Archiv für den Monat: August 2011

Kinderzirkus

Wer in der vergangenen Woche an der Havellandhalle vorbeikam, sah schon von Ferne das große Zirkuszelt.

Dieses Zelt gehört zum „1. Ostdeutschen Projektcircus“, in dem Kinder die Akteure sind.

Bereits vor vier Jahren nutzten die Schüler der Grundschule „Geschwister Scholl“ eine Projektwoche für ihre Zirkusarbeit. Dadurch waren die älteren Schüler schon zum zweiten Mal die Stars in der Manege, für die jüngeren war es die Premiere. Die Kinder hatten sich vorher für ihren Beitrag entscheiden können. Sämtliche Schüler waren auf zwei etwa gleich starke Gruppen A und B aufgeteilt worden, in denen die gleichen Programmteile erarbeitet wurden. An nur zwei Trainingstagen wurde in den einzelnen Gruppen ein anspruchsvolles, knapp zweistündiges Programm einstudiert.
Zu den Generalproben waren Kindergartenkinder und die jeweils andere Gruppe als Zuschauer anwesend, sodass auch jedes Kind das gesamte Programm einmal anschauen konnte. Danach hatte jede Gruppe zwei Auftritte vor Eltern, Großeltern und vielen anderen Zuschauern. Und was den Gästen dabei geboten wurde, ließ sie oftmals vergessen, dass es ganz gewöhnliche Grundschüler waren, die dort agierten. Jedes einzelne Kind zeigte vollen Einsatz.

Mädchen mit Tüchern bei der Gymnastik.

Junge „Dresseure“ bei der Arbeit mit Haustieren.

Gelungene Übungen am Trapez.

Junge Fakire mit freiem Oberkörper auf dem Nagelbrett, barfuß oder im Kopfstand auf Scherben. Sogar als Feuerspucker durften einige Kinder auftreten.

Starke Kinder mit einer lebenden Python.

Kleine Clowns sorgten für manchen Lacher.

Natürlich fehlten auch akrobatische Darbietungen, Seiltänzerinnen und Zauberer nicht. Ein Pirat wurde gefangen, in ein Fass gesteckt und konnte den Säbeln ausweichen.
Die Projektwoche forderte von den Beteiligten vollen Einsatz, aber am Ende der Woche steht fest: Die Mühe hat sich wirklich gelohnt. Jedes Kind hatte seinen Auftritt und damit sein ganz persönliches Erfolgserlebnis. Selbst die Schulanfänger, die erst eine Woche zuvor zum ersten Mal die Schule betreten hatten und mehrere Asylbewerberkinder, die gerade erst hier angekommen sind, wurden voll in das Programm mit einbezogen.
Zirkusdirektor Andre Sperlich forderte deshalb in seinem Schlusswort auch die Kinder auf, den gleichen Ehrgeiz, die Aufmerksamkeit und die Rücksichtnahme mitzunehmen in den Schulalltag.
In der kommenden Woche werden die Schüler der Premnitzer Dachsberg-Grundschule den Projektzirkus nutzen. Danach zieht er nach Peine in Niedersachsen.

Gehweg nach Göttlin – jetzt wird abgezockt

Nun ist es soweit: Der Gehweg durfte endlich bezahlt werden. Mit Riesenfreude nahmen wir alle zur Kenntnis, dass die Stadtverwaltung Rathenow ihre Drohungen ernst gemacht hat.

Laut Bauamt ist der Gehweg eine „Neuerschließung“ und kostet die Anwohner 90% der Baukosten (plus exorbiant teuere Einfahrten auf der Westseite). Keller und Dachböden wurde einfach als Wohnfläche deklariert (ab zwei Metern ist es Wohnraum, egal wofür er wirklich genutzt wird).

Nun flatterten allen die Rechnungen im guten viertstelligen Bereich ins Haus. Rentner, Geringverdiener und alle die sonst das Geld nicht dick haben stöhnen unter der Last. Stundungen und Raten gibt es nur wenn man nachweist pleite zu sein (kurz vor der Insolvenz?). Ansonsten muss man zusehen wie man seinen Anteil finanziert.

Eine Nachfrage bei den „Zahlern“ ob der Weg wirklich gewünscht ist gab es nie. In einer Veranstaltung angekündigte EU-Fördermittel tauchen in der Abrechnung nicht auf (wo die wohl geblieben sind?). Die Begründung über die „Verkehrssicherheit“ verstehe ich ja, aber obliegt es nicht den Kommunen für die Verkehrssicherheit zu sorgen? Gab es vor dem Gehweg keine Verkehrsunfälle wird es jetzt auch keine geben; höchstens, dass ein rasender Radfahrer mal einen Fußgänger auf dem Gehweg über den Haufen fährt.

Um die Streifen zwischen Straße/Gehweg und Grundstücken/Gehweg kümmert sich keiner. Das Unkraut ist inzwischen über einen Meter hoch. Die Stadt sollte sich kümmern, hat aber kein Geld für Personal. Wenn wir wollen, können wir das ja selber weg machen …. so das Bausamt.

DSL für alle – Part II

Je größer die Unternehmen, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Rechte nicht weiß was die Linke macht.

Erst hat die „T“ im Februar erklärt: DSL in Rathenow-West ist nicht. Keine Leitungen, keine Ports, was auch immer.

„V“ hat meinen Vertrag verlängert und ich mich geärgert.

Nun ging es auf einmal doch. Es ging schon immer mit dem DSL. Die „T“ hat nur eine Falschinformation gegeben und mir einen Stapel an Scherereien und Mehrkosten eingebracht.

Danke noch mal dafür; 300 € extra für einen alten, unkündbaren Vertrag und über 100 € Wechselprämien-Verlust, da ich den Provider nicht geweschselt sondern einen Neunaschluss beantragt habe … Anders ging es aber nicht.

Kneipennacht 2011 ein voller Erfolg ???

Na bitte, man konnte wieder mal eine Nacht durchsaufen. Am Schwedendamm ging der Lärm wieder weit bis nach Mitternacht. Dröhnende Musik, alle Stunde ein Feuerwerk mit Geknalle.

Das tut uns allen gut. Bei der Wärme mit geschlossenem Fenster schlafen, alle Stunde die völlig verängstigten Tiere im Schlafzimmer.

Auf der einen Seite verweigert Rathenow den Bau neuer Häuser in Rathenow-West. Grund ist der „Naturschutz“. Läßt es aber zu, dass immer wieder die Ruhe mit nächtlichem Lärm gestört wird. Wildtiere lieben, genau wie der Mensch, nächtlichen Lärm.

Wenigstens hat des die paar Gäste am Schwedendamm erfreut, dem Wirt ein paar Euros in die Kasse geschaufelt und der Stadt ein paar Steuereinnahmen ermöglicht.