Archiv für den Monat: Oktober 2008

Pilzgericht

Zwiebel und Speck anbraten, die geputzten Pilze (es war kein madiger dabei), Pfeffer und Salz dazugeben und alles gar schmoren. Dazu eine Scheibe Brot und fertig ist eine preiswerte, wohlschmeckende Mahlzeit.
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Außerdem hat man beim Suchen auch noch Bewegung an der frischen Luft genossen. Wenn das nicht der Gesundheit dient!

Sammlerglück

Eigentlich wollten wir nur ein Stückchen mit dem Rad fahren, weil wir gestern wegen des Dauerregens schon fast den ganzen Tag drin verbracht hatten. Und dann sprangen uns die Pilze fast entgegen. Natürlich hatten wir weder Messer noch Korb dabei. Also musste der Fahrradkorb den Segen aufnehmen.
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Supergedächtnis

Der 28-jährige Johannes Mallow aus Rathenow, derzeit Doktorand in Magdeburg, hat wieder an der Gedächtnis-Weltmeisterschaft in Bahrain teilgenommen. Er wurde insgesamt Dritter. Dabei hat er zwei Weltrekorde aufgestellt. In der Disziplin „Historische Daten“ merkte er sich in fünf Minuten 110 von 120 fiktiven Ereignissen. Außerdem konnte er sich eine Reihe von 405 Ziffern in nur fünf Minuten einprägen und fehlerfrei wiedergeben. Das ist vor ihm noch nie einem Menschen gelungen. Damit hat er seit seiner ersten Teilnahme vor zwei Jahre stets beachtlichere Gedächtnisleistungen vollbracht. Im Sommer wurde er außerdem Deutscher Meister. Herzlichen Glückwunsch!

Fleißiger Helfer

Wenn schon in den Geschäften ab Ende August die Weihnachtsmänner auf Käufer warten, können wir doch wenigstens in den Herbstferien mal die Förmchen raussuchen und ein paar Plätzchen backen. Wer weiß, vielleicht klappt es in diesem Jahr nicht auf Anhieb und wir müssen ein bisschen üben?
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Sie sind gut gelungen und mein kleiner Helfer hatte seine Freude daran.

Herbstgedanken

Obgleich der kürzer werdenden Tage bezüglich der länger werdenden Nächte. Die uns ereilende schwere des Gleichmuts. Tun unsere kleinen Gefiederten Freunde genau das richtige. Noch schnell alles Vollscheißen, und dann ab in den Süden. In der Erwartung völlender Gelage. Auf ins Schlaraffenland! Kontinente überschreitend, französischen Schrotkugel trotzend und auf die Globalisierung pfeifend machen sich die kleinen Wichte ohne Navi und Brotbüchse auf den beschwerlichen Weg ins Ungewisse. Nur mein Nachbar der blöde Vogel der bleibt hier. Obgleich wissend der nähe des nächste Discounters und der wundersamen Überweisungen des Harz 4 Amtes, trotzt er der düsteren Jahreszeit.Umgeben von einer Aura bestehend aus Bierdunst und ungewaschenen Socken geht sein starrer Blick in die Ferne. Unerreichbar sind die Ziele unserer kleinen gefiederten Freunde. Selbst wen er Flügel hätte würde ihm die wunderliche Erdanziehung einen Strich durch die Rechnung machen. Diesem 1,59 Meter großen 3 Tonner. Beglückt von einer verblödenden TV Berieselung hart er den Stürmen die da kommen wohlwissend das die Kippe auf seinem Sofa heut wohl keinen Wohnungsbrand mehr auslöst.

Gute Nacht ihr kleinen Piper

Volksbank unterstützt Kirchendachsanierung

Die Volksbank scheint von der Misere der Banken im Land und weltweit nicht betroffen zu sein. Ganz im Gegenteil: Sie spendete vor ein paar Tagen 20.000 Euro für die Sanierung des Kirchendaches. Endlich mal eine positive Nachricht zum Thema „Banken“.
Übrigens gingen bei der Aktion „Aus zwei mach drei“ 45.942,75 Euro an Spenden ein. Da die maximale Förderung auf 20.000 Euro begrenzt war, stehen nun im Rahmen dieser Spendenaktion 65.942,75 Euro zur Verfügung.

Verkehrsteilnehmerschulung

Früher mussten Kraftfahrer bei einer bestimmten Anzahl von Stempeln (Einträge auf einer Karte in der Fahrerlaubnis – würde heute den Einträgen in Flensburg entsprechen) zur Verkehrsteilnehmerschulung. Solche Schulungen soll es jetzt in Rathenow wieder geben. Dazu sollen neben Kraftfahrern auch Fußgänger und Radfahrer bei Fehlverhalten geladen werden. Als Kraftfahrer zählen dann zum Beispiel auch mehrmals ertappte Falschparker.
Da kann man schon gespannt sein, wie voll die Schulungsräume sein werden. Man stelle sich mal vor, alle Radfahrer, die auf Plätzen und Gehwegen radeln oder auf den Radwegen entgegengesetzt zur Fahrtrichtung unterwegs sind, müssen sich dann belehren lassen. Oder alle Oberschüler, die an der Schleusenbrücke aus dem Bus steigen und spontan die Straße überqueren und oft sogar die Autos zum Halten zwingen, obwohl 40 m entfernt die Ampel ist. Fragt sich bloß, wer die Leute ermitteln soll. Nötig wäre es . Vielleicht gibt es dann wieder mehr Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Frau Harke zum Ehrenamt

Kürzlich war in der MAZ ein Bericht zu lesen, dass eine Frau Kasner in der Volkshochschule in Prenzlau Fremdsprachenunterricht erteilt. So weit ja noch nichts Besonderes. Das erfährt der Leser erst später. Diese Frau Kasner ist über achtzig Jahre alt und Mutter unserer Kanzlerin. Es mache ihr ja solche Freude, noch unterrichten zu dürfen. Was meint diese Frau wohl, wie sich ein Lehrer mit verminderter Stundenzahl, eine Absolventin ohne Anstellung oder ein Lehrer, der aus irgendeinem Grunde sich mal zu einer anderen Aufgabe hat überreden lassen und dann nicht wieder in den Schuldienst kam, über solch eine Beschäftigung freuen würde. Oder hat es unsere verehrte Frau Kanzlerin nicht geschafft, ihrer eigenen Mutter eine ausreichende Altersrente zu sichern? Vielleicht sollten wir ein Spendenkonto einrichten oder in der Arbeitsagentur eine Sammelbüchse aufstellen. Passt bloß auf, dass euch nicht noch der letzte Euro aus der Tasche gezogen wird!

Frau Harke mal wieder zur Agentur für Arbeit

Am Mittwoch gibt es in der MAZ immer das Sorgentelefon. Dort können Leser ihren Ärger abladen. Meist geht es um wild wuchernde Pflanzen, Hundehaufen in der Stadt, kaputte Buswartehäuschen oder ähnliche Probleme. Dieses Mal hatte jemand angerufen, der schnell mal Unterlagen bei der Agentur für Arbeit abgeben wollte. Ging natürlich nicht. In zwei Wochen laut Termin. Die lakonische Antwort auf die Nachfrage des Mitarbeiters der MAZ: Wo kämen wir denn hin, wenn jeder selbst bestimmen könnte, wann er in der Agentur was erledigen möchte.
Also wirklich, wo kämen wir denn hin? Hoffentlich nehmen sich Supermärkte, Apotheken und andere nicht ein Beispiel daran. Bedienung nur nach vorheriger Terminvergabe.
So ist das mit den Dienstleistern, die eigentlich für ihre Kunden da sein sollten.

Bildungsgipfel

Drei Stunden wurde heute über Bildung palavert. Es wurde das durchgekaut, was spätestens seit PISA allgemein bekannt sein dürfte. Und wie immer wird sich natürlich demnächst keine wirkliche Bildungsoffensive anbahnen. Es scheitert mal wieder an den Moneten. Bloß gut, dass zur Rettung der Banken schnell und unkompliziert ein paar Milliarden locker gemacht werden konnten. Was bedeutet dagegen schon ein Volk, das auf dem besten Wege ist, einen hinteren Platz im weltweiten Vergleich zu behalten? Dumme lassen sich doch viel besser regieren.
Und wenn tatsächlich ein paar Euro mehr für Bildung ausgegeben werden sollten, heißt es ja noch lange nicht, dass sie sinnvoll angelegt werden. Experten haben schon vor Jahren ein frühzeitiges Einwirken auf die Entwicklung von Kindern gefordert. Dazu gehören Frühförderung und auch Schulsozialarbeit. Und am letzten Punkt hapert es im Land Brandenburg ganz besonders. Sie wurde vor Jahren noch über ABM für mindestens ein Schuljahr von ein und derselben Person an einer bestimmten Schule geleistet. Heute bewilligt das ILZ (Integrations- und Leistungszentrum, also Hartz-IV-Behörde) nur noch Ein-Euro-Jobs für sechs Monate und längst nicht mehr für alle Schulen. Was soll wohl dabei noch für die Schüler herauskommen?

Wildschweine

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Keine Angst, diejenigen, die hier durch den Wald rennen, sind noch völlig ungefährlich. Es sind Karl und Bodo. Sie werden in Buckow von einem Rentner gehalten und regelmäßig ausgeführt. Hund Pluto hat die Sache voll im Griff.
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Pilzzeit

In diesem Jahr ist bei uns die Pilzernte nicht so ertragreich wie in manchen anderen Jahren. Zeitweise war es zu trocken. Jetzt sind die Nächte schon recht kalt. Deshalb wachsen die Pilze nicht mehr so sehr. Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, wird trotzdem einige entdecken.
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Das hier sind Butterpilze. Sie haben eine schleimige Oberfläche, weshalb sie von manchen Sammlern nicht mitgenommen werden. Sie schmecken aber sehr gut.
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Auch die Maronen beweisen, dass ein Pilz selten allein steht. Bei der Größe muss man aber schon genau gucken, um sie zu entdecken.

Auch typisch Herbst

Wildgänse in großer Zahl überqueren nun wieder das Havelland und rasten auf Wiesen und Äckern.
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Als Kinder riefen wir immer, wenn sie gerade aufgebrochen waren: „Macht mal eine Eins!“ Dann freuten wir uns, wenn sie in dieser Formation flogen. Von Energiesparmodell hatten wir da noch keine Ahnung.

Chaoten und Rowdys überall

Kürzlich fuhr in Rathenow ein Quadfahrer am Krankenhaus über Gehwege und Treppen bis er sich mit dem Fahrzeug überschlug. Er verletzte sich dabei am Arm. Die alarmierte Polizei stellte das Quad des 27-Jährigen sicher und nahm eine Anzeige auf.
Ein angetrunkener Freizeitkapitän fuhr am vergangenen Sonnabend zwischen Göttlin und Grütz mit seinem Motorboot in die Uferböschung. Dabei überschlug sich das Boot und landete erst fünf Meter entfernt kieloben auf dem Boden. Beim verletzten Kapitän wurde ein Alkoholwert von 0,93 Promille ermittelt. Der 49-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden.
Am frühen Sonntagmorgen hatten ortsfremde Jugendliche den Jugendklub in Bützer heimgesucht und dort Verwüstungen an Mobiliar und Sanitäranlagen angerichtet.
Auf dem Kunstrasenplatz am Schwedendamm hatten sich vor einiger Zeit Unbekannte so richtig ausgetobt, indem sie die Tore aus der Verankerung rissen und mit Flaschen bewarfen, einen Stromkasten beschädigten und auch die Skaterbahn war mit Müll „verziert“ worden.
Leider ist es wie fast immer so, dass nicht die Verursacher die Schäden beseitigen müssen, sondern die Nutzer in mühseliger und zeitaufwändiger Arbeit die Ordnung wieder herstellen.

Seltener Anblick

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Ein Schiff in der Rathenower Schleuse. Obwohl ich mindestens zweimal jeden Tag mit dem Fahrrad über die Schleusenbrücke fahre, habe ich seit Monaten kein Schiff mehr in der Schleuse gesehen. Das nur mal zum „notwendigen“ Havelausbau. Wofür sollen wieder Unsummen verbaut und Natur zerstört werden, wenn niemand diesen Verkehrsweg nutzt?

Schluss, aus, vorbei

Die zweite Saison im Rathenower Optikpark ist Geschichte. Jetzt heißt es Geduld üben bis zum April nächsten Jahres, wenn man einen Spaziergang durch die gepflegten Anlagen machen möchte.
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Wer den Park während der Laga vor zwei Jahren erlebt hat, sollte unbedingt mal wieder gucken, was erhalten wurde oder was sich verändert hat. Außerdem kann man ihn im kommenden Jahr mit der Landesgartenschau in Oranienburg vergleichen.
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Wer kann es lesen?

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Die Druckschrift findet man noch relativ häufig in alten Büchern. Mit der Schreibschrift werden heute sicher nicht mehr viele etwas anfangen können. Die Schüler in Rathenow-West haben sich in dieser Woche mal mit Sütterlin versucht. Wer es nicht entziffern kann, dem sei hier geholfen:
Willst du deinen Lehrer lieben, musst du Fleiß und Ordnung üben,
willst du deinen Lehrer ehren, musst du folgen seinen Lehren.
Die Schüler haben hier der neuen Rechtschreibung folgend musst mit Doppel-s geschrieben. Das war damals natürlich nicht richtig.

Klassentreffen nach 45 Jahren

Ein Teil der Schüler, die vor 45 Jahren die Schule in Neue Schleuse nach der achten Klasse verlassen hatten, trafen sich heute anlässlich der Festwoche. Schade, dass nicht alle teilnehmen konnten. Für alle an dieser Stelle ein aktuelles Klassenfoto.
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Andere Klassen nutzten nur die Möglichkeit der Schulbesichtigung und trafen sich dann an anderen Orten zum gemütlichen Beisammensein.
Übrigens wurde die Schule bis 1973 nur bis zur achten Klasse geführt. Mit dem Schuljahr 1973/74 blieben dann die Schüler der neunten Klasse dort und 1975 gab es erstmals Abschlussprüfungen der zehnten Klasse. Damit wurde sie dann Polytechnische Oberschule. Nach der Wende entstand daraus wieder eine Grundschule bis zur sechsten Klasse. Vor zwei Jahren wäre sie beinahe geschlossen worden. Nur dem gemeinsamen Kampf von Eltern, Lehrern und Schülern ist ihr Erhalt zu verdanken.

Festwoche geht zu Ende

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Nach zahlreichen Veranstaltungen geht jetzt die Festwoche an der Otto-Seeger-Grundschule Rathenow-West zu Ende. Heute kamen viele ehemalige Schüler und Lehrer auf dem Schulgelände zusammen. Sie brachten zum Teil schon die künftigen Schüler mit.
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So hatten auch die letzten Interessenten die Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung über die Schulentwicklung. Mit Interesse blätterten sie in alten Fotoalben, betrachteten Dias, nahmen auf den ungewohnt engen Schulbänken Platz und tauschten Erinnerungen aus.
Manch einer nahm selbst noch mal den Griffel in die Hand, um längst vergessene Schreibübungen auf der Schiefertafel zu wiederholen.
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Alle Hände voll zu tun hatten Bäckermeister Ingo Möhring und seine Leute. Sie verteilten Kuchen, Schnitten, Sekt und Saft an die Festbesucher.
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Hauen und Stechen bei der Awo

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Die Awo Havelland stand immer mal wieder im Blickfeld. Vor Jahren ging es um das Asylbewerberheim. Von den dort untergebrachten Menschen gab es teilweise massive Vorwürfe gegen den Betreiber. Nun steht der Geschäftsführer Ralf Schröder selbst auf der Abschussliste. Vor einigen Tagen wurde er vom Vorstand entmachtet. Ihm werden Eigenmächtigkeiten vorgeworfen. Vom Vorstand wurde Sven Leist aus Friesack als Geschäftsführer eingesetzt. Nun ist per Gerichtsbeschluss am Montag ein dreiköpfiger Notvorstand ins Amt gekommen und Ralf Schröder unter Security-Schutz auf seinen Chefsessel zurückgekehrt. Sicher wird jetzt noch eine Menge schmutziger Wäsche gewaschen werden. Bleibt abzuwarten, wer am längeren Hebel sitzt. Für die kleinen Angestellten und die ständig ausgewechselten Ein-Euro-Jobber wird sich mit Sicherheit nichts ändern.

Einen sonnigen Tag versprechend

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Heute früh wagte sich die Sonne bereits gegen neun durch leichte Nebelschleier. Von der Steckelsdorfer Chaussee aus schien der Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in der Luft zu schweben. Und hinter den Bäumen an der B 188 erhoben sich imaginäre Alpen.
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Graffiti auf Leinwand

„Das Wort Graffiti hat für viele Bürger einen schalen, negativen Beigeschmack und erinnert an wenig kunstvolle Schmierereien an den unterschiedlichsten Gebäuden. Dass Graffiti aber mehr als ein Ärgernis sind, beweist der Premnitzer Christian Mielke. Er fertigt professionelle Pochoirs an, eine Art Graffito, das mit Hilfe von Schablonen gesprüht wird.Der Begriff Pochoir stammt aus dem Französischen und kann mit Schablone übersetzt werden. Dieser Technik hat sich Christian Mielke bedient, der seit Februar professionelle Graffiti-Kunstwerke verkauft. Als Vorlage dienen ihm Fotos, aus denen er dann die Schablonen fertigt. Das Verfahren wurde in den 70-er Jahren in Frankreich entwickelt und ist auch unter dem Begriff Stencil, dem englischen Wort für Schablone, bekannt. Einer der populärsten Schablonen-Künstler ist der Brite Banksy, dessen Arbeiten unter anderem im Londoner Tate Modern, im New Yorker Museum of Modern Art sowie im Metropolitan Museum of Art zu sehen waren.

Christian Mielke war schon immer von Straßenkunst fasziniert, wie er selbst sagt. Vor drei Jahren nahm er zum ersten Mal selbst die Spraydose in die Hand, bevor er nun sein Faible für Graffiti zum Beruf machte. „Pochoir hat nichts mit illegalen Schmierereien an Häuserwänden zu tun“, versichert der 27-jährige Unternehmer und das dürfte auch spätestens beim Anblick von Mielkes Werken jedem klar sein.

Im Internet bieten Mielke und seine Mitarbeiter auf http://www.pochoir24.de ihre Dienste an, von denen unter anderem bereits die Stadt Itzehoe Gebrauch machte. Auch nach Österreich und in die Schweiz wurde Graffiti-Kunst aus dem Havelland bereits verschickt. Von Porträts, über Hochzeitsbilder und Bilder von Haustieren reichen die Wünsche der Kunden, die zwischen verschiedenen Stilen wie Retro- oder Floral-Design, drei-, vier- oder mehrfarbiger Gestaltung wählen können. Neben drei zur Auswahl stehenden Größen hat Mielke auch ein Ohr für spezielle Wünsche der Kunden.

Zwischen 50 und 100 Euro kostet die Pochoirs, die alle auf Leinwand gesprüht sind. Ein Angebot können sich Interessierte über das Internet erstellen lassen. Einfach das gewünschte Bild auf http://www.pochoir24.de hochladen sowie Design und Größe auswählen. Daraufhin wird ein Entwurf erstellt.

Fünf Euro von jedem verkauften Bild spendet Pochoir24 an Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel dem Deutschen Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. „Künftig können dabei auch gemeinnützige Organisationen aus der Region bedacht werden“, kündigt Geschäftsführer Mielke an.“

So schreibt es die Brawo. Doch wiefühlt es sich an, wenn man bei pochoir24.de bestellt? Super! Total toller Service. Individuell und superschick. Ich hab ein Foto von meinem Sohn verarbeitenlassen und meinen Eltern geschenkt. Die waren auch total begeistert.Ich kann pochoir24 also nur wärmstens empfehlen.

Schule vor hundert Jahren

Schulchroniken, alte Lehrbücher, Fotos , Schiefertafeln, Griffelkästen, eine alte Schulbank und noch viel mehr kann in dieser Woche in der Otto-Seeger-Grundschule Rathenow-West bestaunt werden. Bei vielen Besuchern werden Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt.
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Während am Dienstag fast nur Erwachsene die Ausstellung besichtigten, werden morgen die Schüler Geschichte hautnah im Unterricht erleben.

Schuljubiläum

In dieser Woche wird das 100-jährige Bestehen der Schule in Rathenow-West ausgiebig gefeiert. Darauf haben sich Schüler und Lehrer seit langer Zeit gründlich vorbereitet. Gestern erfolgte die feierliche Namensgebung in Anwesenheit vieler Gäste. Nach einer kleinen musikalischen Einstimmung wurde die Tafel mit dem Namenszug Otto-Seeger-Grundschule Rathenow-West enthüllt.
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Schüler ließen viele bunte Luftballons in den Spätnachmittagshimmel steigen.
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Anschließen gab es in der voll besetzten Turnhalle für geladene Gäste (örtliche Politiker, Sponsoren, Abgeordnete der polnischen Partnerschule, ehemalige Lehrer der Einrichtung sowie derzeitige Schulleiter und Lehrer der Stadt) ein anspruchsvolles Festprogramm. Den weitesten Weg hatte ein Ehepaar aus den USA auf sich genommen, um an der Festwoche teilzunehmen.
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Zuvor ergriffen Vertreter der Öffentlichkeit das Wort. Diejenigen, die noch vor zwei Jahren alle möglichen Argumente zur Schließung dieser Schule ins Feld geführt und nicht mit dem massiven Widerstand von Eltern, Schülern und Lehrern gerechnet hatten, klopften sich nun selbst auf die Schulter und lobten die Notwendigkeit dieser kleinen Schule. Im Programm selbst wurde das breite Spektrum der Angebote dieser Bildungseinrichtung deutlich. Es gab musikalische Darbietungen, eine kleine Theatergruppe trat auf mit der „Froschschule“, es gab sportliche und tänzerische Einlagen. Eine Modenschau führte durch einhundert Jahre Geschichte. Nach dem Festprogramm konnte eine mit viel Liebe und großem Aufwand zusammengetragene Ausstellung zur Entwicklung der Schule besichtigt werden.

Graffito

Die meisten Graffiti rufen bei mir nur Ärger hervor. Fast immer handelt es sich nämlich um sinnlose, hässliche Schmierereien. Dass es auch schöne Verzierungen gibt, haben Marco Brzozowski und Andreas Mielke an der Schule in Rathenow-West demonstriert. Anlässlich des Schuljubiläums gestalteten sie eine Wand des Gebäudes. An der Ideensuche waren Schüler und Lehrer beteiligt.
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Vor ein paar Jahren bereits hatte Marco einige seiner Werke im AWO-Haus in der Jahnstraße ausgestellt.

Graureiher auf dem Dach

Gestern legte ein Graureiher auf dem Hausdach unserer Nachbarn eine kurze Pause ein. Ich wollte gerade Wäsche aufhängen, als ich ihn anfliegen sah. Beim Anflug hielt ich ihn noch für einen verspäteten Storch. Er wartete sogar, bis ich meine Kamera geholt hatte.
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Kein Einheitswetter

Am Tag der Deutschen Einheit haben wir etwas für die Einheit der Familie getan und unsere Tochter in Hannover besucht. Ähnlich muss es wohl vielen ergangen sein, denn auf der Autobahn herrschte reger Verkehr. Wir hatten allerdings Glück mit unserer Fahrtrichtung. Hier ging es zügig voran. Viel Geduld mussten diejenigen aufbringen, die uns entgegen kamen. In der Nähe von Braunschweig gab es mal wieder mehrere Kilometer Stau. Auf der Rückfahrt sahen wir dann noch ein echtes Wetter-Phänomen. Während überall die Sonne schien, hatte sich direkt über Rathenow eine ganz eigenartige Wolke gebildet und in Steckelsdorf regnete es.
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Das Foto entstand auf der B188 bei Buckow.