Archiv für den Monat: Juni 2010

Belästigung

Wie blöd oder wie besoffen müssen erwachsene Männer sein, um stundenlang in Plastetröten zu pusten und damit der gesamten Nachbarschaft auf den Geist zu gehen? Mit Fußball kann das jedenfalls nichts zu tun haben.

Brandenburger Landpartie

An diesem Wochenende laden Bauernhöfe und landwirtschaftliche Einrichtungen zur Landpartie ein. In Großderschau kann man den Kolonistenhof besuchen. Landwirtschaftliche Geräte aus vergangenen Zeiten sind im Freilichtmuseum zu besichtigen. Es gibt frisches Brot und Blechkuchen aus dem Lehmbackofen. Alte Handwerkskunst wird vorgeführt. So zeigt ein Besenbinder, wie man aus Birkenreisig Besen hergestellt hat.
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Und in Großderschau, wo es einen aktiven Heimatverein gibt, dürfen echte „Spinner“ natürlich nicht fehlen.
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Auch der Straußenhof mit Hofladen und Restaurant ist zu empfehlen. Heute wurde Straußenrührei zur Verkostung angeboten. Vorher sollten die Besucher jedoch schätzen, wie schwer ein Straußenei ist.
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Die Waage gab Auskunft: Das gezeigte Ei war 1640g schwer. Die Besucher erfuhren, dass die meisten Eier ausgebrütet werden und es eigentlich selten Rührei gibt. Eine Spezialität des Straußenhofes ist Eierlikör aus den Eiern der riesigen Vögel. Versehentlich kann kein Ei kaputt gehen wie ein Hühnerei. Es muss aufgebohrt werden.
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Interessierte können im Herbst beim Schlachtefest dabei sein, wenn ein Vogel mit rund 50 kg sein Leben lassen muss.

Hat es sich bis jetzt gelohnt?

Zum ersten April des vergangenen Jahres (nein, kein Aprilscherz) schaffte die Stadt Rathenow extra ein Fahrzeug an, damit Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch besser präsent sein könnten.
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Man wollte damit besonders auch Schmierereien verhindern. Das schöne Auto ist weithin sichtbar und wird während des Tages genutzt. Wer aber am Montag mit dem Fahrrad in Rathenow unterwegs war, wird bemerkt haben, dass am Wochenende die Schmierer an vielen Stellen tätig waren. So weisen zahlreiche Häuser in der Engelsstraße, der Berliner Straße und anderswo massive Schmierereien auf. Stromverteilerkästen, Fahrradständer, Schilder, Papierkörbe, jede freie Fläche wurde beschmiert. Und niemandem ist etwas aufgefallen? Keiner hat die Schmierfinken gesehen? Wahrscheinlich scheuen viele den Aufwand, der mit einer Protokollierung dieser Taten verbunden ist. Und den Tätern passiert nichts, weil sie entweder noch zu jung, zu besoffen oder mittellos sind. Da hilft nur schrubben lassen, bis alles wieder sauber ist oder vernünftig überstreichen lassen. Aber nein, den Tätern darf ja nichts geschehen. Wahrscheinlich amüsieren sie sich köstlich, wenn die Betroffenen die angerichteten Schäden so gut wie möglich beseitigen und besorgen sich schon die nächste Portion neue Farbe.

Ärger vorprogrammiert

Wir haben die längsten Tage des Jahres. Man könnte schon früh morgens bei angenehmen Temperaturen arbeiten oder spät abends ohne Zusatzbeleuchtung im Freien tätig sein. Was machen Baufirmen, die mit der Ausbesserung von Straßen oder Brücken in Rathenow beschäftigt sind? Sie arbeiten während der Hauptverkehrszeit ohne Rücksicht auf den Verkehr. So staute sich heute früh um 8.40 Uhr die Fahrzeugschlange in Rathenow-West bis zur Bäckerei Hebold zurück, weil an der Brücke beim Sportplatz gearbeitet wurde.
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Die Ampelschaltung war so kurz programmiert, dass nur jeweil drei Autos fahren konnten. Um 15 Uhr erlebten wir die gleiche Situation stadtauswärts. Bis zur Stadtschleuse reichte zu der Zeit die Schlange der wartenden Fahrzeuge. Die Verantwortlichen sollten bei der Vergabe von Baumaßnahmen auch darauf achten, dass vermeidbare Behinderungen und Beeinträchtigungen vermieden werden. Das sollte besonders an solchen Engstellen geschehen, wo keine innerstädtischen Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind und eine Umleitung über Milow keine Alternative ist.

Titel erfolgreich verteidigt !

Am Samstag fand auf dem Sportplatz in Rathenow-Ost die Stadtmeisterschaft im Löschangriff statt. Die Jugendmannschaft der FFW Steckelsdorf siegte mit einer Zeit von 42,89 Sek. und bewies damit, dass der Vorjahreserfolg kein Zufallstreffer war.

Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an die unermüdlichen Trainer

Die Siegermannschaft
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Jetzt kommt Farbe ins Stadtbild

Vor ein paar Jahren gab es mächtiges Geschrei im Rathaus, als ein Hausbesitzer in der Goethestraße seinem Gebäude einen blauen Außenanstrich verpassen ließ. Damals hieß es, die Farbe wäre nicht genehmigt und würde nicht ins Stadtbild passen. Die Stadtordnung gebe nur graue und erdfarbene Töne als Fassadenfarbe her. Wie sich der Hauseigentümer damals durchgesetzt hat, wurde nicht bekannt. Das Haus jedenfalls ist heute noch hellblau. Und zum Vorteil für das Stadtbild wagen sich immer mehr Bauherren an kräftige Farben für die Fassaden ihrer Häuser. So wurde erst vor wenigen Tagen die ganze Pracht des frisch renovierten Gebäudes in der Fehrbelliner Straße sichtbar. Im Erdgeschoss befindet sich eine Arztpraxis.
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Einige Wohnhäuser, die die KWR (Kommunale Wohnungsverwaltung Rathenow) vor zwei Jahren zum Kauf angeboten hatte, scheinen offensichtlich den Besitzer gewechselt zu haben. Zwei davon stehen in der Großen Milower Straße. Die vorteilhafte Veränderung beider Häuser ist nicht zu übersehen.
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Und auf der anderen Straßenseite:
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Das war keine gute Idee

Vor einigen Jahren wurde der Buckower Weg im Rathenower Ortsteil Steckelsdorf erneuert. Mit den Baumaßnahmen wurden auch die letzten noch verbliebenen Rotdornbäumchen gefällt. Nach der Fertigstellung der Straße wurden die Rotdorne durch Ahorn ersetzt. In den wenigen Jahren sind sie mächtig gewachsen. Leider scheint die Stadt nicht für die Pflege der Bäume zuständig zu sein. So wuchern sie unbeschnitten vor sich hin. Durch den häufigen Regen der letzten Wochen hängen die Äste besonders tief. Da kann auch ein normal großer Mensch kaum noch den Weg benutzen, ohne einen nassen Kopf zu bekommen.
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Zudem scheinen die damaligen Planer nicht bedacht zu haben, wie schnell die Ahornbäume im Vergleich zum Rotdorn wachsen und wie viel Laub sie produzieren. Die Bewohner der hinteren Straßendrittels haben sowieso schon von Oktober bis März mit Unmengen Eichenlaub aus dem Wald zu kämpfen. Es wäre schön, wenn sich die Verantwortlichen im Ordnungsamt mal zu Fuß auf Besichtigungstour begeben würden.