Archiv für den Monat: April 2013

Dreckig, gefährlich, Rathenow

Der letzte Schnee ist längst weggetaut. Trotzdem liegt auf vielen Radwegen der in großen Portionen ausgebrachte Splitt, vermengt mit Scherben, Zigarettenkippen und Müll. Die Einwohner zahlen Straßenreinigungsgebühren. Und sie werden auch abkassiert, wenn sie an bestimmten Tagen nicht rechtzeitg ihr Auto umgeparkt haben, ganz egal, ob ein Kehrfahrzeug zum Einsatz kam oder nicht.
Dieser Dreck liegt auf dem Radweg an der Friedensbrücke:
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Vermutlich wird aus dem Rathaus wieder argumentiert werden, dass ja an der Friedensbrücke gerade Sanierungsarbeiten duchgeführt werden. Da müssen alle Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen leben. Was machen da schon ein paar Schippen voll Splitt und Scherben aus? Nach den Bauarbeiten fährt sicher irgendwann ein Kehrfahrzeug auf diesem Weg lang. Und so lange müssen sich die Leute wohl gedulden, oder?
Und wie sieht es sonst in der Stadt aus? Es gibt in manchen Straßen kaum noch ein Haus, das nicht von Schmierfinken „verziert“ wurde. Vor Jahren wurde ein Fahrzeug in Dienst gestellt, in dem Mitarbeiter des Ordnungsamtes Streife fahren und somit für mehr Sauberkeit sorgen sollten. Gebracht hat es absolut nichts. Das Aussehen vieler Häuser, Zäune, Schaltkästen und ähnlicher freier Flächen zeigt, dass die Schmierereien ständig zunehmen. Fotos dieser Sachbeschädigungen werden hier nicht gezeigt. Es wird ja kaum jemand erwischt und wenn doch, dann gibt es eine Ermahnung und das war`s.

Rathenow-Schildbürgerstadt Teil II

Ein weiteres Nadelöhr ist seit einiger Zeit die Friedensbrücke. Sie soll in den nächsten zwei??? Jahren von Grund auf saniert werden. Die Hälfte der Fahrbahn und der nördliche Geh- und Radweg sind unpassierbar. Eine Ampelanlage soll das Passieren der einen Fahrspur ermöglichen. Dieses Mal sind nun die Fahrzeuge im Vorteil, die in westliche Richtung fahren wollen. Hier lässt die Ampel im Durchschnitt neun Fahrzeuge fahren, ehe sie wieder Rot anzeigt. Wer in Richtung Stadtzentrum fahren will, sollte viel Geduld haben. Oft können gerade mal drei Fahrzeuge fahren. Kommen dann noch Verkehrsteilnehmer aus der Göttliner Straße (und diese Ampel schaltet nach Bedarf – also manchmal schon für ein einziges Auto), dann kommen die Fahrer aus der Genthiner Straße gar nicht mehr zum Starten. Da die beiden Ampeln auf diesen etwa dreißig Metern nicht aufeinander abgestimmt sind, blockieren dann oft noch die aus der Göttliner Straße die Kreuzung.
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Wer kann, sollte unbedingt die Umgehungsstraße nutzen.

Rathenow- Schildbürgerstadt Teil I

Ewig hatte es gedauert, bis wenige hundert Meter Berliner Straße saniert waren. Fast fertig ist seit dem letzten Herbst nun das kleine Stück zwischen der Mittelstraße und der Goethestraße. Was die Bauerei gebracht hat, spottet jeder Beschreibung.
Von sicheren Radwegen war vor dem Bau die Rede. Entstanden sind kurze Stückchen Radweg, die vor jedem Kreisel enden und die Radfahrer in die ohnehin sehr engen Kreisel zwingen. Die kurzen Radwegstücke sind nicht deutlich vom Gehweg abgegrenzt, sodass Fußgänger dort gemütlich spazieren gehen.
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Außerdem werden Radfahrer vor dem Rathaus beispielsweise auf den Radweg gelotst, hatten aber wochenlang durch Absperrungen und zusammengeschobenen Schnee keine Möglichkeit, diesen Weg wieder zu verlassen.
Zwei Kreisel sollten den Verkehr flüssiger gestalten. In Wiklichkeit bremsen sie jeden Kraftfahrer aus. Will man im Feierabendverkehr Richtung Westen fahren, stauen sich die Fahrzeuge oft bis zum Märkischen Platz zurück. Die Ampel B102/ Berliner Straße lässt jeweils nur drei Fahrzeuge in westlicher Richtung passieren. Ist dann noch ein Rechtsabbieger dabei, der Fußgängern den Vorrang gewähren muss, haben auch die beiden Hinterleute das Nachsehen.

Fünfte Landesgartenschau öffnet in einer Woche

In einer Woche öffnen sich die Tore der fünften Landesgartenschau des Landes Brandenburg. Nach Luckau(2000), Eberswalde(2002), Rathenow(2006) und Oranienburg(2009) ist nun die uckermärkische Kreisstadt Prenzlau an der Reihe. Man darf gespannt sein, wie sich die Stadt zwischen dem Stadtpark und dem Uckersee zu diesem Anlass herausgeputzt hat. Der Winter war auch in der Uckermark in diesem Jahr besonders hartnäckig. Trotzdem sollen die Besucher der Laga blühende Landschaften schon zur Eröffnung vorfinden. Mit viel Arbeitsaufwand, schwarzer Folie und anderen Tricks haben die Laga-Gärtner alles vorbereitet.

Jubiläum

Vor genau zwanzig Jahren eröffnete Bäckermeister Volker Hebold in Rathenow-West sein Geschäft. Die Bäckerei selbst gab es schon seit Jahrzehnten. Sie war den Einwohnern von Neue Schleuse und Umgebung bekannt als Bäckerei Behrendt. Als Manfred Behrendt als letzter Bäcker seiner Familie seinen Beruf aufgeben musste, fand er in Volker Hebold und seiner Frau die passenden Nachfolger. In den zwanzig Jahren, die Hebolds nun schon hier in der Backstube stehen, haben sie sich einen Stammkundenkreis schaffen können. Zum Angebot gehören viele schmackhafte Brot- und Brötchensorten und ein umfangreiches Sortiment an Kuchen und Torten. Da sich direkt neben der Bäckerei ein Parkplatz befindet, halten auch Durchreisende gern hier an.
In den ersten Jahren hatten sie wenigstens noch jeden zweiten Montag frei, da sie sich mit Bäckermeister Ingo Möhring montags in der Öffnung der Geschäfte abwechselten. Seit etlichen Jahren ist der Bäckerladen an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Das ist zwar für die Kundschaft gut, bedeutet aber auch, dass Volker Hebold und seine Frau kaum Freizeit haben. Bleibt zu hoffen, dass sie noch lange für uns backen können.
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Herzlichen Glückwunsch zum zwanzigjährigen Bestehen.