Archiv für den Monat: Juli 2011

Optikpark- immer einen Besuch wert

In der Ferienzeit herrscht wieder reger Betrieb im Optikpark. Die Kinder erkunden die Spielplätze

oder kuscheln mal kurz mit einem der drei Biber.

Hier war Havi gerade unterwegs.
Wenn man sich dann mit der Eltern oder Großeltern auf der Parkbank unterhält, während die Kleinen unbeschwert umhertollen, wird der gesamte Optikpark immer wieder mit viel Lob bedacht. So hatten kürzlich Großeltern aus der Nähe von Stendal ihre Enkel aus Uelzen zu Besuch und freuten sich, dass sie hier preiswert einen schönen Ferientag erleben konnten. Auch eine junge Mutti, die selbst hier in Rathenow aufgewachsen war, hatte mit ihrem Zwillingspärchenden den Park besucht. Sie äußerte ihre Verwunderung darüber, dass sie bei ihren Besuchen in der alten Heimat keine ehemaligen Mitschüler mehr trifft. Das ist schnell geklärt: Die jungen Leute zwischen dreißig und vierzig haben noch eine solide Schulbildung und eine abgeschlossenen Berufsausbildung. Wer von denen hier keine Arbeit mehr gefunden hat, musste notgedrungen der Heimat den Rücken kehren.
Die heute unter 25-jährigen sind nach der Wende eingeschult worden, haben verschiedene Schulexperimente über sich ergehen lassen müssen. Es gab Verunsicherungen bei Lehrern und Eltern (meinem Kind hat keiner was zu sagen). Das Ergebnis sind mittelmäßige oder gar keine Schulabschlüsse, abgebrochene Ausbildungen. Diese jungen Leute hängen auch heute noch hier rum und werden von einem Bildungsträger zum nächsten geschoben.
Aber zurück zum Optikpark: Während ein Teil der Kinder am Projekt „Stadtbau“ beteiligt war, konnten andere das Angebot des Grünen Klassenzimmers nutzen. In der vergangenen Woche wurde Salzteig verarbeitet. In dieser Woche können ausgemusterte CDs bemalt werden für den Kinderzimmerschmuck.

Im Zelt neben dem Brachymedialfernrohr gibt es Vorträge und Filmvorführungen zur Entstehung des Fernrohres.

Gebäude nehmen Gestalt an

Was man am Dienstag auf der Baustelle im Optikpark kaum erahnen konnte, ist inzwischen gut vorangekommen. Bevor die ersten Kinder eintrafen, hatten die Erwachsenen mit den Vorbereitungen zu tun.


Ein Baustellenschild der besonderen Art:

Betreten der Baustelle nur für Kinder!
Erwachsene ohne Begleitung von Kindern haben keinen Zutritt!
Die Bauleitung

Klapperstörche

In der Genthiner Straße in Rathenow-West gibt es schon sehr lange ein Storchennest. Als der Nabu dort noch seine Geschäftsstelle hatte, konnte man ein paar Sommer lang sogar per Video-Übertragung die Störche beim Brüten und bei der Aufzucht der Jungen beobachten.

Heute lenkte lautes Geklapper die Aufmerksamkeit der Passanten auf die gegenüberliegende Straßenseite. Es hat den Anschein, als sollte hier ein neues Nest gebaut werden.

Kinder bauen im Optikpark

Ein ganz besonderes Ferienerlebnis haben in dieser Woche zahlreiche Kinder im Optikpark: Sie dürfen sich ihre eigene Stadt bauen. Die Initiatoren dieser Aktivwoche sind die Bundestagsabgeordnete Diana Golze, das Bündnis für Familie und das Kinder- und Jugendparlament.
Auch wenn es hier und da noch kleine organisatorische Mängel gab, sieht man den Kindern an, mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind. Gestern wurde die Kinderschar in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt. Jedes Team hat einen „großen“ Helfer. Zunächst wurde beraten, welches Gebäude die jeweilige Gruppe errrichten will. Heute wurde fleißig gesägt, gehämmert und geglättet.

Da konnte jeder seine Kraft beweisen.

Und wo die körperliche Größe nicht ausreichte, diente eben der Palettenstapel als Unterlage und schon war das Kind groß genug.

Das sieht doch schon fast professionell aus.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. So bekommen die Kinder dank Sponsoren jeden Tag ein Mittagessen.

Am Freitag werden die Bauwerke fertig sein. Sie sollen dann an der Curlandstraße/ Ecke Humboldtstraße aufgestellt werden. Im Herbst sollen sie dann versteigert werden.
Eins steht heute schon fest: Diese Ferienwoche wird den beteiligten Kindern noch lange in Erinnerung bleiben.

Rathenow – eine Großbaustelle

In der Stadtmitte ist nur noch schwer durchzukommen, wenn man in östliche Richtung fahren will. Von der Ampelkreuzung bis zur Goethestraße wird kräftig gebuddelt.


In westliche Richtung muss man sich einen Schleichweg über den Ebertring und die Curlandstraße suchen. Dann staut es sich zu Spitzenzeiten in der Fehrbelliner Staße. Oder man fährt durch die Engelsstraße und den Körgraben. Dann hat man das gleiche Problem mit dem Anstellen in der Brandenburger Straße.
Der Märkische Platz ist aufgerissen. Für Fußgänger ist noch ein ganz schmaler Weg direkt vor dem Kulturzentrum frei gelassen worden. Der Wochenmarkt wurde auf den Parkplatz an der Brandenburger Straße verlagert. Gleichzeitig sind aber auch die Bergstraße und die Große Milower Straße unpassierbar und auch der Parkplatz an der Schleusenbrücke ist nur noch eine Kraterlandschaft.

Für den Normalbürger ist mal wieder nicht nachvollziehbar, warum an allen Ecken und Enden zur gleichen Zeit gebaut werden muss.

DRK-Blutspendedienst bekommt Konkurrenz

Heute bekam ich meine Erinnerung an den regulären Blutspendetermin in Rathenow. Viele Jahre zapfte der DRK-Blutspendedienst den roten Lebenssaft im Märkischen Haus ab, dem Domizil der Volkssolidarität. Vorher fanden die Aktionen im Gebäude des DRK in der Forststraße statt. Dort waren die Bedingungen für Spender und Personal eher eine Zumutung als zumutbar. Auch in verschiedenen Abteilungen des Paracelsuskrankenhauses war schon die Blutspende durchgeführt worden. Nachdem die Volkssolidarität vor wenigen Monaten ein neues Gebäude am Fr.-Ebert-Ring bezogen hat, wurden zuletzt auch die Blutspender dort zur Ader gelassen.
Um so mehr wunderte ich mich, dass auf meiner Einladung heute stand: Neuer Spendenort ist das Gebäude der Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe in der Schopenhauerstraße in Rathenow. Wenige Stunden später klärte sich jedoch die Sache auf: Mit der wöchentlichen Flut an Werbeprospekten flatterte mir auch eine Einladung zur Blutspende ins Haus. Dieses Mal vom Haema Blutspendedienst. Dieser wird ab sofort an jedem zweiten Freitag im Monat von 15.00 bis 19.00 Uhr in Rathenow Blut abnehmen. Im Unterschied zum DRK wird Haema aber eine Aufwandsentschädigung zahlen. Das DRK hat seit der Wende in Rathenow nur noch unentgeltliche Spenden angenommen.
Vielleicht werden so doch noch ein paar potenzielle Spender aus der Reserve gelockt und die Blutspendedienste können einige Konserven auf Vorrat halten. Da das Blut vor der Weitergabe an den Empfänger gründlich untersucht wird, denke ich, dass die Kranken keine Angst zu haben brauchen. In Universitätsstädten wie Greifswald wurde auch nach der Wende für eine Blutspende bezahlt. Das veranlasste natürlich viele Studenten zum Spenden. Warum soll man also gesunden Leuten in Rathenow oder anderswo nicht auch einen Obolus zahlen und damit für höhere Spenderzahlen sorgen?