Archiv für den Monat: Juni 2014

Adieu, Tschüß und good bye

Einmal ist alles vorbei. Gestern Nachmittag gab der Rathenower Frauenchor sein Abschiedskonzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Zu Gast waren außerdem der Burger Volkschor und der Gemischte Chor Salto Tonale aus Wiesenaue. Das Interesse an dieser Veranstaltung war so groß, dass aus Sicherheitsgründen nicht mehr alle Besucher eingelassen werden konnten.
Der Rathenower Frauenchor wurde 1974 gegründet. Anfangs leitete Helga Tressel ihn. Schon bald übernahm ihr Ehemann Hermann Tressel die Leitung. Innerhalb weniger Jahre hatte der Chor es zu beachtlichen musikalischen Leistungen gebracht. Er trat bei vielen Veranstaltungen im Havelland, aber auch im Havelberger Dom, in der Klosterkirche zu Jerichow, in der Partnerstadt Rendsburg in Schleswig-Holstein sowie in Berlin auf. Nun geht der Chorleiter Hermann Tressel in den wohlverdienten Ruhestand.

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In einem rund zweistündigen Programm konnten sich die Zuhörer gestern noch einmal von der hervorragenden Qualität überzeugen.
Wieder ist ein Teil unserer Kultur Geschichte. Es war einmal…

Wer erlaubt sowas?

Für fast jede Handlung braucht man in unserem Land eine Erlaubnis. Alles Mögliche muss behördlich genehmigt werden. Daher ist es unvorstellbar, dass Bauamt, Naturschutz und Umweltamt mit dieser Fällaktion mitten im Sommer einverstanden sind. Da wurden in den zurückliegenden Tagen auf einem Grundstück in Rathenow-West an der Genthiner Straße etliche (schätzungsweise zehn) Eichen und zwei Birnbäume umgelegt. Die Eichen waren kerngesund und haben ein paar Jahrhunderte überlebt.

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Es ist nicht zu fassen! Leider hatte ich beim ersten Mal keine Kamera dabei, als das Chaos noch größer war mit allen umherliegenden Baumteilen.
Ist nun Platz geschaffen worden für eine neue Ausstellungsfläche für Autos? Haben wir noch nicht genug davon?

Gute Arbeit des Tourismusverbandes

An verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Anlässen tritt der Tourismusverband mit guten Informationen an die Öffentlichkeit. So findet man entlang des Havellandradweges Informationstafeln über lohnende Ausflugsziele in der näheren Umgebung. Es wird auf Übernachtungsmöglichkeiten hingewiesen.
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Diese Tafel steht in Göttlin direkt an der Badestelle an der Havel. Bänke und eine überdachte Sitzgruppe laden zum Rasten ein.
Vom Havellandradweg hat man im Westen Anschluss an den Elberadweg. Man kommt problemlos in östlicher Richtung nach Berlin. Im Süden ist jetzt die Lücke nach Brandenburg/Havel geschlossen. Ein gut ausgebauter Fahrradweg führt entlang der B102 nach Rhinow und weiter nach Stölln. Dass sich der Ausbau der Radwege gelohnt hat, sieht man an der immer größer werdenden Zahl der Nutzer. So trifft man unterwegs häufig Gruppen, die eindeutig nicht aus der näheren Umgebung stammen (erkennbar am mitgeführten Gepäck).
Wenn jetzt noch jemand als Havelanlieger auf die Bedürfnisse von Touristen eingehen und beispielsweise Tretboote oder Kanus verleihen würde, könnte man eventuell noch mehr Leute zu Erholungszwecken in unser schönes Havelland locken.

Schlecht ausgeschildert

Am Mittwoch stand ein großer Artikel in der MAZ, dass Brummis die Bauarbeiter auf der Friedensbrücke gefährden würden. Die Brücke ist während der Bauarbeiten nur einseitig durch Ampelregelung befahrbar und nur für Fahrzeuge bis 3,5t zugelassen. Ausnahmen bilden der Linienbusverkehr und Rettungsfahrzeuge im Einsatz. Wenn solche Regeln aufgestellt werden, dann müssen sie natürlich auch eingehalten werden. Hat aber mal ein Verantwortlicher sich in die Lage eines ortsunkundigen Fahrzeugführers versetzt und versucht, anhand von Schildern die Umleitung zu finden? Wohl kaum. Als ich gestern früh bei Bäcker Hebold einkaufte, kam ein großer LKW aus östlicher Richtung die Genthiner Straße entlanggefahren. Offenbar war er bis zum Kreisverkehr am westlichen Ortsausgang gefahren und hatte dort nicht die Zufahrt zur Umgehungsstraße gefunden, denn kurz darauf war das Fahrzeug vor uns an der Baustelle der Friedensbrücke. Diese passierte der große LKW, obwohl es für ihn verboten war.
Anschließend schlängelte er sich durch die Stadt, um am Grünauer Weg auf die Umgehungsstraße zu fahren und vom Kreisel am östlichen Stadtrand wieder in die Stadt reinzufahren. Auch direkt an der Umgehungsstraße sind die Hinweise zu den Bundesstraßen nicht eindeutig. Da braucht sich doch keiner zu wundern, dass Fremde bei unserem Verkehrs-Chaos den Überblick verlieren.