Vielen Rathenowern sagt der Name “Timm” etwas. Otto Timm hatte in der Goethestraße ein Lebensmittelgeschäft, einen richtigen “Tante-Emma-Laden”. In diesem verkaufte er in der warmen Jahreszeit auch selbst gemachtes Eis. Das war in der Stadt sehr beliebt. Nach der Wende übernahm die Familie die Milchbar in der Berliner Straße. Diese heißt seitdem “Timms Cafe”. Neben dem leckeren Eis wurde hier auch frischer, selbst gebackener Kuchen angeboten. Bald kam täglich ein Mittagsgericht dazu. Und weil es so gut ankam bei den Kunden, wurde nach und nach die Speisekarte erweitert.
Kürzlich wurde im PreußenSpiegel über die Neueröffnung von “Timm`s Garden” in Semlin berichtet. Dazu war in der Zeitung ein Rätsel veröffentlicht. Der Gewinner sollte ein Essen für zwei Personen bekommen. Ich knoble sehr gern und hatte schnell die Lösung gefunden. Also eine Postkarte geschrieben und auf den Namen meines Mannes eingesandt. Es sollte im Fall eines Gewinns eine nachträgliche Geburtstagsüberraschung werden. Und was ich nie für möglich gehalten hatte, traf ein. Er gewann tatsächlich das Essen. So nahmen wir heute unsere Räder und machten uns erwartungsvoll auf den Weg. In der vergangenen Woche zu seinem Geburtstag hatten wir am ganzen Wochenende Besuch, sodass ich viel Zeit in der Küche verbracht hatte. Deshalb freute ich mich besonders, dass heute mal andere für mich kochen würden. In Semlin hatten wir schnell die Gaststätte gefunden. Es waren auch schon einige Gäste da. Unsere Getränke wurden prompt serviert, auf das Essen warteten wir 55 Minuten. Die Forelle war in Ordnung, auch der Salat dazu. Die Kartoffeln hätten noch drei Minuten länger garen müssen. Der Lammrücken fiel sehr dürftig aus, kaum Beilage und drei kleine Kroketten. Na ja, Geschenke soll man dankbar annehmen. Am nächsten Sonntag und wohl jeden folgenden werde ich wie immer selbst kochen.