In Rathenow werden normalerweise Sonnabendmittag die Bürgersteige hochgeklappt. Mehrere Male im Jahr gibt es allerdings Sonntage, an denen viele Geschäfte geöffnet sind und Kunden in die Innenstadt locken sollen. An diesem Wochenende fand ein Frühlingsfest statt. Auf dem Märkischen Platz hofften Händler und Fahrgeschäfte auf Kundschaft. Das Optikmuseum im Kulturzentrum lud zur kostenlosen Besichtigung ein.
Im Foyer des Kulturhauses konnten Kinder mikroskopieren und einfachste optische Geräte bauen. Die Rathenower Stadtspatzen hatten an der Hauptkreuzung Aufstellung genommen und erfreuten die Zuhörer mit ihrer Musik.
Im ehemaligen Kurzwarenladen in der Berliner Straße war extra für den heutigen Tag ein DDR-Museum eingerichtet worden.
Schon die auf dem Gehweg vor diesem “Museum” abgestellten Fahrzeuge weckten die Neugier der Paasanten. Im Laden selbst drängten sich gleich zur Eröffnung die Besucher: Ältere, um festzustellen, was sie selbst mal hatten oder noch besitzen, jüngere, um einen Eindruck zu gewinnen vom “Damals”. Damit zeigt sich auch gleich mal wieder, wie sehr der Stadt ein richtiges Heimatmuseum fehlt. Viele Dinge liegen noch in Kellern und auf Dachböden herum und könnten in einem Museum Wissenswertes über eine vergangene Epoche vermitteln.
Auch einige Schaufenster, wie z.B. im Modehaus Sandbrink, waren diesem Motto entsprechend dekoriert worden.
Vor der Post waren Stände mit Trödel aufgebaut. Einige Händler hatten sogar Blauhemden (“Kluft” der FDJ) samt Auszeichnungen an. Allerdings passt das Marken-T-Shirt nicht ganz dazu.
Für den Baum des Lebens konnten nochmals Tonfliesen gestaltet werden. Der Baum geht nun seiner Vollendung entgegen.
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So
17
Mai '09


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