Auch im Milower Land wurde ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. In einzelnen Gemeinden kam es immer wieder zu Klubschließungen wegen unterschiedlicher Auffassungen von Gemeindevertretern und Jugendlichen. Als Begründung für Schließungen wurden dann stets Disziplinverstöße und Randale genannt. Fakt ist aber auch hier, dass keine kontinuierliche Arbeit geleistet werden konnte. Die Jugendklubs wurden durch ständig wechselnde, nicht entsprechend qualifizierte Betreuer auf Ein-Euro-Basis “beaufsichtigt”.
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Das Rathenower Kinder- und Jugendparlament ist schon seit mehreren Jahren sehr aktiv. Auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung sorgten die jungen Leute für eine angeregte Diskussion. Sie hatten von den Abgeordneten gefordert, die Stelle eines Jugendkoordinators einzurichten, der sich für die Belange der Jugendlichen einsetzt, die nicht in Sportvereinen oder der Musikschule zu finden sind. Ihr Argument war, dann lieber auf die Umsetzung des Brachymedialfernrohrs in den Optikpark zu verzichten.
Wenn man nachmittags versucht, ins City-Center zu gelangen, weiß man, dass diese Forderung durchaus berechtigt ist. Eine Meute von Kindern und Jugendlichen blockiert die Eingänge, lärmt und verschmutzt die Umgebung. Diesen jungen Leuten muss eine sinnvolle Alternative geboten werden.
Freitagmittag wurde in Rathenow eine 18-Jährige ermordet. Eine Nachbarin in der Berliner Straße hörte Schreie und alarmierte die Polizei. Blutspuren führten vom Treppenhaus in die Kellerwohnung der jungen Frau. Sie wurde im Flur tot aufgefunden. Zu den näheren Umständen und zum Täter wird nun ermittelt.


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