Heute führte unsere Radtour von Steckelsdorf über Rathenow, Hohennauen, Semlin, Ferchesar, Stechow, Rathenow zurück nach Steckelsdorf. Auf dem Hohennauener See fand eine Segelregatta statt.
In Semlin lag das Drachenboot “Freyja” am Bootssteg. Es war vor Jahren als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von Langzeitarbeitslosen gebaut worden. Man kann es chartern und damit eine Tour unternehmen.
Am Strand war eine natürliche Hopseburg aus Strohballen aufgebaut.
Eventuell schon in Vorbereitung auf den am kommenden Sonnabend stattfindenden Drei-Seen-Lauf? Die Veranstalter hoffen darauf, dass in diesem Jahr mehr als tausend Teilnehmer an den Start gehen werden.
Weiter ging es von Semlin nach Ferchesar. Auf dem Golfplatz hatte ein Schwanenpaar mit sieben Jungen an einem Teich Platz genommen und beobachtete das Geschehen.
Zwischen Ferchesar und Stechow ist noch ein Teilstück einer alten Eichenallee erhalten geblieben.
Die Apfelbäume kurz vor Ferchesar waren vor Monaten gefällt worden.
Noch ein Blick auf das typische Havelland.
Wenn man kurz vom Radweg abweicht, kann man mit etwas Glück im Wald Pfifferlinge oder Blaubeeren finden.
Die Pfifferlinge gab es bei uns heute schon zum Mittagessen. Die Blaubeeren kamen als natürlicher Blaubeerquark auf den Tisch (ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsmittel).
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Die “Chinesenhüte” des Bismarckturms werden umgebaut. Jahrelang gab es Streit vor verschiedenen Gerichten. Die Turmspitzen waren nicht so saniert worden, wie es dem historischen Vorbild entsprach. Früher lagen die Dächer direkt auf der Mauer auf. Bei der Sanierung waren Abstände zwischen Mauerwerk und Dach eingebaut worden, um einen Rundumblick zu ermöglichen. Nun ist es beschlossenen Sache, dass die Dächer wieder direkt aufliegen sollen.
Jahrzehntelang war der Turm dem Verfall preisgegeben. Es krähte kein Hahn danach, ob er als Denkmal von Bedeutung war oder nicht. Hätten nicht ein paar Enthusiasten die Sache ins Rollen gebracht, würde heute wahrscheinlich nicht mehr viel von ihm übrig sein.
Damit ist der Bismarckturm zwar von unten immer noch gut zu sehen, verliert aber mächtig an Attraktivität. Was soll ein solcher Turm, wenn man nicht mal von ihm einen Blick ins Umland werfen kann? Dann kann auch gleich die Brücke, die zur BUGA zum Weinberg gebaut werden soll, zu den Akten gelegt werden. Wer wird schon den Weinberg besuchen, um sich mal den Turm aus der Nähe anzusehen, wenn noch andere Standorte der BUGA mit Attraktionen aufwarten?
Im Übrigen hat man vom Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche sowieso einen besseren Ausblick.
Pünktlich kurz vor Ferienbeginn wurden auch in Rathenow zahlreiche Straßenbaumaßnahmen in Angriff genommen. Noch ist kein Ende der Bauarbeiten am Kreisel am Grünauer Weg in Sicht. Die Fr.-Engels-Straße wird komplett erneuert. Die Puschkinstraße wird saniert. Der Ebertring Richtung Bahnhof bekommt einen neuen Belag. Und nun wird auch an der maroden Friedensbrücke gebaut.
Diese Brücke ist 55 Jahre alt und sicher mal für eine ganz andere Belastung ausgelegt worden als die, der sie heute ausgesetzt ist. Sie ist nun einspurig befahrbar. Eine Ampel regelt den Verkehr. So stauen sich die Fahrzeuge zu Spitzenzeiten schon mal bis in die Stadtmitte.
Morgen beginnen im Land Brandenburg die Sommerferien. Auf der Havel waren gestern schon zahlreiche Kanuten unterwegs.
Schön, wenn man mit Freunden auf dem Wasser eine Tour unternehmen kann. Auch mit dem Fahrrad kann man auf gut ausgebauten Radwegen das Havelland erkunden. Solche Radtouren gehörten mal zum Ferienangebot. Schüler der vierten Klassen hatten dabei in der ersten Sommerferienwoche die Gelegenheit, den Kreis Rathenow näher kennenzulernen. Im Rahmen der “Kreisrundfahrt” wurde in den Schulen für jeweils eine Nacht Quartier bezogen. So entstanden Tagesetappen von etwa 20 bis 25 km und die Kinder lernten ihre nähere Umgebung kennen. Heute sind einige schon auf Mallorca, in der Türkei oder in Italien gewesen, andere hängen nur vor der eigenen Haustür rum. Was es aber in Buschow, Stölln, Klessen oder Grütz Interessantes zu sehen gibt, ist den meisten Kindern unbekannt.
2942 frühere Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sind der “Financial Times Deutschland” (ftd.de) zufolge trotz Prüfung im öffentlichen Dienst ( Landesverwaltung Brandenburgs) verblieben.
Im Premnitzer Industriepark kam es gestern zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. Bei Bauarbeiten in einer alten Halle war eine frühere Druckmessanlage beschädigt worden. Dabei wurden ungefähr 500 ml Quecksilber freigesetzt. Da es auf einen betonierten Boden gelaufen war, konnte es mit Sand aufgenommen und in Spezialbehälter gefüllt werden. Von einer berechtigten Entsorgungsfirma wurde es dann abtransportiert. Zur Zeit des Unglücks hatten 18 Personen der Premnitzer Arbeitsförderungsgesellschaft(AFP) in dieser Halle gearbeitet. Alle wurden vorsorglich im Rathenower Krankenhaus untersucht. Die AFP hatte vor einigen Monaten drei Hallen gekauft. Es war offenbar nicht bekannt, dass in dem Messgerät Quecksilber enthalten war. Bis zur endgültigen Klärung aller Sachverhalte bleibt die Halle geschlossen.
Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall. Unter normalen Bedingungen ist es flüssig. Deshalb wurden früher viele Messgeräte damit befüllt. Auch Thermometer enthielten Quecksilber. Zerbricht ein solches Messgerät, rollt das darin enthaltene Quecksiber in Form winziger Kügelchen davon. Dabei werden giftige Dämpfe freigesetzt. Erste Vergiftungsanzeichen sind Schwindelgefühl, Übelkeit und Kopfschmerzen.
1997 schuf der Komponist Dr. Rudolf Volz seine Version von Goethes Faust als Rockoper. Sie wurde nun bereits zum zweiten Mal auf der Hauptbühne im Mühlenhof aufgeführt. Schon das Vorprogramm war ansprechend mit Dudelsackmusik, Stelzenläufer, Akkordeonspieler und Feuerspucker.
Die Texte der Rockoper waren allesamt der Originalfassung entnommen. Deshalb wurde auch so mancher Satz vom Publikum mitgesprochen. Sänger, Tänzer, Schauspieler und Live-Band sorgten für abwechslungsreiche Szenen.
Immer wieder bewegten sich die Akteure zwischen den Zuschauern und bezogen diese mit ein, hier ist Mephisto unterwegs.
Mit zunehmender Dunkelheit wurden auch die Show-Effekte deutlicher sichtbar.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und auch das Wetter spielte mit.
Heute von 14 bis 18 Uhr können noch einmal große und kleine Hexen, Zauberer und Teufelchen beim Hexenfest im Optikpark mitmachen. Für nur einen Euro Eintritt (unter 6 Jahren kostenlos, Erwachsene zahlen die üblichen 2 Euro) werden viele Attraktionen geboten. Das Gelände zwischen der Weißen Bühne und dem Brachymedialfernrohr hat sich in ein verwunschenes Gebiet verwandelt. Überall hängen große Spinnweben herum. Zauberer Charly sucht sich Assistenten aus, die ihm dann beim Zaubern helfen dürfen.
In der Hexenschule lernen die Kinder das Hexeneinmaleins und tanzen zur Hexenmusik.
Sie können sich schminken lassen, mit Hexenpfeilen werfen, sich die Zukunft vorhersagen lassen, Scherzfragen lösen und sich an vielen anderen Stationen betätigen. Die Hexe Baba-Jaga lässt die Kinder in einem russischen Märchen mitwirken.
Da kommt mit Sicherheit keine Langeweile auf.
Am Sonnabend ist der Tag des Imkers. Im Wald an der Chaussee nach Bamme befindet sich ein Schaugelände. Dort sind am 4. Juli interessierte Besucher herzlich willkommen. Man kann sich die unterschiedlichsten Bienenstöcke ansehen und erfährt viel über diese fleißigen und nützlichen Tiere. Vielleicht entscheidet sich jemand für dieses Hobby, denn in den letzten Jahren ist im Havelland der Bestand an Honigbienen stark zurückgegangen. Das lag daran, dass Krankheiten und Schädlinge die Bestände drastisch reduziert haben, aber es mangelt auch am Imkernachwuchs.
Ich habe mich heute schon mal bei Hobby-Imker Bernd Hansen in Rathenow-West umgesehen. Man kann sein Grundstück nicht verfehlen, denn diese lustige Biene lädt zum Besuch ein:
Sie ist natürlich von Herrn Hansen selbst gebaut worden. Viele Rathenower wissen noch, dass er als Drechsler Nussknacker, Räuchermännchen und andere hübsche Holzfiguren hergestellt hat. Nun bietet er Honig an. Von den Etiketten erfährt der Kunde auch, wo die Bienen die süße Ware eingesammelt haben.
Augenblicklich sind sie mit der Herstellung von Lindenblütenhonig beschäftigt.
Zum Schluss noch ein Blick hinter die Kulissen. In diesen Beuten befinden sich die Waben. Sind alle mit Honig gefüllt, werden sie mit Wachsdeckelchen verschlossen.


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