Archiv für den Monat: Januar 2008

Glatteisunfälle

Das Glatteis der letzten Tage hat auch im Havelland zu schweren Unfällen geführt. So verunglückte ein 20-jähriger Autofahrer gestern bei Rhinow tödlich. Auch auf der B 188 zwischen Stechow und Rhinsmühlen gab es einen schweren Unfall. Die Pkw-Fahrerin kam kam von der Fahrbahn ab, das Auto überschlug sich. Die 26-Jährige kam verletzt ins Krankenhaus.
( laut Bericht in RBB-aktuell)

Weihnachtsbäume werden eingesammelt

Seit gestern werden nach einem festgelegten und im Abfallkalender veröffentlichten Tourenplan die ausrangierten Weihnachtsbäume eingesammelt. In Rathenow fand am vergangenen Sonnabend unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr wieder eine öffentliche Weihnachtsbaumverbrennung statt. Dabei wird dann immer gegrillt und es gibt Glühwein und Knüppelkuchen. Wegen des Wetters kamen dieses Mal wenige Leute. In Premnitz, Rhinow und einigen Dörfern folgt diese Aktion am kommenden Wochenende. Damit ist dann für die so mühsam aufgezogenen (von der Aussaat bis zum Abholzen dauert es im Schnitt zehn Jahre), sorgfältig ausgesuchten und für wenige Tage herausgeputzten Bäumchen endgültig das Aus gekommen. Wir hatten dieses Mal keinen Baum (weil wir zu Weihnachten nicht da waren) und der für die nächsten Jahre wächst schon in einem großen Eimer und wird wenigstens zwei- oder dreimal zum Fest reingeholt werden.

Abfallkalender

Inzwischen sollten alle Haushalte wieder einen aktuellen Abfallkalender erhalten haben. in diesem sind sehr übersichtlich die turnusmäßigen Termine für die Abholung der gelben Säcke sowie für die Leerung der Papier- und Mülltonnen eingetragen. Auch Ausweichtermine für Verschiebungen durch Feiertage stehen schon zu Beginn des Jahres fest, ebenfalls die zweimal jährlich durchgeführte Schadstoffsammlung. Wer Sperrmüll zu entsorgen hat, kann diesen durch das Ausfüllen einer vorgedruckten Karte anmelden und bekommt dann einen Abholtermin. Aus diesem Grunde ist es nicht nachzuvollziehen, wieso einige Unvernünftige ihren Müll irgendwo in der Umgebung abladen müssen. Wenn man ordentlich sortiert, fällt bei den meisten Leuten wenig Müll an. Alle Verpackungen können in gelben Säcken gesammelt und abgegeben werden. Diese gelben Säcke gibt es in Rathenow an der Information einiger Supermärkte, im Bürgerbüro oder in Gemeindeverwaltungen. Pappe und Papier gehören in die entsprechende Tonne. Die Entsorgungskosten sind ebenfalls schon in der Grundgebühr für jeden Haushalt enthalten. Für leere Flaschen und Gläser stehen an verschiedenen Stellen der Stadt und auch in jedem Dorf Sammelbehälter, in die man nach Farben sortiert das Glas einwerfen kann. Wer dann noch einen eigenen Komposthaufen hat, der dürfte kaum noch Müll für die Mülltonne übrig haben. Leider sieht man immer wieder, dass Müll einfach in die Gegend geworfen wird. Wer es geschafft hat, seine Verpflegung und sein Getränk in der Verpackung im Auto mitzunehmen, dem dürfte deren ordnungsgemäße Beseitigung doch auch nicht schwer fallen.

Ausstellung in Zweigstelle

Auch in der Zweigstelle der Sparkasse in Rathenow-West gibt es derzeit eine Ausstellung. An den Wänden hängen noch bis zum 31. Januar Gemälde der Hobbymalerin Gertrud Jeutner. Die ehemalige Lehrerin hat sich im September 2002 der Malerei zugewandt. Durch den Rathenower Maler Michael Student wird sie dabei unterstützt. Gertrud Jeutner malt hauptsächlich Landschaften und Pflanzenporträts. Auch hier lohnt sich auf jeden Fall der Besuch dieser Ausstellung.
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Weitere Werke Rathenower Künstler kann man im „Offenen Atelier“ in der Schleusenstraße und im Internet auf der offiziellen Seite der Stadt betrachten.

Ausstellungen in der Sparkasse

In der Hauptgeschäftsstelle der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in der Berliner Straße in Rathenow sind öfter Ausstellungen zu sehen. Unter anderem konnte man dort schon optische Geräte oder schönes Porzellan bewundern. Im Augenblick hat der Naturheilpraktiker Torsten Grund die Vitrinen gestaltet. Wer sich dafür interessiert, sollte sich zu den Öffnungszeiten einmal in der Sparkasse umsehen.

Schüler mit Geschäftsideen

Nachdem vor einigen Wochen Schüler der Bruno-H.-Bürgel-Schule einen An- und Verkauf für Sportbekleidung gegründet hatten, berichtet heute die brawo, dass fünf Schülerinnen und ein Schüler des Jahn-Gymnasiums und der Oberschule sich mit einer Tanzschule versuchen wollen. In ihrer „Tanzbar“ bieten sie Tanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Informationen unter 0163/6785574 oder tanzbar-rn@web.de

Neujahrsbaby

Max ist das Rathenower Neujahrsbaby. Er wurde am ersten Januar um 8.37 Uhr im Paracelsus-Krankenhaus geboren. Aus diesem Anlass veröffentlichte die MAZ mal wieder eine Neugeborenen-Statistik. Danach gab es 1985 in Rathenow 924 Geburten. Der absolute Tiefpunkt wurde 1994 mit nur 273 Geburten erreicht. Im Jahr 2000 kamen 455 Kinder auf die Welt, im Jahr 2005 410 Kinder, im Jahr 2006 gab es 366 Geburten und für 2007 wurden 379 Neugeborene registriert.
Die Rathenower Babys kann man sich hier auf der Seite des Paracelsus-Krankenhauses ansehen.

Reiseeindrücke

Noch mal ein paar Bemerkungen zu unserer Reise, bevor wir uns wieder voll auf das Geschehen im Havelland konzentrieren: In Zürich sind uns auf unserem kurzen Besichtigungsgang durch die Stadt viele Brunnen aufgefallen. Drei davon habe ich im Bild festgehalten.
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Glockenturm

Ganz in der Nähe der Wohnung unserer Kinder befindet sich in Zürich eine Kirche. Nicht nur die Turmuhr zeigt die Zeit an, sondern Glocken verkünden sie zu jeder Viertelstunde. Am Tag und in der Nacht schlägt eine Glocke zur viertel Stunde einmal, zur halben zweimal, zur drei viertel dreimal und zur vollen Stunde viermal und eine weitere Glocke schlägt dann noch entsprechend der Stundenzahl.
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Ich stelle mir bei solchen Sachen wieder unsere Rathenower Mitmenschen vor. Zur Zeit der Landesgartenschau hat sich jemand beschwert, dass in der Nacht das Wasser der Wasserspiele plätscherte. Was würden solche Leute beim Klang der Glocken unternehmen?

Ganz gesittet

Der Fluss, an dem Zürich liegt, heißt Limmat. An diesem entdeckten wir in der Stadt ein Freibad. Da augenblicklich keine Badesaison ist, können wir die Frage, ob hier tatsächlich noch streng nach Geschlechtern getrennt wird, nicht beantworten. Die Aufschrift auf diesem Haus lässt es aber vermuten.
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Ruhiger Jahresanfang

Außer einem schnell gelöschten Balkonbrand in der Berliner Straße gab es in der Silvesternacht keine nennenswerten Ereignisse in Rathenow. Vermutlich hatte eine verirrte Rakete einen Stuhl auf dem Balkon entzündet. Der Brand wurde von Passanten und der Feuerwehr gelöscht. Die Bewohner waren nicht zu Hause.

Praktizierter Naturschutz

Auf einer Baustelle in der Züricher Innenstadt sahen wir eine Baustellenverkleidung, in der exta ein Platz geschaffen worden war für einen Ast des Baumes.
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Es hätte dieser alten Platane sicher keinen großen Schaden zugefügt, wenn der Ast abgsägt worden wäre. Aber man nimmt hier Rücksicht auf die Natur. Das gleiche ist uns auch an anderen Stellen aufgefallen. Unsere Kinder wohnen etwas außerhalb der Stadt. Ganz in der Nähe fließt der Elefantenbach durch ein etwa zwanzig Meter tiefes Tal. An den Hängen wachsen Buchen und Fichten. Fällt aus Altersschwäche oder durch einen Sturm ein Baum um, bleibt er an Ort und Stelle liegen und dient damit der natürlichen Befestigung des Steilhangs.

Unser erster Flug

Bisher haben wir unsere Zeit fast ausschließlich in unserem direkten Umfeld verbracht. Um unsere Kinder oder Verwandte zu besuchen, benutzten wir unser Auto. Das war nun für solch eine weite Reise kein geeignetes Verkehrsmittel. Und so entschlossen wir uns nach einigem Überlegen zum Flug. Da wir schon im Sommer die Absicht hatten, Weihnachten nach Zürich zu fliegen, bekamen wir ein sehr preiswertes Angebot. Die Kosten waren insgesamt (Bahnfahrt und Flug) wohl etwa so hoch wie mit dem eigenen Pkw. Allerdings wären wir weder mit dem Auto noch mit der Bahn so schnell ans Ziel gekommen. Also fuhren wir mit dem Zug bis zum Berliner Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus nach Tegel. Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall auf dem Bahnhof Zoo aussteigen, denn der Hauptbahnhof ist für Wenigfahrer ein kaum zu überblickendes Monstrum. Und im Gegensatz zu früher sieht man selten Personal auf den Bahnsteigen, sodass sich jeder anhand von Hinweistafeln orientieren muss. Diese Orientierung fällt einem auf dem Flugplatz Tegel nicht schwer. Auch beim Rückflug von Zürich war dort alles gut ausgeschildert. Der Flug selbst war eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe bei längeren Autofahrten immer Kreislaufprobleme. Als wir im August in München waren, fühlte ich mich noch nach einer Woche richtig krank. Nach dem gut einstündigen Flug verspürte ich keine Beeintächtigungen. Leider war an beiden Tagen der Himmel bedeckt, so dass wir über den Wolken flogen und keine Sicht auf die Erde hatten. Beim Rückflug war es sowieso schon dunkel. Aber der Hinflug über den von der Sonne angestrahlten Wolken war auch ein besonderes Erlebnis. Es sah aus, als würde man während der gesamten Zeit über eine völlig verschneite Landschaft fliegen.

Kein schönes Bild

Unsere Reise nach Zürich begann mit einer Bahnfahrt nach Berlin. Da wir auf dieser Strecke lange nicht mehr unterwegs waren, haben wir uns die veränderte Umgebung genau angesehen und mussten feststellen, dass sich dem Reisenden auf der gesamten Strecke kein schöner Anblick bietet außerhalb der freien Natur. Ob in Rathenow, Wustermark, Dallgow-Döberitz oder Elstal, überall befanden sich auf jeder ebenen Fläche Schmierereien.

Blick über den Tellerrand

Unser letztes Weihnachtsfest haben wir nicht in Rathenow verbracht. Wir waren in Zürich. Da man von den Leuten Mobilität erwartet, wenn sie nicht von Almosen des Staates leben wollen, hat es einen unserer Söhne mit seiner Familie in die Schweiz verschlagen. Dadurch konnten wir uns einen knappen Eindruck vom neuen Umfeld unserer Kinder verschaffen.
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Zürich ist eine sehr schöne Stadt mit vielen alten, gut erhaltenen Gebäuden. Was uns besonders auffiel, war die Tatsache, dass man kaum irgendwo Schmierereien sah. Als Flachlandbewohner kann man sich gar nicht vorstellen, dass in anderen Gegenden der Platz für Bauwerke schon von strukturellen Gegebenheiten her eingeschränkt ist. So viele freie Flächen und so ebenen Untergrund wie im Havelland gibt es wohl nicht oft.
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Bei uns regen sich Autofahrer auf, wenn zur Verkehrsberuhigung eine Straßeneinengung vorgenommen wird. Anderswo wären sie froh, wenn sie überhaupt so viel Platz zur Verfügung hätten. Außerdem ist uns aufgefallen, dass es in Zürich sehr wenige Ampeln gibt. Für die Fußgänger sind an sehr vielen Stellen Zebrastreifen angebracht worden und die Kraftfahrer halten sich an die Vorschriften. Ich weiß nicht, ob bei Verstoß hohe Strafen drohen oder ob das Rechtsbewusstsein der Menschen in der Schweiz besser ausgeprägt ist. Wie oft erlebt man bei uns, dass Fußgänger an der Ampel grün haben und trotzdem noch schnell ein Auto über diese Straße fährt.