Archiv für den Monat: Dezember 2010

Entenauflauf

Nein, der Weihnachtsgans soll hier keine Konkurrenz gemacht werden…

Obwohl das Rezept ganz einfach ist:

1 Tüte altes Brot (kann auch etwas neuer sein),

warme Kleidung und schon kann’s losgehen:
EntenAuflauf

Allen LeserInnen des Rathenow-Blog ein freundliches Weihnachtsfest!

Gruß maddin

Feuerwehreinsatz am Heiligen Abend

Alle Tage Frost und Schnee machen auch ausgewachsenen Bäumen zu schaffen. Gestern gab es nun erstmals nach vielen Wochen Tauwetter und Nieselregen. Was sich auf dem gefrorenen Boden in spiegelblankes Eis verwandelte, setzte sich auf den Bäumen als schwere Last ab. So krachte schon gestern um die Mittagszeit ein großer Ast einer Kiefer in die Tiefe. Es bestand die Gefahr, dass noch mehr Äste am Straßenrand abbrechen würden. Deshalb war heute die Steckelsdorfer Feuerwehr ausgerückt und hat die gefährdeten Äste vorsorglich abgesägt.
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Nachbarn

Es soll Wohngegenden geben, wo Nachbarn auf der Lauer liegen und aufpassen, wenn einer mal zu laut pupst. Dann wird sich natürlich gleich sonstwo beschwert. So kann man das Zusammenleben stressig gestalten und Unfrieden schaffen.
Bei uns sieht das anders aus. Hat einer mal was Besonderes gebacken oder gekocht, bekommen die Nachbarn eine Kostprobe ab. Braucht einer Hilfe, muss er nicht lange bitten. Wenn „Mann“ eine Stunde Schnee geschippt hat, rausguckt und feststellt, es schneit schon wieder, dann denkt man auch: Muss doch nicht sein. Plötzlich knattert draußen ein Fahrzeug vorbei und ein Nachbar beseitigt nicht nur vor der eigenen Haustür den Schnee, sondern schiebt gleich auf dem gesamten langen Gehweg den Schnee beiseite. Da kann man nur sagen: „Danke, Nachbarn. Schön, dass es euch gibt.“

Rathenow schrumpft und schrumpft und schrumpft

Leute, die längere Zeit nicht in Rathenow waren, werden die Stadt bald nicht mehr wiedererkennen. Rathenow-Ost ist zum größten Teil abgerissen. Werden die Bruno-H-Bürgel-Schule und die Schwimmhalle wirklich überdauern? Auch im Stadtkern verschwanden und verschwinden Wohnblöcke: Bergstraße, Curlandstraße, Brandenburger, Spandauer, Havelberger, Kleine Hagenstraße, Grünauer Weg. Nun sollen auch die beiden Wohnblöcke in der Hermann-Löns-Straße, die erst vor ein paar Jahren neue Fenster und Heizung bekommen haben, abgerissen werden.
Was passiert aber mit den freien Flächen? Dort, wo einst die Altstadtschule stand, stehen jetzt ein paar kleinere Wohnhäuser. Aber das ist doch alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Ähnlich trostlos sieht es auf der anderen Straßenseite Richtung Baderstraße, Burgstraße aus. Die Plattenbauten waren sicher teilweise keine Hingucker. Aber die Lücken, die nun überall klaffen, erinnern stark an Nachkriegswunden. Die Stadt verliert ihr Gesicht und sowas nennt man dann Stadtumbau.

Alle Jahre wieder

Und wieder wird darüber diskutiert, dass in Rathenow eine Grundschule geschlossen werden soll. Alle Jahre wieder endloses Gerede, Verunsicherung bei Eltern, Lehrern und anderen Beschäftigten. Dann folgen wieder Proteste, Unterschriften- und Spendensammelaktionen und wahrscheinlich belässt man es dann für ein weiteres Jahr bei den Gegebenheiten. Wie soll da Ruhe einkehren in einen planbaren Schuljahresablauf? Von Sparzwängen lässt sich die Stadt doch sonst nicht beeindrucken und pocht auf bestimmte Prestige-Objekte (viel zu großes und zu teures Rathaus, Umgestaltung des Platzes der Freiheit, Buga-Brücke….). Vielleicht ist die Idee von einer einzigen großen Grundschule mitten in der Stadt gar nicht so abwegig. Die meisten Schulkinder werden doch sowieso schon mit Bussen durch die Gegend kutschiert. Herr Fielmann soll doch ein Herz für Kinder haben. Die Stadtverwaltung räumt das Rathaus. Alle Grundschüler kommen in dieses Haus und die Stadtverwaltung hat die Auswahl, welche der frei gewordenen Grundschulen ihnen am besten gefällt.
Abenteuerspielplätze in Form verwahrloster Gebäude gibt es dann im Umkreis der neuen, einzigen Grundschule auch gleich haufenweise (leerstehende ehemalige ROW-Gebäude, Offizierskasino, alte Sparkasse).

Interessante Mitteilung aus Berlin

Am 23. November konnte man in der MAZ lesen, dass das Land Berlin bis Ende Oktober 2010 knapp drei Millionen Euro mehr an Bußgeldern eingenommen hätte als im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt seien es 49 563 500 Euro gewesen. Haupteinnahmequelle seien die Raser.
Jemand, der am dezent platzierten Tempo-dreißig-Schild mit 41 „Sachen“ vorbeifährt, gilt als Raser und ist mit 25 Euro dabei. Kleinvieh macht eben auch Mist.

Tag der offenen Tür in der Schollschule

Rathenower Schulen präsentieren sich regelmäßig der Öffentlichkeit. Damit soll ein Einblick gegeben werden in das Leben an der jeweiligen Schule. Zukünftigen Schülern und deren Eltern soll dadurch die Wahl erleichtert werden. Morgen von 16 bis 18 Uhr sind die Räume der Geschwister-Scholl-Grundschule für Besucher geöffnet. Die Gäste können sich über die große Zahl der Ganztagsangebote informieren, Klassen- und Horträume ansehen, mit Lehrern, Erziehern und Schülern ins Gespräch kommen. Für das leibliche Wohl ist bereits fleißig vorbereitet worden. Den Abschluss wird ein Laternenumzug durch das Wohngebiet bilden. Dieser Umzug wird wie immer vom Schalmeienorchester begleitet werden.