Archiv für den Monat: Mai 2009

Das war´s?

Am Mittwochnachmittag stand ein Fahrzeug mit Hebebühne auf der Friedensbrücke. Ein Schild wies auf „Baustelle“ hin. Viele werden sich gefreut haben, dass dieser Schandfleck endlich in Angriff genommen wird. Die Brücke hat seit Jahrzehnten keine Farbe mehr abbekommen (außer einigen planlosen Schmierereien) und rostet vor sich hin. Großer Irrtum! Die Taubennester wurden abgeräumt. Das war´s! Der Dreck liegt noch da. Es wäre doch wohl das Mindeste gewesen, ihn dann gleich ordnungsgemäß zu beräumen.
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Füchse in der Stadt

Kürzlich war in der MAZ zu lesen, dass besonders die Hühnerställe in Rathenow-West von Füchsen heimgesucht werden. So wurden Hühner und Enten im Baumschulenweg und in der Genthiner Straße von Füchsen getötet. Als wir heute kurz nach 18 Uhr die Genthiner Straße passierten, überquerte ein Fuchs mit einem Huhn im Fang die Fahrbahn und verschwand Richtung Friedensstraße.

Neueste Erfindung: Kommunal-Kombi

Es war zu erwarten: Angesichts bevorstehender Wahlen muss das Volk mit einem „Leckerli“ bei Laune gehalten werden. Waren es vor Jahren ABM, die die Arbeitslosenstatistiken fälschen halfen, pries man noch vor einigen Monaten die Ein-Euro-Jobs als Allheilmittel. Längst hatten die Betroffenen erkannt, dass sie trotz gegenteiliger Beteuerungen der Behörden reguläre Arbeit zum Schinderlohn ausführten. Nun heißt die neueste Ausgeburt „Kommunal-Kombi“. Dabei geben der Bund 500 Euro pro Stelle, das Land 150 Euro, der Landkreis 135 Euro und der Träger oder die Kommune den nicht festgeschriebenen Rest. Manche der Träger haben keine finanziellen Mittel oder die Kommune verschleudert ihre Gelder lieber in sinnlosen Prozessen (Rathenow gegen Landkreis wegen Bismarckturm oder Rathenow gegen Bahn wegen des zweiten Tunnels). Dann werden die Langzeitarbeitslosen auf einen Stundenlohn von etwa fünf Euro kommen. Damit werden viele von ihnen arbeiten und weiterhin Kunden bei der Hartz-IV-Behörde bleiben. Wir sind ein Volk, eins, das man für blöd verkaufen kann.

Sind Wahlen angesagt?

Es ist nicht zu übersehen: Neben den üblichen Papptafeln, auf denen auf irgendwelche Parties hingewiesen wird, hängen seit Wochen an jedem Laternenmast Pappscheiben mit Gesichtern oder irgendwelchen Sprüchen. Kein Mensch kann mit diesen inhaltslosen Sätzen etwas anfangen. Muss ja auch niemand. So kann nach einer Wahl wenigstens keiner an irgendeine Zusage erinnert werden. Und was man nicht versprochen hat, muss auch nicht eingehalten werden. Nur wird man mit solchen sinnlosen Plakaten die Wähler bestimmt nicht an die Urnen locken. Aber es ist ja auch egal, wer am Steuer sitzt. Tiefer kann man den Karren kaum noch in den Dreck fahren. Die Schulden sind längst nicht mehr zu überschauen, von Abbau keine Rede. Was das Volk sagt oder denkt, spielt keine Rolle. Unsere Politiker schweben in Sphären fernab jeder Realität. Was soll eine Europawahl, wenn in Deutschland die Kleinstaaterei immer mehr vorangetrieben wird?

Radtour durch das Havelland

Am Herrentag waren viele Leute unterwegs, die meisten wohl mit Fahrrädern. Bei unseren gut ausgebauten Radwegen dürfte das auch kein Problem mehr sein. Wir hatten befürchtet, dass einige der mitgeführten Getränkeflaschen zu Bruch gegangen wären und wollten uns keinen Platten fahren. Deshalb haben wir erst heute wieder eine längere Radtour unternommen. Dieses Mal berührte unsere Strecke die offizielle Strecke des Drei-Seen-Laufs. Allerdings fuhren wir in der entgegengesetzten Richtung. Mit der Anfahrt von Steckelsdorf über Rathenow, Stechow, Ferchesar nach Lochow und weiter nach Witzke, Wassersuppe, Hohennauen und zurück über Rathenow nach Steckelsdorf kamen locker 46 km zusammen. Die Radwege waren sehr sauber. Keine Ahnung, ob inzwischen die Scherben vom Himmelfahrtstag beseitigt worden sind oder ob die „Herren“ wirklich sorgsamer mit ihren Getränkeflaschen umgehen. Für Leute, die Ruhe in der Natur suchen, ist diese Route sehr zu empfehlen. Der erste Teil der Strecke führt durch Wald. Am Ortseingang von Ferchesar entdeckten wir auf einer Koppel drei Stuten mit ihren Fohlen.
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Der Wald zwischen Ferchesar und Lochow vermittelt noch immer ein Bild des urtümlichen, wie es sowohl von Ilse Gräfin von Bredow in ihren Erzählungen beschrieben wurde als auch von Friedrich de la Motte la Fouque in seiner „Undine“. Gleich hinter Lochow verändert sich dann schlagartig die Landschaft: Kurz vor dem Ort düsterer Wald, sogar Gefälle und hinter dem Dorf weite Wiesen, zum Teil Trockenrasen. Überall findet auch der Ortsunkundige Wegweiser und Entfernungsangaben.
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Frühlingsfest

In Rathenow werden normalerweise Sonnabendmittag die Bürgersteige hochgeklappt. Mehrere Male im Jahr gibt es allerdings Sonntage, an denen viele Geschäfte geöffnet sind und Kunden in die Innenstadt locken sollen. An diesem Wochenende fand ein Frühlingsfest statt. Auf dem Märkischen Platz hofften Händler und Fahrgeschäfte auf Kundschaft. Das Optikmuseum im Kulturzentrum lud zur kostenlosen Besichtigung ein.
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Im Foyer des Kulturhauses konnten Kinder mikroskopieren und einfachste optische Geräte bauen. Die Rathenower Stadtspatzen hatten an der Hauptkreuzung Aufstellung genommen und erfreuten die Zuhörer mit ihrer Musik.
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Im ehemaligen Kurzwarenladen in der Berliner Straße war extra für den heutigen Tag ein DDR-Museum eingerichtet worden.
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Schon die auf dem Gehweg vor diesem „Museum“ abgestellten Fahrzeuge weckten die Neugier der Paasanten. Im Laden selbst drängten sich gleich zur Eröffnung die Besucher: Ältere, um festzustellen, was sie selbst mal hatten oder noch besitzen, jüngere, um einen Eindruck zu gewinnen vom „Damals“. Damit zeigt sich auch gleich mal wieder, wie sehr der Stadt ein richtiges Heimatmuseum fehlt. Viele Dinge liegen noch in Kellern und auf Dachböden herum und könnten in einem Museum Wissenswertes über eine vergangene Epoche vermitteln.
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Auch einige Schaufenster, wie z.B. im Modehaus Sandbrink, waren diesem Motto entsprechend dekoriert worden.
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Vor der Post waren Stände mit Trödel aufgebaut. Einige Händler hatten sogar Blauhemden („Kluft“ der FDJ) samt Auszeichnungen an. Allerdings passt das Marken-T-Shirt nicht ganz dazu.
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Für den Baum des Lebens konnten nochmals Tonfliesen gestaltet werden. Der Baum geht nun seiner Vollendung entgegen.
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Arbeiten gehen voran

Am Fundament für den Leuchtturm wird gearbeitet. Der Leuchtturm selbst bekommt gerade einen Farbanstrich.
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Und auch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche wird eingerüstet, damit die Dachsanierung erfolgen kann.
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Bleibt trotzdem immer wieder die Frage: Wie haben das die Menschen vor einigen hundert Jahren gemacht ohne die Technik von heute?

Optikparkimpressionen

Die Rhododendren stehen in voller Blüte.
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Die Stauden in den Beeten haben sich gut entwickelt. Waren sie zur Laga zum Teil noch sehr spärlich ausgebildet, stehen sie nun dicht aneinander. Die letzten Tulpen sind voll erblüht und die Stiefmütterchen leuchten in vielen Farben.
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Im Streichelzoo gibt es dieses Mal bei fast allen Tieren Nachwuchs zu bewundern. Im Beisein eines Tierpflegers können Kinder die Tiere aus nächster Nähe betrachten, sie streicheln und Kaninchen und Meerschweinchen auch mal in den Arm nehmen.
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Die Spielplätze erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Zahlreiche Kinder besitzen bereits eine Dauerkarte, um hier nach Herzenslust klettern, rutschen und hangeln zu können. Auch das Weidentipi hat sich gut entwickelt und bildet ein lichtes grünes Gewölbe.
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Leuchtturm steht bald

Bald hat Rathenow eine neue Attraktion: einen Leuchtturm. Seit Beginn der Woche wird am Fundament dafür gearbeitet. Im vergangenen Jahr war dieses technische Denkmal nach Rathenow gebracht worden. Er hatte viele Jahre in Warnemünde an der Mittelmole den Schiffen den Weg gewiesen. Das Linsensystem zahlreicher Leuchttürme wurde früher in optischen Betrieben in Rathenow hergestellt. Daraus entstand auch die Idee, den Optikpark mit einem ausgemusterten Leuchtturm auszustatten. Im Juni sollen die Arbeiten daran abgeschlossen sein.
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Dachsanierung beginnt

Seit Beginn der Woche wird an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow gearbeitet. Der Bauzaun steht. Der Haupteingang ist den Bauarbeitern vorbehalten. Kirchenbesucher kommen über einen Seiteneingang in den Chorraum. Viele Rathenower und Menschen, die früher in Rathenow gelebt haben oder auf andere Weise mit dieser Kirche verbunden sind, haben sich an der Spendenaktion beteiligt. Manche nutzten auch Jubiläen und erbaten sich statt eines Geschenkes Geld für Dachsteine. Wer noch mehr Informationen dazu haben möchte, der kann sich auf der Homepage der SMAK informieren.
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Schweinepest

Schweinepest, Vogelgrippe, BSE, Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche….alles Tierkrankheiten. Und alle geistern mehr oder weniger lange durch sämtliche Medien. Es wird gewarnt und hinterher wieder beruhigt. Was soll der Einzelne tun? Gegen die Massentierhaltung kann niemand was unternehmen. Und damit es in solchen Riesenbeständen nicht zu einer Katastrophe in Form einer Seuche kommt, wird doch jedes Tier schon vom ersten Lebenstag an mit Medikamenten vollgestopft. Das hat genau so auch Auswirkung auf die Menschen wie der Kontakt mit erkrankten Tieren, nur spüren wir es vielleicht erst später. Die Tiere oder ihr Fleisch werden viele hundert Kilometer weit über Ländergrenzen hin und her transportiert. Und ist das Fleisch nicht mehr frisch genug, wird es mariniert, paniert, gewürzt. Der Verbraucher wird es schon schlucken. Also nur noch vegetarisch leben? Kann man auch vergessen: Genmanipuliert, mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln hochgeputscht, gegen normale Verwelkungserscheinungen mit Frischhaltemitteln behandelt schlucken wir täglich viele unnötige, wenn nicht sogar schädliche Stoffe. Und erkrankt jemand durch dieses Zeug, wird es schwerfallen, den Beweis dafür anzutreten. Die Bauern werden unter Druck gesetzt. Entweder machen sie mit in einem bedingungslosen Kampf ums Überleben oder sie können aufgeben.

Nymphensittiche über Rathenow

Bereits am 29. April wurde in der Curlandstraße ein Nymphensittich gehört und später auch gesichtet. Einen Tag später wurde er in der Stendaler Straße erneut gesichtet, wie er über den dort ansässigen Gartensparten sein „Unwesen“ trieb. Gegen Abend dann die große Überaschung, der Sittich war bei weiteren Sichtungen nicht mehr alleine und flog in Sittichbegleitung über die Gärten. Wem die Vögel entflogen sind, ist unbekannt.

7 Jahre Trödelmarkt

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Seit sieben Jahren gibt es den Hobby- und Trödelmarkt in der Rathenower Lessingstraße. In den ehemaligen Fahrzeughallen der Sowjetarmee und auf der Freifläche bauen jetzt Händler aus dem Landkreis und der näheren Umgebung zweimal monatlich ihre Stände auf. Von Geschirr über Bücher, Schallplatten, Kinderbekleidung, Hausrat, Spielzeug und Handarbeitszubehör bis zu Orden und Schmuck ist fast alles zu finden.
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Heute durften wegen des Jubiläums die Händler kostenlos ihre Stände aufbauen. Dafür zahlten die Besucher am Eingang einen Euro Eintritt.
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Dieses Angebot haben etwa 60 Hobbytrödler genutzt. Leider war in der Presse nur einmal kurz erwähnt worden, dass der Markt heute bereits ab neun Uhr geöffnet war. Da er normalerweise erst um 13 Uhr beginnt, gab es am Vormittag nur wenige Besucher. Darauf hätten die Organisatoren auf den Plakaten hinweisen sollen.

Garagenbrand in der Walpurgisnacht

In der Nacht zum 1. Mai brannten im Rathenower Ortsteil Böhne mehrere Garagen vollständig aus. Ein Übergreifen des Feuers auf das Mehrfamilienhaus auf dem Grundstück konnte durch die Freiwillige Feuerwehr verhindert werden. Die Brandursache ist noch unklar.
Es wird darauf hingewiesen, dass wegen der enormen Trockenheit seit Wochen die höchste Waldbrandwarnstufe besteht. Jeder sollte besonders achtsam mit offenem Feuer umgehen.