Archiv für den Monat: Januar 2011

Die unendliche Geschichte mit dem Splitt

In den letzten Wintern hat sich auf den Straßen Deutschlands Streusalz als Mittel gegen Glätte durchgesetzt. Leider wird es auch dort verwendet, wo es gar nicht notwendig ist. So wird schon frisch gefallener Neuschnee mit einer dicken Salzschicht bekämpft, anstatt erst mal mit dem Schneepflug anzurücken. Welche Auswirkungen diese Massen an Streusalz auf die Pflanzen und Bäume am Straßenrand haben, wird sich bestimmt erst in ein paar Jahren zeigen.
In Rathenow wird zu Beginn eines jeden Winters eine dicke Schicht Splitt auf Geh- und Radwege geschüttet, egal ob Glätte herrscht oder nicht. Damit werden die Schuhsohlen der Fußgänger beschädigt, Hunde verletzen sich an den Pfoten und so mancher Radfahrer muss mehrmals im Winter die Bereifung wechseln, da die spitzen Steinchen und Scherben für Platten sorgen. Alle Beschwerden der Bevölkerung werden im Rathaus ignoriert. So war erst kürzlich auf einen Bürgerhinweis am „Sorgentelefon“ der MAZ wieder mit der lapidaren Erklärung geantwortet worden, dass der Winter noch nicht vorbei sei und der Splitt deshalb liegen bleibe. Die Herren im Ordnungsamt haben noch nicht mitbekommen, dass bei erneutem Schneefall das Streumaterial vom Schnee bedeckt wird und damit gar nichts mehr nützt. Wir haben in den zurückliegenden Wochen erleben müssen, wie glatt zahlreiche Gehwege (besonders Märkischer Platz, Schleusenbrücke, Berliner Straße beidseitig) in Rathenow waren. Wieso wird dann in Rathenow überhaupt noch von Zeit zu Zeit eine Straßenreinigung durchgeführt? Sand hat doch auch eine abstumpfende Wirkung, also kann man sich das Streuen im Winter sparen, wenn man ganzjährig nicht mehr reinigt, oder?

Gehweg nach Göttlin – die Abzocke wird angedroht

Nachdem der Gehweg den keiner wirklich haben will nun endlich fertig ist, soll es ans Bezahlen gehen.

Mit einer pfiffigen Geschäftsidee hat die Stadt Rathenow vor die Last der Kosten zu 90% auf alle Eigentümer abzuwälzen. Die Fördermittel reichen dicke aus, um den Anteil der Stadt zu decken (wenn da mal nicht noch ein ordentlicher Batzen übrig bleibt).

Mit der fadenscheinigen Begründung, dass die Göttliner Straße/Göttliner Chaussee doch nur eine „Anliegerstrasse“ sei ist die geplante Abrechung  gerechtfertigt. Nebenbei ist die Strasse ja auch neu erschlossen worden;  ein Gerichtsurteil, aus Falkensee soll den Anwohnern Angst machen und designierte Widerständler in die Schranken weisen.

Vielen Anwohnern stecken noch die Schocks für Strassenbeleuchtung und Entwässerung in den Knochen, sprich sie zahlen heute noch und bis weit in die Zukunft. Und nun soll noch der Gehweg in Raten drauf gelegt werden. Seit Tagen steht nicht nur das Wasser im Keller (oder im Haus) sondern auch noch neue Schulden vor der Tür. Ich vergaß: Wir haben ja alle Wassergrundstücke, fahren dicke Autos, verreisen drei Mal im Jahr 1. Klasse und leben nur von Champagner und Kaviar.

Nebenbei: Ein klein wenig Rechtfertigung für den Gehweg wäre die Grundschule in Rathenow-West schon gewesen. Aber die soll ja weg.

Was machen die im Bauamt eigentlich? Eine Verwaltung sollte zum Wohl der Bürger arbeiten und nicht mit jeder Form von Trickserei und Gewalt versuchen auch die letzten zu vergnatzen.

Na dann liebes Bauamt – ein fröhliches Prozessieren. Im Fall einer Niederlage zahlt eh der Steuerzahler, also wieder wir. Neben „Jahrhundert-Fluten“ kann man auch bald von „Jahrhundert-Fehlentscheidungen“ zu Lasten der Bürger reden. Die Verwaltung in Rathenow arbeitet jedoch daran diesen Level wenigstens ein paar Mal im Jahr zu toppen.

Demo in RN/West

Ich muss mich schon sehr wundern,wie weit Potsdam von Teilen des Landes weg ist.Da wird im Brandenburger Landtag vor dem demoskopischen Hintergrund und dem dramatischen Mangel an Fachkräften, ein Aktionsplan über alle Fraktionszwänge hinweg,zur Rückholaktion von ehemaligen“Eingeborenen“ geschnürt.Und wie will man,im Vergleich dazu im Westhavelland ,ehemalige Havelländer zur Rückkehr bewegen?Da wird ernsthaft über die Reduzierung der bestehenden Bildungseinrichtungen nachgedacht.Offensichtlich  soll Rathenow nur für ältere Fachkräfte ab ca.50+ attraktiver werden.Hat man im Rathenower  Rathaus den Schuss nicht gehört?Wie können sie Herr Seeger,Herr Lemmle behaupten, im Sinne der Menschen in Rathenow zu handeln?Was die Menschen von solcherlei Szenarien als Ausweg aus der ökonomischen Schieflage halten, konnten sie hautnah in der Otto Seeger Grundschule erleben.Auch diesmal wird ein kräftiger Gegenwind diese Überlegungen auf den Friedhof der zweitbesten Ideen befördern.Ich wünsche allen Beteiligten ,richtig und gut für die Menschen die Rathenow/West zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben oder dies noch tun wollen, die nötige Weisheit ,Einsicht und Kompromissfähigkeit.

Die Havel ist voll….

… und zahlreiche Keller im Havelland sind es inzwischen auch. Seit vielen Jahren gab es nicht mehr so viel Wasser im Überfluss wie in diesem Jahr. Die Wiesen und Felder können die Niederschläge nicht mehr aufnehmen und verwandeln sich in eine Seenlandschaft. Was für Wasservögel eventuell noch angenehm ist, bereitet zahlreichen Havelländern ernsthafte Sorgen. Grundstücksbesitzer zahlen an den Wasser- und Bodenverband Abgaben, dürfen aber keine Gegenleistung dafür erwarten. Zu DDR-Zeiten gab es Meliorationsbetriebe, die die Gräben, Abflüsse und Pumpwerke regelmäßig gewartet und unterhalten haben. Heute wird entweder von Renaturierung oder zu hohen Kosten gesprochen. Die Keller laufen durch den enorm angestiegenen Grundwasserspiegel voll und sind Privatangelegenheit.
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Endlich wieder schnelles Internet

Ende des vergangenen Jahres wurde in Rathenow eifrig gebuddelt. Jeder Interessierte konnte sich für einen DSL-Anschluss anmelden. Auch für Steckelsdorfer sollte es diesen geben. Wir hatten schon bis zum Herbst 2009 einen DSL-Anschluss. Leider ging der durch Umstrukturierung und Schlamperei wieder verloren. So mussten wir über ein Jahr mit einem provisorischen Internet-Anschluss auskommen. Es war oft nervend, wenn eine mühsam aufgebaute Verbindung bald wieder ihren Geist aufgab oder das Laden von Bildern eine halbe Ewigkeit dauerte. Das hat nun seit gestern – und hoffentlich dauerhaft – wieder ein Ende. Man kann es kaum glauben, wie schnell plötzlich wieder Mails gesendet werden können.