Archiv für den Monat: Januar 2009

Hin und her wegen der BUGA 2015

Vor über einem Jahr setzte sich die Havelregion bei der BUGA-Bewerbung gegen den einzigen noch verbliebenen Mitbewerber Karlsruhe durch. Kurz vor Weihnachten kam dann von der Landesregierung ein Querschläger. Das Ganze wurde mal wieder auf den Prüfstand gestellt. Aber wir lassen uns ja nicht entmutigen. Bis jetzt sind sich die Kommunen noch einig, die gemeinsam die Schau ausrichten wollen. Ein Problem stellt allerdings die Entfernung der fünf Hauptstandorte Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Rhinow und Havelberg dar. Selbst bei bester Kondition kann es eigentlich niemand schaffen, an einem Tag alle Orte aufzusuchen und dann auch noch das Gebotene zu genießen. Als im Jahr 2006 die Landesgartenschau in Rathenow war, hatten die vor allen älteren Besucher schon mit den beiden Ausstellungsflächen am Schwedendamm und auf dem Weinberg ein volles Programm. Auf dem Wasserwege ist die Entfernung nicht innerhalb eines Tages zu bewältigen, wenn noch genug Zeit für die Besichtigung bleiben soll. Das gleiche gilt für den Straßenverkehr. Nun wird von einigen gefordert, die stillgelegte Bahnstrecke nach Neustadt/ Dosse über Rhinow für Draisinen herzurichten. Auch diese Variante wird sich als nicht realisierbar entpuppen. Man muss beachten, dass in erster Linie ältere Besucher zu derartigen Gartenschauen kommen. Eine Möglichkeit wäre wirklich die Wiederbelebung der Bahnstrecke für den Zugverkehr. Diese Strecke war ja zum großen Teil hergerichtet worden vor der Stilllegung. Außerdem geht mir eine Variante durch den Sinn, über die noch gar nicht diskutiert wurde: Warum ist das Ticket nicht für drei aufeinanderfolgende Tage gültig, wenn jedesmal ein anderer Standort aufgesucht wird? Das würde für Übernachtungen im Havelland sorgen und die Gäste hätten wirklich Zeit, die Ausstellungsorte zu besichtigen.

Vorlesewettbewerb

Gestern fand in der Rathenower Bibliothek der Vorlesewettbewerb für Schüler der sechsten Klassen statt. Dazu hatte sich in jeder Grundschule des Altkreises und in der Leistungsklasse des Jahngymnasiums ein Schüler oder eine Schülerin qualifiziert. Diese zehn Teilnehmer mussten ein selbstgewähltes Buch vorstellen und einen ihnen bis dahin unbekannten Text dem interessierten Publikum und der Jury vortragen. Isabelle Molaie (Jahngrundschule) und Cara Vollenschier (Jahngymnasium) entschieden diesen Wettbewerb für sich. Gleiche Vorentscheide finden in Falkensee und Nauen statt. Diese sechs besten Vorleser werden dann am 19. Februar in Nauen den Kreissieger ermitteln.

Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“

Am vergangenen Wochenende war Rathenow zum zweiten Mal Austragungsort für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. 267 Jugendliche stellten sich der kritischen Jury. In den verschiedenen Altersklassen und Wertungskategorien qualifizierten sich insgesamt 62 junge Musiker für den Landeswettbewerb in Cottbus. Aus dem Havelland haben sich Kai Ogami (Klavier), Shion Ogami (Violine), Tina Hoeft und Konstantin Schröder (beide Klavier), Marcus Gartschock (Bariton) und Carolin Krüger (Gitarre) mit der Bewertung „Hervorragend“ die Teilnahme am Landesausscheid gesichert.

Pornos und Scherz-E-Mails

Bei Wartungsarbeiten von Computern der havelländischen Kreisverwaltung wurden im hausinternen E-Mail-System große Mengen Scherz-Dateien, Hoaxes sowie Dateien mit chauvinistischen und pornografischen Inhalten entdeckt. Nun laufen intensive Ermittlungen. Ein hauptverdächtiger Mitarbeiter wurde beurlaubt. Allerdings sollen sich keine Dateien mit Kinderpornografie auf den Computern befinden. Das Material soll laut Mitteilung der Kreisverwaltung von privaten Rechnern aus dem Internet geladen und per E-Mail an die Dienstcomputer geschickt worden sein.

Mitarbeiter der Kreisverwaltung schauen sich Pornos an?

Was ist nur los mit den Mitarbeitern der Kreisverwaltung.  Haben sie denn nichts zu tun?

Jetzt schauen sie sich vor lauter Langeweile Nackedeis am Computer an.

Wenn sie nichts zu tun haben, könnten sie ja mal auf die Straße gehen und den Kot wegräumen oder Hartz IV Empfänger mal den Einkauf spendieren.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11415223/61759/Mitarbeiter-haben-hausinternes-E-Mail-System-grob-zweckentfremdet.html

Veranstaltungstipp

Wer mal Lust auf Musicals hat: Musical Fieber spielt am 08.03. im Theatersaal / Kulturzentrum die besten Hits aus allen bekannten Musicals (Cats, Phantom der Oper, König der Löwen etc.). Karten gibts bei eventim.de

Frau Harke zu Recht und Gerechtigkeit

Es hieß früher schon: Die Kleinen henkt man und die Großen lässt man laufen. Wenn man sich ansieht, wie Gerichte in Deutschland entscheiden, bewahrheitet sich dieser Spruch mal wieder. Ein Herr Zumwinkel zahlt eine Mio aus der Kaffeekasse und kommt mit zwei Jahren auf Bewährung davon. In Leipzig wird derzeit über einen Vater wegen der Misshandlung eines Säuglings verhandelt. Trauriges Vorspiel dieser Sache ist, dass die Mutter dieses Kindes zwei Wochen nach der Entbindung wegen Schwarzfahrens in Haft musste. Gab es für diese Frau keinen Mutterschutz? Wollte da jemand ein Exempel statuieren? Folge dieser Gerichtsentscheidung war jedenfalls, dass der Vater mit dem schreienden Säugling überfordert war und in einer Kurzschlussreaktion das Baby derart misshandelte, dass das Kind zwar überlebte, aber voraussichtlich ein lebenslanger Pflegefall bleiben wird. Armes Baby! Hätte diese Mutter nicht zu einem späteren Zeitpunkt oder mit dem Kind einsitzen können? Warum gab es hier keine Bewährungsstrafe?

Praxistest bestanden

Die Kinder hat es in alle Himmelsrichtungen verschlagen. Wenn die Eltern sich ein Bild vom Befinden der jungen Generation machen wollen, müssen sie sich wohl oder übel mal auf den Weg zu ihnen begeben. Dabei ist es nicht so ganz einfach, sich im Verkehr von München, Koblenz, Hannover oder Hamburg zurecht zu finden, wenn man selbst ein Leben lang in unserer überschaubaren Provinz gelebt hat. Deshalb gab es zu Weihnachten ein Navigationsgerät. Heute wurde der Praxistest durchgeführt. Allerdings auf einer Strecke, die wir im Abstand von vier bis sechs Wochen befahren und die wohl auch das Auto schon ohne das Zutun des Fahrers bewältigen würde.
img_0873.JPG
Die Anweisungen des Navigators waren klar und eindeutig, sodass wir hoffen können, dass es auch auf einer unbekannten Strecke ebenfalls klappen wird.

Abfallkalender ist da

Mit ein paar Tagen Verspätung ist der Abfallkalender für dieses Jahr ausgeliefert worden. Sehr übersichtlich gestaltet kann nun jeder sehen, wann, wo und in welchem Rhythmus Papiertonnen, gelbe Säcke oder Hausmülltonnen dran sind. Außerdem sind Telefonnummern von Deponien und Annahmestellen ersichtlich. Wer Sperrmüll loswerden will, kann die Abholung mit einer gesonderten Karte anmelden. Ebenfalls für das Jahr geplant ist die Tour des Schadstoffmobils. Viele Tipps sollen den Bürgern bei der Vermeidung oder bei der fachgerechten Sortierung des anfallenden Mülls helfen.

Abgehärtet

Diese Rinder sind bei jedem Wetter im Freien.
rinwin.JPG
Eben noch hat das Kalb einen kräftigen Schluck bei Mutter Kuh getrunken. Nun legt es ein Päuschen ein. Wie es aussieht, wurde es sogar zugedeckt. Die Tanten halten Wache.
kalb.JPG

Nicht mehr ganz so kalt

Nach zwei sehr eisigen Nächten ist heute im Laufe des Tages das Thermometer bis auf -3°C gestiegen.
sonnenunter.JPG
So ging soeben die Sonne unter. Der Himmel ist bedeckt, sodass die Temperaturen nicht mehr so stark fallen werden.
Wenn nun wieder alles von klirrender Kälte spricht, fällt mir ein, dass wir in vielen Wintern solche Tiefpunkte hatten. So lagen am 2. Januar 1997 die Temperaturen auch um -20°C. Und in den Jahren 1962 und 1963 hatten wir sogar längere Zeit mit solchen tiefen Temperaturen zu leben. Wer erinnert sich eigentlich noch daran, dass im Winter die Fenster dick zugefroren waren und die Kinder ein Loch in diese Eisschicht hauchten, um hinaussehen zu können? Oder wer denkt noch daran, dass vor 20 Jahren in Rathenow noch viele Wohnungen Ofenheizung hatten? Wenn man damals morgens zwischen sechs und sieben mit dem Rad durch die Stadt fuhr, stank es fürchterlich nach Qualm. Oder wem ist noch der Schnee Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre in Erinnerung? Damals hatten wir mehrere Winter mit Schneemassen. Und natürlich 1978/79. Da war zum Jahreswechsel besonders der Norden der damaligen DDR betroffen. Dem Chaos sind wir nur durch einen Zufall entkommen. Wir hatten meine Eltern in der Nähe von Prenzlau besucht und wollten eigentlich noch zwei Tage dort bleiben. Dann bekam ich aber eine starke Angina und wir entschlossen uns zur Rückfahrt nach Rathenow. Wir hatten unsere damals zwei- und vierjährigen Kinder im Trabant-Kombi. Unterwegs schneite es schon recht stark, sodass wir froh waren, als wir in Rathenow ankamen. Am nächsten Morgen lag eine dicke Schneedecke über der Stadt. In der Uckermark hatte es noch viel mehr geschneit. Das erfuhren wir aber erst zehn Tage später. Ein Telefon besaßen normale Leute nicht und Post konnte wegen der Schneemassen nicht befördert werden. Uns wurde nachträglich bewusst, welch ein Glück meine Erkrankung für uns gewesen war.

Erster Blutspendetermin im neuen Jahr

Am 19. Januar haben gesunde erwachsene Rathenower zum ersten Mal in diesem Jahr Gelegenheit zu einer Blutspende. Von 15 bis 18.30 Uhr wird im Märkischen Haus in der Berliner Straße zur Ader gelassen.
mark-haus.jpg
Manche Probleme werden einem erst bewusst, wenn man selbst oder indirekt betroffen ist. Ein Bruder von mir wohnt seit Jahrzehnten in Greifswald und hat viele Jahre im Kernkraftwerk gearbeitet. Vor einigen Wochen ist er an Leukämie erkrankt. Nun wollte ich gern mein Blut untersuchen lassen, um feststellen zu können, ob ich im Bedarfsfall als Knochenmarkspender in Frage käme. Mein Hausarzt erklärte mir, dass eine solche Untersuchung hier in Rathenow nicht möglich wäre. Deshalb habe ich mich mal im Internet umgesehen und mich mit dem Blutspendedienst in Potsdam in Verbindung gesetzt. Dort wurde mir erklärt, dass diese Untersuchung doch von Rathenow aus erfolgen kann. Ich muss nur bei der nächsten Blutspende mein Anliegen vortragen, dann wird ein weiteres Röhrchen Blut für diese Typisierung entnommen. Die Werte werden dann in die Knochenmarkspenderkartei aufgenommen. Damit hat dann auch der behandelnde Arzt in Greifswald die Möglichkeit, sich über meine Werte zu informieren. Mit diesem Hinweis möchte ich allen helfen, die vielleicht auch solch einen Fall im Familien – oder Bekanntenkreis haben.

Glättewarnung

Nun hat es endlich mal geschneit zur Freude der Kinder, schon hat die Stadt wieder ein Problem zu lösen. Es ist glatt auf Straßen und Gehwegen. Die Bürgersteige im Stadtzentrum sind zwar notdürftig geräumt, aber nicht abgestumpft. Da wir am Wochenende schon Schneematsch und in der Nacht Frost hatten, ist es unter dem frisch gefallenen Schnee sehr glatt. Man sah heute die Leute mehr rutschen als laufen. Lediglich in der Steinstraße vor den Häusern der Wohnungsgenossenschaft wurde nicht nur Schnee geräumt, sondern sofort auch Sand gestreut.
winterdienst.JPG
Vorbildlich ist die Situation in Rathenow-West. Dort sind die Häuser in privatem Besitz und jeder hat sein Stück Gehweg so hergerichtet, dass es gefahrlos zu passieren ist.

Es ist Winter geworden

Leider war in den zurückliegenden Wochen die Sonne kaum zu sehen. Auch für die Schulkinder lohnte es sich während der Ferien nicht wirklich, sich im Freien aufzuhalten. Es war meist trübe und ungemütlich. Nun hat sich der Winter eingestellt und Rathenow präsentiert sich heute von seiner strahlenden Seite.
havelwi.JPG
Blick von der Friedensbrücke auf die Havel, die dabei ist zuzufrieren.
pldjugend.JPG
Der Platz der Jugend, sauber und schön.
stadtkanal.JPG
Uferböschung zwischen Parkplatz und Stadtkanal.