Archiv für den Monat: November 2010

Gehweg nach Göttlin IV

Wie es scheint geht der Gehwegbau von Rathenow nach Göttlin dem Ende zu. Bis auf ein paar Meter innerorts ist alles fertig. Bisher gibt es einen Fußgänger, der den Gehweg komplett von Göttlin nach Rathenow (zu Fuß) benutzt. Gut angelegte 500.000 Euro (Kostenvoranschlag); wenn Rathenow für jeden von uns den Betrag locker machen könnte … ich hätte da auch ein paar Ideen.

Fragt sich nur was dieser Fußgänger nach 18 Uhr macht, wenn es dunkel ist. Hinter der Ortsausfahrt ist es duster wie auf der Rückseite vom Mond. Welche Freude wenn die Autos mit Fernlicht auf den Fußgänger zufahren und ihn das strahlende Licht der Sonne in der Nacht blendet. Ist ein Taschenlampen-Verleih geplant? Oder wird ein Nachtwächter nebst Laterne voranschreiten? Nö, kostet zu viel Geld. Kauf Dir eine eigene Taschenlampe nebst Laserpointer (für die Fernlicht-Rowdies).

Aber Hand aufs Herz ihr Anwohner die ihr den Gehweg jetzt bald bezahlen dürft: Ihr nutzt ihn doch auch; und wenn es nur auf dem Weg zum Nachbarn ist. Dumm nur wenn der Nachbar auf der Ostseite wohnt. Dann muss man die sicheren Gefilde des Gehweges verlassen und bei Lebensgefahr die Fahrbahn überqueren. Denn jetzt gibt es für die Autofahrer kein Halten mehr auch innerhalb Rathenows 100 Km/h zu fahren. Oder sind noch ein paar Ampeln geplant? Nö. kosten unnötig Geld und zu schnell fahren ist eh verboten.

Wirklich blöd wird es, wenn es heftig und lange regnet. Dann wird der Gehweg außerorst geflutet und ist nur noch mit dem Kanu zu nutzen (jetzt weiß ich was eine Binnenwasserstrasse ist) – bei Dunkelheit bitte mit dem entsprechenden Licht. Das Ankern auf den Feldern ist übrigens zur Beobachtung von Fischen gestattet.

Und jetzt kommt’s: Das alles zu einem Preis. Einen kombinierten Geh- /Wasserweg, ohne Ampel zur Überquerung (Abenteuerfaktor) und ohne Licht (Steigerung des Abenteuerfaktors). Da Rathenow alles Geld für die Buga braucht wird der Weg wahrscheinlich im Winter weder gestreut noch geräumt. Noch eine Erhöhung des Abenteuerfaktors.

 Im Winter 2015 soll es den Iron-Rathenow-Lauf geben: Lebend im Dunkeln auf dem Gehweg nach Göttlin und zurück.

Heute im Einwohnermeldeamt…

Endlich ist es soweit. Der seit Tagen in allen Medien angepriesene neue elektronsche Personalausweis ist für alle Bürgerinnen und Bürger bestellbar. Alle heiß diskutierten Vor- und Nachteile zum trotz, ich will das Teil haben. So hat mir das EMA vor Wochen bestätigt, dass der neue Perso ab dem 01.11.2010 bestellbar sei. So habe ich unter anderem deswegen früher Feierabend gemacht und das EMA in meinen stramm gefüllten Terminplan eingefügt. Kurz nach 16 Uhr betrat ich voller Vorfreude die Stadtverwaltung und stolperte über das Schild, der Bürgerservice stünde seinen Bürgern am 01.11. nur bis 15 Uhr zur Verfügung. Die Nachfrage an der Info brachte hervor, dass wegen des neuen elektronischen Personalausweises Arbeiten an der EDV-Anlage durchgeführt würden. Mein Hinweis, ich habe extra früher Feierabend gemacht, wurde sinngemäß beantwortet mit „es wurde überall in den Zeitungen bekanntgegeben…“. Nun habe immernoch den Artikel in der Brawo im Kopf, in dem mich die nette Azubine der Stadtverwaltung mit dem neuen Personalausweis anlächelt: „…Ein vorzeitiger Umtausch ab dem 1. November 2010 ist aber jederzeit möglich…“. Ja, vielleicht stand es in der MAZ, die habe ich aber nicht aboniert. Ziemlich angesäuert verließ ich das Gebäude der Stadtverwaltung und begab mich zu meinem Auto auf dem dortigen Parkplatz, wo gerade reger Feierabendverkehr vorherschte.

Heimsuchung oder Kunst?

Eine Welle von Vandalismus hat am Wochenende unsere Stadt heimgesucht. Oder sollte ich besser sagen: Rathenow ist um viele Kunstwerke reicher? Aber diese Floskel überlasse ich lieber den rot-grünen Sozialromatikern. Für mich ist ist die Unzahl von neuen Graffiti-Schmierereien, die sich seit dem vergangenen Wochenende von Rathenow Ost bis West erstrecken, übler Vandalismus. Eines dieser sogenannten TAGS deutet vielleicht nicht direkt auf die Urheber, aber zumindest auf deren allgemeine Klassifizierung hin. So könnte das TAG „VAS“, welches man jetzt überall sehen kann,so etwas wie „Vereinigte Ar***löcher der Stadt“ heißen. Oder hat jemand ’ne andere Idee?