Archiv für den Monat: Februar 2009

Zigarettenhändler zunehmend unter Druck

In der vergangenen Woche fand die Polizei in Rathenow und Premnitz mehrmals herrenlose unverzollte Zigaretten. Die Händler hatten sich beim Anblick der Ordnungshüter wohl rechtzeitig zurückgezogen. Schon zum Jahresende war es in Premnitz einige Male zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen Zigarettenhändlern gekommen. Am Montag dieser Woche wurden nun in Premnitz zwei Vietnamesen mit Kopfverletzungen gefunden. Sie waren wohl von Rivalen mit Eisenstangen geschlagen worden und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Freier Journalismus

Vor etwa zehn Tagen bat mich eine Mitarbeiterin des „PreußenSpiegel“ um ein Interview. Sie würde gern der Öffentlichkeit die Bloggerin des Rathenow-Blogs vorstellen. Da ich nichts zu verbergen habe, willigte ich ein. Wir verabredeten uns für Dienstag zu einem Gespräch. Mit gut 20-minütiger Verspätung erschien dann ein junger Mann. So weit noch kein Problem. Allerdings hätte ich mir vielleicht doch erbitten sollen, vorher den Artikel zu sehen. Schon die Überschrift „Der Klick zum Glück“ und der erste Satz des heute erschienen Beitrags: „Auf der Jagd nach einem guten Foto und einer Story….“ entsprechen in keiner Weise den Tatsachen. Ich verbreite hier keine Stories und ich bin auch nicht auf der Jagd. Ich hatte ihm erzählt, dass sich die meisten Beiträge von selbst ergeben aus dem Alltagsgeschehen. Als zweite stört mich die Art, wie über mich geschrieben wird. Bringt man jemandem Respekt entgegen, dürfte es wohl nicht schwer sein, im Artikel vor dem Namen Frau unterzubringen. Auf die Frage des jungen Mannes nach Reaktionen auf meine Bloggerei in meinem Umfeld sagte ich ihm, dass die wenigsten wüssten, wer sich hinter Helga verbirgt und dass das für mich auch unwichtig sei. Im Zeitungsartikel lese ich heute, dass ich von Gleichaltrigen bewundert werde. Totaler Quatsch, kann ich da nur sagen.

Diebe am Werk

Vor einigen Wochen wurde in Premnitz ein abgestellter LKW aufgebrochen. Da nichts weiter zu holen war, ließen die Gauner einige Rollen Toilettenpapier mitgehen. Der angerichtete Schaden am Fahrzeug übertraf den Wert der „Beute“ beträchtlich. In dieser Woche stahlen Unbekannte aus einem Mehrfamilienhaus in Hohennauen sämtliche im Treppenhaus stehenden Schuhe. Wer kann mit getragenen Schuhen verschiedener Größen was anfangen? Oder hat sich nur jemand über die „Ordnung“ vor den Wohnungstüren geärgert?

Endlich taut es

Über Nacht hatte es mal wieder etwas geschneit. Heute früh war der Schnee schon ziemlich nass.
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Diese Spuren hat unser Zeitungszusteller hinterlassen. Im Laufe des Tages nieselte es. Nun ist der Schnee weg und wir konnten sogar ein paar Eimer leeren, in denen das Wasser gefroren war. Dabei entstanden diese vergänglichen Kunstwerke.
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Vor einigen Wochen hatten sich mehrere Künstler gemeinsam mit Frank Gumz aus Großwudicke mit Kettensägen an Eisblöcken am Semliner See betätigt. Die dabei entstandenen Skulpturen werden sich jetzt auch in Wasser auflösen.

Närrisches Treiben

Die närrische Saison geht auf ihren Höhepunkt zu. Heute war die Rathenower Geschwister-Scholl-Grundschule voll kleiner und großer Narren.
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In allen Räumen vergnügten sich verwegene Piraten, wilde Räuber, schöne Prinzessinnen, Pippi Langstrumpf, Hexen, Zauberer und andere. Von Schülern und Lehrern weit und breit keine Spur. In jedem Raum wurde eine Attraktion geboten. Unter anderem konnte am Glücksrad gedreht werden. Zahlreiche Paare schlossen den Bund der Eintagsehe. Viele Neugierige ließen sich die Zukunft voraussagen. Es gab Essen und Getränke und im Speiseraum wurde zu Diskomusik getanzt.
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Zum Schluss wurden die schönsten Lehrer- und Schülerkostüme mit Medaillen belohnt. Viel zu schnell verging dieser Schultag.

Große Abi-Feier wird vorbereitet

Nach der Fusion des Duncker- und des Jahngymnasiums wird es in diesem Jahr die größte Anzahl von Abiturienten an diesem Gymnasium geben. Die Jugendlichen wollen mit einer großen gemeinsamen Abschlussfeier beweisen, dass das „Zusammenwachsen“ gelungen ist. Da es in Rathenow keinen geeigneten Saal gibt, wird die Veranstaltung im Mühleninnenhof und im Saal der Musikschule stattfinden. Die Abiturienten sind sehr erfinderisch bei der Beschaffung der finanziellen Mittel für diese Abiturfeier. Der Chor und der Kurs Darstellendes Spiel traten bereits mehrfach öffentlich auf. Der Kunstzirkel hatte beim Weihnachtskonzert wieder Kalender verkauft mit Motiven von Schülerarbeiten. Und natürlich hoffen alle noch auf ein paar zahlungskräftige Sponsoren.

Aus Plus wird Netto

Plus war der erste Supermarkt, der nach der Währungsunion hier in der Gegend eine Filiale eröffnete. Sie befand sich in Göttlin in einem umgebauten ehemaligen Hühnerstall. Viele Rathenower sind wohl auf diese Weise überhaupt zum ersten Mal nach Göttlin gekommen. Die Autoschlange, die sich täglich zwischen Rathenow und Göttlin bewegte, war unübersehbar. Später wurde dann eine Plusfiliale in der Gustav-Freytag-Straße hinter dem Bahnübergang auch in einer Baracke eröffnet. Zu der Zeit siedelten sich aber auch schon andere Supermärkte in der Stadt an. Als dann der Neubau an der Milower Landstraße fertig war, wurde schon etwas mehr Verkaufskultur geboten. Nach ein paar Jahren bezog Plus seine Geschäfte in der Fehrbelliner und in der Curlandstraße. Die Filiale an der Milower Landstraße wurde zu einem Bekleidungsgeschäft (Voegele). Vor vielleicht zwei Jahren baute Plus einen neuen Supermarkt in der Brandenburger/Ecke Bergstraße und gab den Markt in der Fehrbelliner Straße auf. Hier in der Brandenburger Straße wird nun am Donnerstag ein Netto-Geschäft eröffnet. Seit einigen Tagen laufen die Umbauarbeiten.

Doppelt betrogen

Die Leute, die seit über einem Jahr ohne Arbeit sind, sind (hier im Havelland zumindest) gleich doppelt betrogen. Im vergangenen Jahr gab es so gut wie keine ABM. Inzwischen sind diese Leute dann zum größten Teil aus dem Arbeitslosengeldanspruch raus, bekommen also Hartz IV. Und wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, der bekommt natürlich auch keine ABM mehr. Da hilft es auch nichts, dass angesichts der bevorstehenden Wahlen mal wieder ein paar ABM bewilligt werden sollen. So kann man natürlich keine Wählerstimmen einfangen. Wartet nicht zu lange mit der Hilfe für die Betroffenen. Es stehen auch andere Stimmenfänger in den Startlöchern.

Nachtrag zum Freitag, dem 13.

Für mich war es kein Pechtag. Ganz im Gegenteil: Ich habe zwei Freikarten für die BRALA bekommen.
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Im vergangenen Jahr wurde ein neuer Name für das MAFZ (Märkisches Ausstellungs- und Freizeitzentrum) in Paaren im Glien gesucht. Die Ausschreibung erfolgte offiziell in der Märkischen Allgemeinen und in anderen Regionalzeitungen. Zum Ende der vorgegebenen Frist wurde dann bekanntgegeben, dass sich der Name MAFZ bereits so eingeprägt hat, dass man ihn beibehalten wolle mit dem Zusatz Erlebnispark. Die Preisträger hatten damals bereits ihren Gewinn erhalten. Jetzt bekamen alle, die sich mit Vorschlägen beteiligt hatten, zwei Tageskarten für die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung vom 21. bis 24. Mai und ein Programmheft mit den Veranstaltungen dieses Jahres.
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Vielen Dank dafür.

Grüße zum Valentinstag

Der Handel hat ja etliche „Feiertage“ neu entdeckt, um den Umsatz zu steigern. Um Halloween wird ein gewaltiger Rummel veranstaltet, ebenso um den Valentinstag. Der 14. Februar ist seit 87 Jahren der Geburtstag meiner Mutti. Früher gab es ein paar Schneeglöckchen oder, wenn man Glück hatte, Alpenveilchen. Meist wurden die Alpenveilchen jedoch zurückgehalten, damit am 8. März zum Frauentag einigermaßen ausreichend Sträußchen im Angebot waren. Als ich eben mal kurz durch den Garten gegengen bin, habe ich die ersten Frühlingsboten gefunden. Trotz der niedrigen Temperaturen und einer hauchdünnen Schneedecke blühen eine Christrose, ein paar Schneeglöckchen und Winterlinge.
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Langsam aber sicher erwacht die Natur zu neuem Leben.

Heimatmaler Dieter Rosenau verstorben

Heute las ich in der Zeitung, dass der Rathenower Maler Dieter Rosenau am 25. Januar verstorben ist. Er lebte bis vor fünfzehn Jahren in Rathenow am Schlachthofplatz. Man sah ihn bis dahin stets mit Zeichenblock und Stiften vorrangig in der Altstadt seine Skizzen zu Papier bringen. 1994 zog er dann in eine Anlage für betreutes Wohnen in Elslaake. Auch hier war er weiter künstlerisch beschäftigt.

Es passiert auch hier

Zum Jahresende war aus verschiedenen Gegenden berichtet worden, dass Kinder aus dem Zug gewiesen wurden, weil sie keinen gültigen Fahrschein dabei hatten. Heute wurde in der Märkischen Allgemeinen über einen Sechsjährigen aus Göttlin berichtet, der vor zwei Wochen an der Otto-Seeger-Grundschule in Rathenow-West aus Versehen in den falschen Bus gestiegen war. Als das Kind bemerkte, dass der Bus nicht nach Göttlin fuhr, wandte er sich an den Busfahrer. Dieser wollte den Schüler bereits unterwegs aus dem Bus setzen. Das Kind weigerte sich. An der Endhaltestelle in Böhne musste der Kleine dann den Bus verlassen, ohne dass sich der Fahrer um ihn kümmerte. Andere Schüler nahmen ihn mit nach Hause und informierten die Mutter. Diese holte ihr Kind dann in Böhne ab.

Das Bübchen auf dem Eis

Kinder und Eis passten schon immer mehr oder weniger gut zusammen. Genau wie Feuer und Wasser auf Kinder eine magische Anziehungskraft ausüben. So fand ich kürzlich ein Gedicht, das meine Mutti mit fast 87 Jahren noch auswendig aufsagen kann.
Will sehen, was ich weiß, vom Bübchen auf dem Eis
Ein Gedicht von Friedrich Güll (01.04.1812-24.12.1879)
1. Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen;
das Eis, das muss doch tragen!“ – Wer weiß?
2. Das Büblein stampft und hacket
mit seinen Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht`s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
als wie ein Krebs und zappelt mit Schrei`n.
3. „O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!“
Wär`nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen, o weh!
4. Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus.
Vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus
das Büblein hat getropfet;
der Vater hat`s geklopfet zu Haus`.
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Diesem hier kann das zum Glück nicht passieren. Es ist nur eine Pfütze auf einem Feld zwischen Steckelsdorf und Rathenow -West.

Spendenübergabe in der Kindertafel

Leuchtende Kinderaugen bei der Tafel

NEUMÜNSTER. Viele Neumünsteraner haben das Weihnachtsfest schon vergessen und machen sich Gedanken über die kommenden Osterfeiertage Mitte April. Einer jedoch hat Weihnachten noch nicht so schnell vergessen und den Kindern der Kindertafel noch einmal Geschenke beschert.
Horst Schrinner, Träger der Caspar-von-Saldern-Verdienstmedaille, wurde am vergangenen Donnerstag, 22.01, von einer Schar Kinder mit leuchtenden Augen umring, als er jedem von ihnen eine warme Mütze schenkte. Daneben standen die sehr gerührte, 1. Vorsitzende der Tafel e.V., Christina Arpe und der Leiter der Kindertafel, Alfred Pohland. Beide hielten einen Scheck über 4444 Euro in der Hand, der ihnen gerade von Horst Schrinner, stellvertretend für die Bürger der Stadt Neumünster übergeben wurde. Nachdem Heiligabend bei dem alljährlichen Turmkonzert 2342,85 Euro gesammelt wurden, ließ sich McDonalds Betreiber, Wilfried Cichon, es sich nicht nehmen noch 350 Euro in die Spendendose zu legen. Auch die 22 Weihnachtsmarktbeschicker, beteiligten sich mit insgesamt noch einmal 550 Euro. „Ich habe eine Vorliebe für Schnapszahlen“, erkläre der Wohltäter die ungewöhnliche Gesamtsumme, die er selber noch um 1201,15 Euro aufstockte um eine Schnapszahl daraus zu machen.
„Vielen Dank, für die tolle Arbeit die bis jetzt geleistet wurde, und hoffentlich noch lange geleistet wird.“ sagte Horst Schrinner weiter bei der Übergabe des Schecks.
Das Geld soll vor allem in Schulmaterialien und Freizeitaktionen, wie ein Tagesausflug zur Tolkschau, fließen. Auch Kochutensilien und die Versicherung für das Kindertafelauto sollen von diesen Mitteln finanziert werden. Weiterhin ist die Tafel jedoch auf zahlreich Spenden angewiesen. „Zum Jahresende und Jahresanfang sieht es immer sehr gut aus“ erklärte Christina Arpe. Jedoch in der Jahresmitte fehlt es den Kindern trotzdem an vielem. Schuhe und Kleidung für Kinder bis 14 Jahren wird immer benötigt.
Zudem freut sich das Team der Tafel auch immer über ehrenamtliche Helfer.
Informationen für Interessierte gibt es im Internet unter www.tafel-nms.de .

Leuchtende Augen bei der Kindertafel Neumünster