Schornsteinfeger bringen ja bekanntlich Glück. Wollen wir es mal glauben, denn wer hofft nicht auf einen Teil davon. Mich hat er jedenfalls erstmal gut fünfzig Euro gekostet.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Am 28. Januar 1993 wurde das Rathenower Frauenhaus eröffnet. Es bietet Frauen und ihren Kindern Unterkunft und Hilfe bei häuslicher Gewalt an. In einer ehemaligen Kinderkrippe gibt es fünf Zimmer mit insgesamt fünfzehn Betten für Betroffene. Laut Zeitungsbericht wurden seit der Eröffnung 539 Frauen und 627 Kinder durch das Personal des Frauenhauses betreut.
Der Rathenower Ruderclub hat eine lange Tradition und kann auf viele Erfolge verweisen. Schon zu DDR-Zeiten gehörten die Rathenower Ruderer zu den besten im Bezirk Potsdam. Auch im zurückliegenden Wettkampfjahr hatten sich die “Wiking-Ruderer” an verschiedenen Wettkämpfen und Regatten beteiligt und sich achtbar geschlagen. Allerdings macht sich jetzt mehr und mehr bemerkbar, dass junge Sportler fehlen. Der Verein würde sich besonders über Interessenten der Jahrgänge 1997 bis 1999 freuen. Wer sich diese Sportart mal ansehen möchte, ist von Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 17 Uhr auf dem Gelände am Mühlendamm herzlich willkommen.
Zum 1. Januar wurde die Insolvenz des Rathenower City-Centers angemeldet. Das war am Sonnabend groß in der MAZ zu lesen. Damit droht Rathenow wieder einmal die Verödung der Stadtmitte. Kurz nach der Wende wurde das ehemalige HO-Kaufhaus geschlossen. Im Februar 1998 wurde nach Umbau und Erweiterung das City-Center mit Multistore eröffnet. Schon vor drei Jahren zog Multistore sich aus Rathenow zurück. Dadurch standen große Teile des Kaufhauses lange leer. Nach der Aufteilung in kleinere Bereiche konnten einige Rathenower Händler zur Nutzung der Ladenflächen gewonnen werden. So sind ein Elektronik-Fachgeschäft und ein Spielwarengeschäft hierher gezogen. Eine Etage wurde von Kik belegt. Das gesamte obere Stockwerk steht seit drei Jahren leer.
Der große Aufschwung, von dem unsere Politiker ständig faseln, ist bei der Bevölkerung jedenfalls nicht angekommen. Da nützt es auch dem Management nichts, einen Billiganbieter durch einen noch billigeren zu ersetzen. Die Kaufkraft ist definitiv nicht vorhanden. Fast jeder Haushalt muss rechnen, um Miete, Energie und Lebensmittel überhaupt noch bezahlen zu können. Da gehören Elektronik, Bekleidung und Spielzeug schnell zu Luxusartikeln.


6 Kommentare »