Archiv für den Monat: März 2008

Städtepartnerschaft

Rathenow unterhält seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit Rendsburg in Schleswig-Holstein und mit Zlotow in Polen seit 1991. Kürzlich ging von der argentinischen Stadt El Calafate die Initiative aus zu freundschaftlichen Beziehungen mit Rathenow. Die Idee dazu hatte der Bürgermeister dieser Stadt. Im Jahr 1927 war der Rathenower Flugpionier Ernst Dreblow dort gelandet, um mit Günther Plüschow gemeinsam Feuerland zu erkunden. 1931 verunglückte Dreblow beim Flugzeugabsturz im Lago Argentino tödlich.
El Calafate liegt am Südrand der Anden am Lago Argentino und ist praktisch das Eingangstor zum Nationalpark Los Glaciares, der auf der Unesco-Welterbeliste steht.

Verabschiedung

img_0174.JPG
Marianne Voigt, langjährige „Chefin“ des Pflegeheims Stadtforst, fuhr heute zum letzten Mal zur Arbeit. Dazu wurde sie von ehemaligen Mitarbeitern zu Hause abgeholt und mit einer Kutsche von Steckelsdorf bis zum Stadtforst befördert. Dort findet die offizielle Verabschiedung statt.
img_0176.JPG
img_0182.JPG
img_0187.JPG

Blick auf eine Großstadt

Wenn die Kinder nicht zu den Eltern kommen, müssen diese eben zu ihnen fahren. Aus diesem Grunde hatten wir unser letztes Weihnachtsfest in Zürich verbracht. Darüber hatte ich hier schon kurz berichtet. Wen es interessiert, der kann im Archiv nachlesen. Ostersonntag hat es uns in die entgegengesetzte Richtung verschlagen.
img_0138.JPG
Wem kommt diese Ansicht bekannt vor? Klar, es ist die Hansestadt Hamburg. Wir haben sie uns von der in 82m Höhe gelegenen Aussichtsplattform des Michel aus angesehen. Leider bin ich beim Zählen der Stufen durcheinandergekommen, weil wir immer wieder den „Gegenverkehr“ vorbeigelassen haben.
img_0151.JPG
Mal besuchsweise seinen Horizont zu erweitern, ist ja ganz gut. Für immer möchte ich auf keinen Fall in solch einer Stadt leben müssen. Da ist mir der beschauliche Anblick von Rathenow doch wesentlich angenehmer.
lpic0597.JPG

Frühlingsgefühle

Trotz des unbeständigen Wetters ist auch die Tierwelt auf Frühling eingestellt.
paar4.JPG
Pferdepaar auf der Big-DD-Ranch in Steckelsdorf. Wer mehr Tiergeschichten und -bilder sehen möchte, kann sich mal im Haustiere-Blog umsehen.

Seit 60 Jahren aktives Mitglied

Gerhard Binsau aus Buckow bei Großwudicke ist seit 60 Jahren Mitglied in der CDU. Dafür erhielt er eine Ehrenurkunde, unterzeichnet von der Bundeskanzlerin und Bundesvorsitzenden, dem Landesvorsitzenden Ulrich Junghanns und dem Kreisvorsitzenden der Partei Dieter Dombrowski. In einer Feierstunde in der Gemeinde Milower Land wurde der Einsatz des heute 88-Jährigen als für viele Jüngere beispielhaft gewürdigt.
Viele Menschen in den umliegenden Dörfern kennen diesen lebhaften Herrn. Gerhard Binsau war viele Jahre aktiv im Buckower Karnevals-Klub, ist für seine Liebe zu alten Traktoren bekannt und deshalb noch jetzt auf jedem Dorf- oder Erntefest mit seinem alten Lanz Bulldog anzutreffen. In den wärmeren Monaten sieht man ihn noch mit Pferd und Wagen oder auf seinem Fahrrad (meist in Holzpantoffeln) durch die Gegend fahren. Mit dabei ist immer sein Hund, eine echte Promenadenmischung und an Hundejahren etwa so alt wie sein Herrchen. Eine Zeit lang hat er Brautpaare kutschiert, dann selbsverständlich in Frack und mit Zylinder. Das übernimmt nun bei Bedarf sein Sohn Willi.

Na, klappt doch

Am Sonnabend berichtete das Regionalfernsehen RBB-aktuell über einen Frühjahrsputz in Cottbus. An diesem hatten sich zahlreiche Einwohner beteiligt. Ein kleiner Junge (vielleicht acht Jahre) sagte dem Reporter, dass er mitmache, um die Spieler vom FC Energie zu motivieren. Wenn alles schön sauber wäre, würden sie sich mehr Mühe geben und vielleicht gewinnen. Es hat geklappt. Also öfter mal gründlich putzen und die Motivation steigt. Eventuell ein Tipp für die Arminen????

Wasserwerke werden abgeschaltet

Nach dem Steckelsdorfer Wasserwerk wird demnächst auch das Semliner abgeschaltet.
wasserwerk1.JPG
Die Anlage in Steckelsdorf war vor achtzehn Jahren errichtet worden und müsste jetzt umfangreich saniert werden. Deshalb beziehen die Einwohner dieses Rathenower Stadtteils nun ihr Trinkwasser aus Premnitz. Die Semliner werden in Kürze an das Rhinower Netz angeschlossen.

Antiquariat

Seit heute hat Rathenow ein Antiquariat.
cimg0003.JPG
Reinhard Lemme hat es in diesem Haus in der Jederitzer Straße eröffnet. Laut Zeitungsbericht hat er bis vor einem Jahr als Gärtner gearbeitet, konnte es dann gesundheitlich nicht mehr und hat sich nun entschlossen, es mit dem Antiquariat zu versuchen.
Öffnungszeiten sind dienstags von 9 bis 13 Uhr, donnerstags und freitags von 13 bis 17 Uhr und sonnabends von 9.30 bis 12 Uhr. Für alle Leseratten und Bücherwürmer bietet sich damit eine Alternative zu neuen Büchern. Ich persönlich drücke die Daumen für ein erfolgreiches Bestehen dieses Geschäfts.
Ältere Rathenower werden sich erinnern, dass hier schon vor langer Zeit eine Verkaufseinrichtung war. Als ich vor 35 Jahren nach Rathenow kam, gab es hier den Laden von Herrn Gammert. Mit seiner Schwester Anneliese verkauft er im vorderen Teil Lebensmittel und im hinteren Teil (dort, wo das kleine Fenster ist) Sämereien, Gartenbedarf und Futtermittel. Als die Geschwister Gammert aus Altersgründen aufhörten, übernahm Herr Hauf den Laden mit dem gleichen Sortiment. In der Osterzeit hatte er immer ein Körbchen mit kunstvoll verzierten Ostereiern im Schaufenster zu stehen. Mehrere Jahre stand der Laden leer, dann wurde er offensichtlich als Wohnraum genutzt.

Dringend benötigt

In Rathenow gibt es seit neun Jahren den Verein Kleeblatt e.V. Er bietet Kurse für Eltern an, gibt Hinweise zur Entwicklungsförderung der Kinder, hat Betreuungsangebote für kleine Kinder. Gleichzeitig ist dieser Verein Beratungsstelle bei familiären Konflikten. Gern genutzt wird die Krabbelstube, wenn arbeitslose Eltern dringende Termine haben oder bei Berufstätigen so schnell kein Krippenplatz zur Verfügung steht. Hier können Kinder, die keine Kita besuchen, erste soziale Kontakte knüpfen. Damit auch wirklich die Leute das Angebot nutzen, die man damit erreichen will, wurde der Unkostenbeitrag auf 50 Cent pro Betreuungsstunde festgesetzt. Mit diesem Beitrag werden allerdings nur die Betriebskosten gedeckt. Der Verein ist auf Sponsoren angewiesen und auf Kräfte, die über das ILZ gefördert werden. Von ehemals vier Ein-Euro-Jobbern sind noch zwei bis Ende Mai beschäftigt. Der Verein hatte deshalb fünf neue Stellen beantragt. Vier davon sind bereits abgelehnt worden. Ohne die Unterstützung durch geförderte MAE-Kräfte kann diese Betreuung nicht mehr gewährleistet werden.
Wer mehr über den Verein wissen möchte, kann hier nachlesen.

Ist irgendwo ein Kind verhungert oder durch Gewalt zu Tode gekommen, gibt es ein großes Geschrei. Hier wird die präventive Arbeit geleistet, die Politiker nach schweren Fällen von Vernachlässigung oder Misshandlung fordern. Und zwar schon seit Jahren. Warum müssen dann solche bewährten Vereine ständig um ihre Existenz bangen? Wenn schon niemand für sichere Arbeitsplätze auf diesem Gebiet sorgen kann, dann sollten doch wenigstens diese ABM- oder MAE-Stellen langfristig besetzt und abgesichert werden.

Immer wieder Stürme

Vor kurzem hatten wir das Sturmtief „Emma“, vor dem in den Medien gewarnt worden war. Das hat das Westhavelland weitgehend verschont. Nun tobt sich „Kirsten“ aus. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, fliegt in der Gegend umher. Auch einigen Bäumen hat es schon den Garaus gemacht. Diese beiden hier sind aber schon einem früheren Sturm zum Opfer gefallen.
abgebrochen.JPG
Sind die Wurzeln fest verankert, bricht der Stamm an einer Stelle durch. Das Holz ist dann höchstens noch als Brennmaterial zu verwenden.
entwurzelt2.JPG
Flachwurzler oder Bäume mit beschädigten Wurzeln werden insgesamt umgelegt.

Frühlingserwachen 2

Auf den überschwemmten Havelwiesen tummeln sich augenblicklich wieder viele Wasservögel. Neben Schwänen und verschiedenen Gänsen konnten wir heute bei Grütz auch einige Graureiher beobachten.
reiher3.JPG
reiher4.JPG

Frühlingserwachen 1

Zu den ersten Frühblühern gehört der Huflattich. Unseren Vorfahren dienten Blüten und Wurzeln als Medizin gegen Husten.
huflattich1.JPG
Die Blüten erscheinen bei dieser Pflanze vor der Ausbildung der Blätter.

Firmen in der ehemaligen Privatbrauerei Rathenow

800.jpgIn der ehemaligen Privatbrauerei in Rathenow, in der Großen Hagenstraße 23, tummeln sich immer mehr jung dynamische und interaktive Firmen. Vom Audiostudio über Musikunterricht für den kleinen Geldbeutel, ist auch eine LKW/PKW Verkaufs – und Vermietungsfirma sowie eine Werbe & Internetagentur ansässig. Wenigstens werden die alten Räume der Privatbrauerei genutzt und verfallen nicht.

Allen Firmen dort wünsche ich erfolgreiche Geschäftsjahre !

Aprilwetter

Nach den Hausaufgaben haben wir heute schon mal getestet, ob die Ostereier in diesem Jahr auch zum Eiertrudeln geeignet sind. Sie sind es.
eiertrudeln2.JPG
Kurz nachdem wir wieder ein Dach über dem Kopf hatten, fing es an zu schneien. Viele dicke Flocken, auf die die Kinder lange gewartet hatten, fielen herab.
cimg0009.JPG
Und nach einer guten Stunde sah es dann so aus:
cimg0010.JPG

Schutzpatronin

Frau Harke ist die Schutzpatronin des Havellandes. In vielen Sagen spielt sie eine wichtige Rolle. Zahlreiche Erzählungen wurden von Erika Guthjahr, der inzwischen verstorbenen Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, zusammengetragen. Wer eine sachkundige Führung durch die Stadt und ihre Geschichte erleben möchte, kann sich an das Tourismusbüro wenden.
Dass sich eine Gemeinde im angrenzenden Sachsen-Anhalt sogar als Frau-Harke-Dorf bezeichnet, ist mir erst vor einiger Zeit aufgefallen.
cimg1604.JPG
Auch im Havelland-Kiosk wird ein Interessent fündig.

Marktanschreier

In regelmäßigen abständen kann man auf dem Kulturhausplatz die Krönung der Deutschen Verkaufskultur über sich ergehen lassen. Da kommen auswärtige Händler die nicht unbedingt mein Vertrauen haben und schreien in der Gegend rum, solange bis man aus lauter Geiz 5 Kilo Käse im Plastikeimer kauft. Wen man mit seinen ergatterten Schnäppchen heil zu hause angekommen ist und versucht die Käsemengen im Kühlschrank unterzubringen, stellt man fest das man den ganzen Käse gar nicht gebrauchen kann. Gott sei dank hat man ja noch 5 Kilo Wurst günstig erworben. Da ist ja für ausreichen Abwechslung in den nächsten Wochen gesorgt.