Archiv für den Monat: Juni 2008

10 Jahre Naturpark Westhavelland

Heute fand eine Festveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Naturparks Westhavelland statt. Dazu hatte sich einige Prominenz in der Gaststätte am Schwedendamm eingefunden. So überbrachten Grußworte der Präsident des Landesumweltamtes Prof. Dr. M. Freude, der Staatssekretär des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz D. Schulze, der Naturparkleiter Rocco Buchta, der Dezernent des Landkreises H. Kellner, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisbauernverbandes G. Stackebrandt und der Vizepräsident des Naturschutzbundes Deutschland Ch. Unselt. Für die Naturparkgemeinden sprach im Auftrag der Stadt Rathenow Dr. Lemle. Die Leiterin der Oberförsterei Friesack, Frau Ch. Blanke, vertrat die Partner des Naturparks. Nach diesen Festreden, die durch einige Einlagen eines Bläserquintetts der Rathenower Musikschule aufgelockert wurden, erfolgte die Auszeichnung der Sieger des aus diesem Anlass ausgelobten Fotowettbewerbs. Aus der großen Zahl der eingesandten Fotos hatte eine sechsköpfige Jury zehn Preisträger ermittelt. Diese erhielten jeweils das Buch „Adler, Otter, Orchideen“ Brandenburgs Naturlandschaften. Zudem bekamen die anwesenden Damen einen Blumenstrauß und die drei Erstplatzierten nehmen noch an einer Wassertour teil. Die Fotos können im Besucherzentrum des Nabu in Milow angesehen werden. Nach diesem offiziellen Teil gab es ein sehr gelungenes Büfett.

Frau Harke zur Pendlerpauschale

Früher konnten die Leute, die einen Weg zur noch vorhandenen Arbeit zurücklegen mussten, am Jahresende abrechnen, wie viele Kilometer für dieses Privileg zusammengekommen waren. Dafür mussten sie dann weniger Steuern bezahlen. Dann kam aber ein kluger Mensch in der Regierung auf die Idee, wer wirklich arbeiten will, der fährt auch, wenn er kein Geld zurückbekommt. Und weil es tatsächlich noch klappt, wird demnächst auf diese Fahrten Vergnügungssteuer erhoben werden. Wer hat schließlich noch das Vergnügen, in regelmäßigen Abständen durch unsere blühenden Landschaften zu fahren?
Passt gut auf, rät Frau Harke

Schriftwechsel mit der Agentur

Frau Harke kennt nämlich jemanden, der es tatsächlich gewagt hat, die Agentur für Arbeit auf eine konkrete Maßnahme anzusprechen. Zunächst einmal hatte diese Person an die Amtsleiterin persönlich geschrieben. Da die Amtsleiterin aber das Amt leiten muss und sich nicht um irgendeinen mickrigen Arbeitslosen kümmern kann, hat sie diesen Brief einem anderen im Amt gegeben und dieser hat ihn noch ein Stückchen weiter nach unten gereicht. Aber schließlich blieb er doch auf einem Schreibtisch liegen. Und weil ihn nun schon so viele im Amt gelesen hatten, konnte der „Bearbeiter“ ihn nicht mehr einfach in den Papierkorb werfen. Er musste sich eine Antwort einfallen lassen. Und damit hatte er dann ein echtes Problem am Hals. Er konnte ja nicht sagen, dass die Agentur gar keine Arbeitslosen vermitteln will, um dann selbst arbeitslose Mitarbeiter zu haben. Also schrieb er, dass er einen Termin beim Rathenower Vermittler vereinbart hätte und dieses Gespräch am 17. Juni stattgefunden hätte. Da kann man mal sehen, dass die in der Agentur sogar hellseherische Fähigkeiten haben. Der Termin mit dem Rathenower Vermittler war nämlich schon am 15. April festgelegt worden. Der Brief an die Neuruppiner Agentur wurde aber erst am 2. Juni geschrieben. Und bei diesem Termin sei dann auch ein Suchlauf im Internet erfolgt. Die betreffende Person ist zwar nicht mehr ganz jung, aber mit dem Internet kommt sie auch ohne Arbeitsvermittler zurecht. Und da der Vermittler nichts fand, womit er dienen konnte, wurde gesagt, es läge an der Mobilität der Person. Irgendwas muss doch schließlich als Begründung herhalten. Allen kann man nun nicht sagen, dass sie zu doof oder zu faul zum Arbeiten wären. Das fällt ja dann auf. Frau Harke hat der Person nun geraten, noch mal einen Brief an die Agentur zu schreiben. Auf die Antwort sind wir dann echt gespannt.

Agentur für Arbeit und die Statistik

Am Anfang wurden alle Arbeitslosen umgeschult. Der Tischler wurde Bäcker, der Bäcker Elektriker und der Elektriker Tischler, obwohl keine freien Arbeitsplätze vorhanden waren. Damit konnte aber die Agentur melden, dass die Arbeitslosen fast alle beschäftigt wären. Das sieht dann für die monatliche Meldung viel besser aus, als wenn man zugeben müsste, dass so viele keine bezahlte Arbeit haben. Inzwischen haben leider zu viele Leute diesen Trick durchschaut. Also muss man sich wieder etwas anderes einfallen lassen.
Darum gab es in Rathenow ein Projekt Jumper (Jugend mit Perspektive). Dabei mussten die jungen Leute bei Bildungsträgern ein wenig mit dem Computer umgehen lernen (konnten aber die meisten schon, weil sie mit ihm aufgewachsen sind). Dann mussten sie sich einen Betrieb suchen, in dem sie ein Praktikum machen konnten. So lange sie ein Praktikum machten (also umsonst arbeiteten), ging alles gut. Sollten dann Arbeitsverträge geschrieben werden, war der Bedarf plötzlich nicht mehr da, Deshalb wird auch dieses Projekt gestrichen. Jugend hat bei uns eben keine Perspektive. Aber für die bereits erwähnte Statistik war es vorteilhaft. Nun gibt es noch Maßnahmen für ältere Langzeitarbeitslose. Da stand bereits mehrmals in der Zeitung, dass für diese Leute besondere Arbeitsplätze geschaffen werden. Das steht aber bloß in der Zeitung. In Wirklichkeit gibt es das gar nicht. Das schreiben sie nur, um die Alten, die ja laut Gesetz bis zum Umfallen, aber mindestens bis 65 arbeiten sollen, nicht mehr mitzählen müssen. Ist einfach gut für die Statistik.

Frau Harke und die Agentur für Arbeit

Frau Harke überlegt ernsthaft, warum diese Einrichtung Agentur für Arbeit heißt. Aber dann kam ihr die Einsicht: Bei der Benennung wurde gefragt, wer dafür und wer dagegen sei. Natürlich waren alle dafür. Warum sollten sie auch dagegen sein? Also stand schon mal der Name fest. Leider kennt Frau Harke niemanden, der von der Agentur Arbeit bekommen hätte. Ist aber auch logisch: Wenn sie allen Arbeit beschaffen würden, wären sie ja selbst arbeitslos. Das geht ja nun wirklich nicht.

Frau Harke

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Frau Harke ist die Schutzpatronin des Havellandes. Diese Skulptur steht im benachbarten Kamern, in Sachsen-Anhalt. Ab sofort wird sich Frau Harke in unregelmäßigen Abständen hier an dieser Stelle zu Wort melden. Manchmal ist es einfach nötig, anderen zu zeigen, was eine Harke ist. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht zufällig und nicht unbeabsichtigt.

Kurioses Quartett

Diese Spaziergänger traf ich eben auf dem Weg zwischen Steckelsdorf und Buckow.
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Es sind junge Wildschweine. Die richtige Bezeichnung ist Frischlinge. Sie heißen Bodo und Karl und wurden von ihrem Herrchen und Hund Pluto begleitet.
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Der Mann erzählte mir, dass es seine zehnte Frischlingsgeneration ist, die er als Haustiere hält. Sie stammen aber nicht aus der freien Natur, wie es manchmal bei einem ihrer Vorgänger der Fall war, sondern aus einem Gehege.

Bundeswehrfähre abgetrieben

Am Ende der vergangenen Woche haben Unbekannte drei jeweils über 100 kg schwere Anker einer Bundeswehrfähre und anderes Zubehör gestohlen. Die bei Göttlin liegende Fähre war etwa einen Kilometer durch die Strömung abgetrieben worden. Sie wurde durch Mitarbeiter der Strommeisterei gesichert.
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Am vergangenen Mittwoch lag sie noch an der Übersetzstelle bei Göttlin am östlichen Ufer verankert.

Rasantes Wachstum

Die kleinen Rauchschwalben haben nach neun Tagen bereits Federn. Noch etwa zwei Wochen, dann werden sie flügge sein und die Eltern brüten ein zweites Mal.
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Es sind tatsächlich vier Junge, aber eins wird meist von den anderen zurückgedrängt und zu oft will ich sie mit der Kamera nicht belästigen.

Rauchschwalben

Als wir vor 13 Jahren unser Haus fertig gebaut hatten, waren auch 31 Mehlschwalbenpaare mit dem Bauen fertig. Im Laufe der Jahre wurden es leider immer weniger Tiere, die bei uns brüteten. Seit etwa sechs Jahren haben wir gar keine Mehlschwalben mehr. Dafür haben wir nun aber genau seit der Zeit ein Rauchschwalbenpaar. Es bezieht jedes Jahr das selbe Nest. Meist schlüpfen zweimal im Sommer vier Junge aus. Auch vor einer Woche war es wieder so weit. Vier kleine, nackte Schwälbchen waren aus den Eiern gekrochen.
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So sahen die Jungen am zweiten Tag aus. Im Alter von einer Woche sind die Augen geöffnet und der Körper ist mit Flaum bedeckt.
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Sommerfeste

Überall werden in den kommenden Wochen Sommerfeste gefeiert. An diesem Wochenende ist in Hohennauen allerhand los.
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Eine originelle Fußballerfigur weist im Ort auf das Ereignis hin.
Eröffnet wurde das Dorffest heute mit einem Chorkonzert der „Harmonie“ und des Chores der Kleinen Grundschule in der Hohennauener Kirche.
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Fass ohne Boden

Die Gesamtkosten der BUGA 2015 steigen. Jetzt sollen zwanzig Millionen Euro mehr für die Finanzierung veranschlagt werden. Und selbst mit diesen Kosten sind die Vorhaben nicht ausfinanziert . Ein „Fass ohne Boden“ nannte die Oderzeitung in einem Artikel diese BUGA. Die Gesamtkosten sollen sich auf rund 130 Millionen Euro summieren. Das ist mehr als das Doppelte dessen, womit das Havelland vor einem Jahr die Werbetrommel zu rühren begann. Die Ausgaben werden wohl weiter steigen und die Befürworter klatschen weiter- voran die Bürgermeister der Städte Rathenow, Premnitz und Brandenburg. Ja, und auch so manch ein Bürger klatschte eifrig mit! Blühende Landschaften in den Köpfen der Politiker. Seilbahnen, Shuttelbusse und hohe Eintrittspreise. Hilfe! Holt mich hier raus…Es regiert der Wahnsinn!

Danke für dieses Konzert

Wie angekündigt, gab heute der Rostov-Don-Kosaken-Chor in der katholischen Kirche Sankt Georg ein Konzert. Der erste Teil bestand aus liturgischen Gesängen der russisch-orthodoxen Kirche. Der Klang der Stimmen im Kirchenschiff war beeindruckend. Ohne Instrument brachten die acht Sänger als Chor und zum Teil als Solisten ihre Musik dar.
Der zweite Teil bestand aus russischen und ukrainischen Volksliedern. Dazu hatten die Sänger farbenfrohe Kasaks angezogen und hoben sich schon optisch vom vorangegangenen Teil ab.
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Ein Musiker begleitete hierbei den Chor auf einer Ziehharmonika. Diese Lieder waren größtenteils bekannt, so dass schon mal jemand mitsummte. Am Ende gab es stehenden Applaus für dieses wunderbare Konzert. Autogrammjäger kamen vor der Tür noch auf ihre Kosten.
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Hat auf Verbraucher keine Auswirkung?

Vor ein paar Tagen noch wurde laut verkündet, dass der Milchboykott der Bauern für die Verbraucher keine Auswirkung hätte.
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Solche Mengenbeschränkungen sind uns doch noch zu gut in Erinnerung (pro Kunde ein Päckchen Spee….)
In manchen Rathenower Märkten gibt es seit Tagen keine H-Milch mehr. Kaufmarkt hat wohl noch etwas gebunkert. Und dann kann man ja wieder kräftig auf den Preis draufschlagen und behaupten, dass die Bauern Schuld seien.

Nächster Blutspendetermin

Am kommenden Montag, dem 9. Juni von 15 Uhr bis 18.30 Uhr kann in Rathenow im Märkischen Haus wieder Blut gespendet werden.
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Dazu unbedingt den Personalausweis mitbringen. Mehr Informationen und Termine gibt es auf der Internetseite oder unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/ 11 949 11 (Mo-Do 8:00 – 18:00, Fr 8:00 – 14:00)
Vollblutspender, die mindestens dreimal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden, bekommen jetzt nach der dritten Spende ihre Laborwerte schriftlich zugesandt. Damit hat man selbst einen guten Überblick über seinen Gesundheitszustand. Beim Hausarzt müsste man dafür bezahlen. Manche Krankenkassen vergeben dafür auch Bonuspunkte.
Das DRK führt gegenwärtig eine Internetbefragung der Spender durch und erhofft sich dadurch Anregungen und Hinweise auf die Qualität der Blutspende-Aktionen.
Auf der Internetseite gibt es jetzt eine Galerie der Lebensretter. Dort kann man mehr über die Motivation von Spendern erfahren

Wahnsinn

Die Bauern wollten ihre Milchlieferungen reduzieren, um endlich angemessen bezahlt zu werden für ihr Produkt. Nun holen die Molkereien gar keine Milch mehr ab, so dass die Erzeuger sie tatsächlich wegschütten müssen. Dafür gab es am Sonnabendnachmittag in einzelnen Rathenower Geschäften schon keine H-Milch mehr zu kaufen.
Vieles, was wir mal erreicht hatten, geht den Bach runter. Die Bauern können die Produktionskosten kaum noch bezahlen, Pendlern wird die Fahrt zur Arbeit als „Privatvergnügen“ angerechnet, Ärzte müssen sich am Quartalsende mehr mit Kostenrechnungen als mit der Behandlung der Patienten befassen, Arbeitslosenstatistiken werden ständig neu geschönt, der Euro ist nicht nur zum gefühlten Teuro geworden, aber unsere Regierenden wollen uns ständig einreden, dass der Aufschwung da sei. Wer so die Augen vor der Realität verschließt, sollte sich nicht wundern, wenn es eines Tages ein böses Erwachen gibt. Das letzte gab es am 9. November 1989.

Landesmeisterschaft im Westernreiten

Am kommenden Wochenende wird die Landesmeisterschaft der Länder Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Westernreiten auf der Big DD Ranch in Steckelsdorf ausgetragen. Die Veranstaltung beginnt bereits am Freitagvormittag. Sie zählt zu den größten Westernreitturnieren in Berlin und Brandenburg und dürfte neben den Akteuren auch wieder zahlreiche Schaulustige anlocken. Bis Sonntagabend gibt es neben den Wettbewerben viel Musik.