Vielleicht sollte endlich mal jemand anfangen, die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit der Zahl freier Stellen zu vergleichen und dann ein wirksames Konzept zu entwerfen. Es kann doch nur funktionieren, wenn die vorhandene Arbeit so verteilt wird, dass jeder überhaupt die Möglichkeit zur Arbeit hat. Ein Teil der arbeitenden Menschen muss Überstunden fast zum Nulltarif machen und andere haben keine Chance auf eine Arbeitsstelle. Und es sind doch nicht nur Schulabbrecher oder schlecht Ausgebildete unter den Langzeitarbeitslosen. Nach einer Veröffentlichung sollen allein im Land Brandenburg über 700 Akademiker händeringend einen bezahlten Arbeitsplatz suchen. Praktika, Eingliederungsmaßnahmen und ähnliche “Beschäftigungen” haben doch nie zu bezahlter Arbeit geführt. Wieso soll auch ein Arbeitgeber Geld für Leistung ausgeben, wenn sie auch kostenlos erbracht wird? Auch der hochgelobte Kommunalkombilohn, an dem sich Bund, Land und Träger einer Maßnahme beteiligen, liegt bei 7,14 Euro Brutto und damit unter dem geforderten Mindestlohn. Und wenn diese Maßnahme für den Träger nicht mehr attraktiv genug ist, kann er sich sogar von den Leuten trennen, auch wenn der Vertrag für drei Jahre festgeschrieben worden ist. So sieht doch die Realität aus.
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Fr
19
Feb '10
EX-Innenminister Schönbohm hatte alle Befürchtungen der Bevölkerung mit lapidaren Sprüchen abgetan und jedes Mal behauptet, die Kriminalitätsrate habe seit der EU-Osterweiterung nicht zugenommen. Das würden die Leute nur subjektiv so empfinden. Nun belegen veröffentlichte Zahlen, dass zum Beispiel Wohnungseinbrüche, Autoklau und Diebstähle auf Baustellen im grenznahen Bereich um das Drei- bis Vierfache zugenommen haben seit der Freigabe der Ostgrenze. Da ist es doch gerechtfertigt, dass weiter Stellen abgebaut werden bei der Polizei, oder?


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