Den Bundesehrenpreis 2009 erhielt Bäckermeister Olaf Thonke aus Rathenow kürzlich. Das Familienunternehmen besteht seit mehr als achtzig Jahren. Bis Anfang der neunziger Jahre wurde in der Bahnhofstraße von Rathenow das Brot gebacken. Damals war Vater Günther noch der Chef des Unternehmens. Sohn Olaf ließ ein modernes Backhaus in der Gustav-Freytag-Straße errichten und beliefert seitdem viele Filialen in der näheren und weiteren Umgebung. Bei Qualitätsbewertungen schneiden die Thonke-Produkte immer gut ab. Vater Günther Thonke ist als historisch interessierter Mensch noch mit der Heimatgeschichte beschäftigt.
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Unsere gestrige Radtour führte uns in den östlichen Bereich des ehemaligen Kreises Rathenow. Zuerst ging es durch den Wald auf dem “Alten Stadtweg”, der nun schon seit etlichen Jahren ein toller Radweg ist, nach Stechow. Von dort fuhren wir über Nennhausen nach Buckow. Von der ICE-Brücke hat man einen großartigen Blick auf die Weite des Havellandes.
Hier irgendwo in den Wiesen ziehen jetzt die Großtrappen ihre Jungen auf. Für sie wurde extra ein Schutzwall beim Bau der ICE-Strecke angelegt, denn es sind mit die letzten Bestände der größten flugfähigen Vögel Mitteleuropas. Am Rande des Gebietes informieren Tafeln über diese Vögel.
Weiter ging es an der Vogelschutzstation vorbei. Nach Terminvereinbarung können Besucher hier viel Wissenswertes über die Tiere erfahren bzw an Wanderungen teilnehmen.
Kurz vor Buckow fühlten wir uns dann noch auf die Avus versetzt, denn etwa 20 Cabrios mit fast ausnahmslos Berliner Kennzeichen fuhren an uns vorbei. Nach dem Konzertbesuch in der Buckower Kirche ging es dann wieder über Nennhausen nach Steckelsdorf zurück. Dieses Mal benutzten wir ab Stechow den Radweg neben der B188. Das werden wir aber nicht wiederholen angesichts der zahllosen Fahrzeuge auf der Bundesstraße. Da genießen wir doch lieber die Waldluft anstelle der Autoabgase. Insgesamt kamen so etwa 50 km zusammen.
Gestern gab es in der ehemaligen Wallfahrtskirche in Buckow bei Nennhausen ein Konzert.
Die Kirche muss dringend saniert werden. So war vor einiger Zeit sogar der Verkauf des Gotteshauses im Gespräch. Zum Glück haben sich Interessierte gefunden, die sich nun mit Energie und Ideen für den Erhalt einsetzen. Am 21. Mai wurde ein Förderverein “Wallfahrtskirche zu Buckow e.V.” gegründet. Das gestrige Konzert war eine erste Aktion, um Leben in das Gebäude zu bringen und Sponsoren zu finden. Angekündigt war ein Trio, das dann allerdings als Duo auftrat und Werke von Bach, Musik aus Indien sowie Eigenkompositionen darbot.
Enttäuscht wurden die etwa 70 Zuhörer nicht. Im Hinausgehen bemerkte ein Gast der Veranstaltung: “Das war ein Konzert der leisen Töne.” Mit Gitarre, Flöte und Percussion lässt sich nun mal kein komplettes Orchester simulieren.
Weitere Veranstaltungen sind geplant. So findet am 30. August um 16 Uhr eine “Historische Entdeckungsreise – die Buckower Kirche als ehemalige Wallfahrtskirche” statt. Hartmut Kühne und Dirk Schumann werden dazu in Vorträgen mit kirchen- und bauhistorischen Fakten aufwarten. Am 13. September ab 11 Uhr “Tag des offenen Denkmals”, dabei ist für Vereinsmitglieder eine Turmbesteigung auf eigene Gefahr möglich. Am 11. Oktober um 10.30 Uhr gibt es einen Bläsergottesdienst zu Erntedank und am 4. Advent findet ein Weihnachtssingen statt in der Buckower Kirche.


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