egal sein, ob Frau Hinz mit der Karte in Rathenow und Frau Kunz damit in Brandenburg/Havel die Gartenschau besucht. Der „Erfinder“ hat keinerlei finanzielle Interessen an dieser Aktion, sondern stellt lediglich die Internetplattform dafür zur Verfügung. Sofort hat die BUGA-Geschäftsführung mit Klage gedroht.
Ein anderes Beispiel: Eine Eintrittskarte für Schüler kostet zwei Euro. Wir haben ein Patenkind in einem Kinderheim. Mit diesem Kind haben wir schon viermal die BUGA in Rathenow besucht und jedesmal Eintritt bezahlt. Bis zum Ende der Saison werden da noch etliche Karten zusammenkommen. Eine kinderreiche Familie aus Premnitz, Havelberg oder Brandenburg würde vielleicht gern an ihrem Heimatort mit allen Sprösslingen mal einen Ausflug machen wollen. Solche Familie kann man doch aber nur übers Internet finden.
Warum ist es einfach nicht möglich, den Wünschen der BUGA-Besucher nachzukommen? Fällt da jemandem ein Zacken aus der Krone, wenn man den Gästen, auf die man ja schließlich angewiesen ist, entgegenkommt? Bevor die Leute ganz auf den Kauf verzichten oder eine Karte verfällt, wäre das mit dem Tausch doch wohl eine gute Alternative.

Anreise zur BUGA

Die Anreise zur BUGA kann auf ganz unterschiedlichen Wegen erfolgen. Man kann mit der Bahn kommem. Zum Glück haben die Mitarbeiter der ODEG, Betreiber der Regionalbahnstrecke, noch nicht gestreikt. Die Deutsche Bahn fährt leider nicht so zuverlässig. Es gibt die Möglichkeit, mit einem Bus anzureisen. Zwischen den einzelnen BUGA-Standorten gibt es einen Bus-Shuttle. Gut genutzt wird die Anreise mit dem Rad. Man trifft im gesamten Stadtgebiet von Rathenow zunehmend Radtouristen an. Es werden ausreichend Fahrradständer angeboten.

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Die Anreise auf dem Wasser ist natürlich besonders attraktiv. Man kann am Alten Hafen oder an der Mühle anlegen. Wer ganz sicher gehen will, kombiniert auch mehrere Fahrzeuge.

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Großer Beliebtheit erfreuen sich die Hausboote.

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Schöne Hausgiebel

Statt der üblichen Schmierereien kann man nun an verschiedenen Häusern in Rathenow toll gestaltete Fassaden bewundern. So hat die KWR (Kommunaler Wohnungsbau) gleich zwei Wohnhäuser in der Brandenburger Straße verschönern lassen. Beide nehmen Bezug auf die Vergangenheit. So weist das erste Wandbild auf die lange Tradition Rathenows als Stadt der Optik hin.
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Auf dem zweiten ist in abgewandelter Form der Bismarckturm zu erkennen.
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Nach der bereits gezeigten Giebelseite des Wohnhauses in der Berliner Straße also zwei neue Hingucker in Rathenow.