Archiv für den Monat: Februar 2010

Die Wahl ist entschieden

Das vorläufige Ergebnis der Rathenower Bürgermeisterwahl steht fest: Nach der Veröffentlichung der Stadt haben sich fast 8.200 Wahlberechtigte für eine weitere Amtszeit Ronald Seegers entschieden. 2.950 Stimmen erhielt sein Herausforderer und Erster Beigeordneter Dr. Hans-Jürgen Lemle.

Gehweg nach Göttlin – es geht weiter

Unbeirrt folgt die Stadt ihrem Plan einen Gehweg nach Göttlin zu bauen.

In den letzten Tagen wurden erbarmungslos Bäume gefällt die im Wege stehen. Wenn ich mit dem Auto vorbei fahre sehen die Stümpfe nicht so aus, als wenn das kleine Bäumchen waren – eher richtig alte, dicke Strassenbäume.

Macht nichts: Weg mit dem Störzeug. Aber wehe Du fällst im Garten einen Baum. Dann hast Du das Ordnungsamt am Hals.

Sinnvollerweise hat man den Sägedreck gleich in grossen Haufen am Fahrbahnrand liegen lassen. Ebenso sinnvollerweise auf tauenden Schneehaufen, so dass jetzt langsam alles auf die Fahrbahn rutscht.

Macht nichts: Wo gefällt wird fallen Späne und wegmachen können das doch mal die Anwohner. So können sie schon mal fegen üben.

Mal schauen was als nächstes kommt. Wochenlang gesperrte Zugänge zu den Grundstücken weil sich die Baumassnahmen verzögern?

MAZ- Wahlforum in der Mühle

Heute wollten wir als interessierte Bürger am Forum teilnehmen. Leider waren 15 Minuten nach Einlass angeblich schon alle Plätze besetzt. Wenn man sämtliche Verfasser diverser Leserbriefe und Anzeigenschalter in der hiesigen Presse zählt, sind ja schon fast alle 160 Stühle besetzt gewesen. Aus Sicherheitsgründen wurde niemand mehr hoch gelassen. Nur Parteiunterstützer der Kandidaten durften noch hoch, wahrscheinlich sind diese leicht wie eine Feder.

Die Rathenower haben die „Qual“ der Wahl

Endlich wieder Wahlen!

Die Rathenower haben am 28.02. wieder mal die „Qual“ der Wahl.

Wer Bürgermeister wird, entscheiden Rathenower Bürger nicht allein.

Parteien mischen hier kräftig mit. Ein Schelm wer denkt: „Dass geht doch nicht mit rechten Dingen zu“.

Der eine Kandidat macht`s und der andere wills ihm nach machen.

Der Landesvater kommt zur Stärkung des einen Kandidaten ins Kaufhaus-Center:  

Dort gibt’s Freibier für Parteianhänger und Ostereier für Hartz-IV-Geld-Empfänger.

Der Eintritt ist für alle frei mit Sozialversicherungskarte.

Am 28. ist es dann so weit. Rathenower Bürger, Jungwähler und Parteimitglieder gehen geschlossen zur Bürgermeister-Absprach-Wahl.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

 

 

 


 

 

 

FDP fordert härtere Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose

Vielleicht sollte endlich mal jemand anfangen, die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit der Zahl freier Stellen zu vergleichen und dann ein wirksames Konzept zu entwerfen. Es kann doch nur funktionieren, wenn die vorhandene Arbeit so verteilt wird, dass jeder überhaupt die Möglichkeit zur Arbeit hat. Ein Teil der arbeitenden Menschen muss Überstunden fast zum Nulltarif machen und andere haben keine Chance auf eine Arbeitsstelle. Und es sind doch nicht nur Schulabbrecher oder schlecht Ausgebildete unter den Langzeitarbeitslosen. Nach einer Veröffentlichung sollen allein im Land Brandenburg über 700 Akademiker händeringend einen bezahlten Arbeitsplatz suchen. Praktika, Eingliederungsmaßnahmen und ähnliche „Beschäftigungen“ haben doch nie zu bezahlter Arbeit geführt. Wieso soll auch ein Arbeitgeber Geld für Leistung ausgeben, wenn sie auch kostenlos erbracht wird? Auch der hochgelobte Kommunalkombilohn, an dem sich Bund, Land und Träger einer Maßnahme beteiligen, liegt bei 7,14 Euro Brutto und damit unter dem geforderten Mindestlohn. Und wenn diese Maßnahme für den Träger nicht mehr attraktiv genug ist, kann er sich sogar von den Leuten trennen, auch wenn der Vertrag für drei Jahre festgeschrieben worden ist. So sieht doch die Realität aus.

Schockierende Zahlen

EX-Innenminister Schönbohm hatte alle Befürchtungen der Bevölkerung mit lapidaren Sprüchen abgetan und jedes Mal behauptet, die Kriminalitätsrate habe seit der EU-Osterweiterung nicht zugenommen. Das würden die Leute nur subjektiv so empfinden. Nun belegen veröffentlichte Zahlen, dass zum Beispiel Wohnungseinbrüche, Autoklau und Diebstähle auf Baustellen im grenznahen Bereich um das Drei- bis Vierfache zugenommen haben seit der Freigabe der Ostgrenze. Da ist es doch gerechtfertigt, dass weiter Stellen abgebaut werden bei der Polizei, oder?

Massen strömten zum Steckelsdorfer See

Heute unterbrachen Kettensägen die Sonntagsruhe auf dem Steckelsdorfer See. Normalerweise nutzt man eine Säge ja, um Holz zu sägen. Dieses Mal war das Material vergänglicher. Aus Eisblöcken wurden Skulpturen gesägt. Viele Menschen aus der Umgebung nutzten das herrliche Wetter, um sich diese Aktion anzusehen. Die Palette der Kunstwerke war breit gefächert.
Passend zum Valentinstag wurde hier ein Herz aus Eis angefertigt.
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Zu sehen gab es auch ein Piratenschiff, die Freiheitsstatue oder verschiedene Tiere.
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Von einem Quad konnten sich Interessierte über das Eis ziehen lassen. Eine umgedrehte Trabantmotorhaube diente dabei als Schlitten.Diese Möglichkeit nutzten vor allem die Kinder.
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Rathenow im Winter

Zugefroren ist der Havelarm am Leuchtturm.
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Dicht gedrängt warten Stockenten, Blessrallen und Schwäne auf Futter, das Menschen von der Brücke am Sportplatz werfen.
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Auch nach sechs Wochen sind die meisten Gehwege nur mühsam und unter Gefahren passierbar. Im Straßenbelag zeigen sich schon jetzt große Löcher, z.B. am Ebertring zwischen Feierabendallee und Jahnstraße.

Deutschland, ein Wintermärchen

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Heinrich Heine hatte vor 166 Jahren Albträume, wenn er über die deutsche Politik nachdachte. Heute kann einem der kalte Kaffee hochkommen, wenn man das Gefasel von Kanzlerin oder Ministern anhört. Eigentlich kein Wunder. Wie sollen die Leute, die von ihrem Ressort absolut keine Ahnung haben, merken, dass sie von ihren Beratern manipuliert werden? Da sind Minister nach dem Kinderspiel „Bäumchen, wechsel dich“ ausgetauscht worden. Nach hundert Tagen im Amt (wobei man von der Kanzlerin hätte erwarten können, dass sie sich schon eingearbeitet hatte) ist für das Land nichts weiter herausgekommen als weiter abwärts zu schlittern. Und das wird sich fortsetzen, wenn wir uns nicht schnell genug darauf besinnen, dass wir das Volk sind. Gute Nacht, Deutschland!

Frau Harke macht sich Gedanken über die armen Krankenkassen

Nun bekommen sie schon so viele Beiträge und doch reicht es hinten und vorne nicht. Zum Glück hat ja die Bundesregierung von Anfang an die Möglichkeit von zusätzlichen Forderungen offen gelassen. Wieso also hätten sie da sparen sollen? Da werden riesige Verwaltungen aufgebaut, wird mit den Pharmakonzernen gekungelt, wird verpulvert, was das Zeug hält.
Geht Frau Harke mal zum Arzt, zahlt sie als erstes zehn Euro Praxisgebühr. Stellt der Arzt ein Rezept aus, muss der Apothker erst mal nachsehen, ob ihre Kasse nicht noch ein billigeres Medikament rausgefunden hat. Dieses kriegt sie dann, muss selbstverständlich zuzahlen. Braucht Frau Harke eine neue Brille, weil sie nicht mehr genug sieht, soll sie sie doch kaufen. Die Krankenkasse hält sich grundsätzlich raus. Für sie ist es doch viel besser, wenn Frau Harke nicht überall so genau draufguckt. Auch wenn sie regelmäßig beim Zahnarzt war, versagt eines Tages vielleicht ein Zahn seinen Dienst. Ist die entstandene Lücke nun zu groß, um noch kräftig zubeißen zu können, will sich Frau Harke da einen Ersatz implantieren lassen. Darf sie, aber bitte auf eigene Kosten. Braucht sie aber auch nicht, sicher wird sie sowieso bald weniger zu beißen haben.
Da fragt sich Frau Harke doch, wozu der ganze Aufwand mit den zahllosen Krankenkassen überhaupt? Spätestens in zwanzig Jahren wird es keine Ärzte mehr geben. Wer will denn heute noch Medizin studieren? Dann füllt jeder Kranke zu Hause einen Fragebogen aus, den er über das Internet abrufen kann. Daraus ermittelt dann die einzige noch existierende Kasse eine Behandlungsstrategie. Will oder kann der Patient den Fragebogen nicht ausfüllen, kann auch das Finanzamt, die Agentur für Arbeit oder Hinz und Kunz aushelfen. In diesem Staat weiß nämlich jeder alles. Datenschutz steht nur auf dem Papier.
Der Patient kann aber auch wieder mit Heilkräutern seine Leiden lindern. Das hat doch früher auch gewirkt. Sammelt er sie selber, wird er sie bald gar nicht mehr brauchen, denn Bewegung an der frischen Luft fördert bekanntlich die Genesung. Das sind so die Aussichten, über die Frau Harke nachdenkt. Das Schlimme ist bloß: Wo bleiben denn da die armen Pharmakonzerne? Die müssen sich ja schon wieder eine neue Massenhysterie ausdenken, wo es doch schon mit der Schweinegrippe nicht mehr so richtig geklappt hat.
Bleibt bloß alle schön gesund wünscht euch Frau Harke