Zum ersten April des vergangenen Jahres (nein, kein Aprilscherz) schaffte die Stadt Rathenow extra ein Fahrzeug an, damit Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch besser präsent sein könnten.
Man wollte damit besonders auch Schmierereien verhindern. Das schöne Auto ist weithin sichtbar und wird während des Tages genutzt. Wer aber am Montag mit dem Fahrrad in Rathenow unterwegs war, wird bemerkt haben, dass am Wochenende die Schmierer an vielen Stellen tätig waren. So weisen zahlreiche Häuser in der Engelsstraße, der Berliner Straße und anderswo massive Schmierereien auf. Stromverteilerkästen, Fahrradständer, Schilder, Papierkörbe, jede freie Fläche wurde beschmiert. Und niemandem ist etwas aufgefallen? Keiner hat die Schmierfinken gesehen? Wahrscheinlich scheuen viele den Aufwand, der mit einer Protokollierung dieser Taten verbunden ist. Und den Tätern passiert nichts, weil sie entweder noch zu jung, zu besoffen oder mittellos sind. Da hilft nur schrubben lassen, bis alles wieder sauber ist oder vernünftig überstreichen lassen. Aber nein, den Tätern darf ja nichts geschehen. Wahrscheinlich amüsieren sie sich köstlich, wenn die Betroffenen die angerichteten Schäden so gut wie möglich beseitigen und besorgen sich schon die nächste Portion neue Farbe.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Wir haben die längsten Tage des Jahres. Man könnte schon früh morgens bei angenehmen Temperaturen arbeiten oder spät abends ohne Zusatzbeleuchtung im Freien tätig sein. Was machen Baufirmen, die mit der Ausbesserung von Straßen oder Brücken in Rathenow beschäftigt sind? Sie arbeiten während der Hauptverkehrszeit ohne Rücksicht auf den Verkehr. So staute sich heute früh um 8.40 Uhr die Fahrzeugschlange in Rathenow-West bis zur Bäckerei Hebold zurück, weil an der Brücke beim Sportplatz gearbeitet wurde.
Die Ampelschaltung war so kurz programmiert, dass nur jeweil drei Autos fahren konnten. Um 15 Uhr erlebten wir die gleiche Situation stadtauswärts. Bis zur Stadtschleuse reichte zu der Zeit die Schlange der wartenden Fahrzeuge. Die Verantwortlichen sollten bei der Vergabe von Baumaßnahmen auch darauf achten, dass vermeidbare Behinderungen und Beeinträchtigungen vermieden werden. Das sollte besonders an solchen Engstellen geschehen, wo keine innerstädtischen Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind und eine Umleitung über Milow keine Alternative ist.


5 Kommentare »