Außer einem schnell gelöschten Balkonbrand in der Berliner Straße gab es in der Silvesternacht keine nennenswerten Ereignisse in Rathenow. Vermutlich hatte eine verirrte Rakete einen Stuhl auf dem Balkon entzündet. Der Brand wurde von Passanten und der Feuerwehr gelöscht. Die Bewohner waren nicht zu Hause.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Durch Anklicken des Fotos erscheint die Anzeige im Vollbild.
Lädt dieser Ausblick nicht ein zu einem langen Spaziergang? Unser Westhavelland im Winter…
Auf einer Baustelle in der Züricher Innenstadt sahen wir eine Baustellenverkleidung, in der exta ein Platz geschaffen worden war für einen Ast des Baumes.
Es hätte dieser alten Platane sicher keinen großen Schaden zugefügt, wenn der Ast abgsägt worden wäre. Aber man nimmt hier Rücksicht auf die Natur. Das gleiche ist uns auch an anderen Stellen aufgefallen. Unsere Kinder wohnen etwas außerhalb der Stadt. Ganz in der Nähe fließt der Elefantenbach durch ein etwa zwanzig Meter tiefes Tal. An den Hängen wachsen Buchen und Fichten. Fällt aus Altersschwäche oder durch einen Sturm ein Baum um, bleibt er an Ort und Stelle liegen und dient damit der natürlichen Befestigung des Steilhangs.
Bisher haben wir unsere Zeit fast ausschließlich in unserem direkten Umfeld verbracht. Um unsere Kinder oder Verwandte zu besuchen, benutzten wir unser Auto. Das war nun für solch eine weite Reise kein geeignetes Verkehrsmittel. Und so entschlossen wir uns nach einigem Überlegen zum Flug. Da wir schon im Sommer die Absicht hatten, Weihnachten nach Zürich zu fliegen, bekamen wir ein sehr preiswertes Angebot. Die Kosten waren insgesamt (Bahnfahrt und Flug) wohl etwa so hoch wie mit dem eigenen Pkw. Allerdings wären wir weder mit dem Auto noch mit der Bahn so schnell ans Ziel gekommen. Also fuhren wir mit dem Zug bis zum Berliner Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus nach Tegel. Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall auf dem Bahnhof Zoo aussteigen, denn der Hauptbahnhof ist für Wenigfahrer ein kaum zu überblickendes Monstrum. Und im Gegensatz zu früher sieht man selten Personal auf den Bahnsteigen, sodass sich jeder anhand von Hinweistafeln orientieren muss. Diese Orientierung fällt einem auf dem Flugplatz Tegel nicht schwer. Auch beim Rückflug von Zürich war dort alles gut ausgeschildert. Der Flug selbst war eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe bei längeren Autofahrten immer Kreislaufprobleme. Als wir im August in München waren, fühlte ich mich noch nach einer Woche richtig krank. Nach dem gut einstündigen Flug verspürte ich keine Beeintächtigungen. Leider war an beiden Tagen der Himmel bedeckt, so dass wir über den Wolken flogen und keine Sicht auf die Erde hatten. Beim Rückflug war es sowieso schon dunkel. Aber der Hinflug über den von der Sonne angestrahlten Wolken war auch ein besonderes Erlebnis. Es sah aus, als würde man während der gesamten Zeit über eine völlig verschneite Landschaft fliegen.
Unsere Reise nach Zürich begann mit einer Bahnfahrt nach Berlin. Da wir auf dieser Strecke lange nicht mehr unterwegs waren, haben wir uns die veränderte Umgebung genau angesehen und mussten feststellen, dass sich dem Reisenden auf der gesamten Strecke kein schöner Anblick bietet außerhalb der freien Natur. Ob in Rathenow, Wustermark, Dallgow-Döberitz oder Elstal, überall befanden sich auf jeder ebenen Fläche Schmierereien.
Unser letztes Weihnachtsfest haben wir nicht in Rathenow verbracht. Wir waren in Zürich. Da man von den Leuten Mobilität erwartet, wenn sie nicht von Almosen des Staates leben wollen, hat es einen unserer Söhne mit seiner Familie in die Schweiz verschlagen. Dadurch konnten wir uns einen knappen Eindruck vom neuen Umfeld unserer Kinder verschaffen.
Zürich ist eine sehr schöne Stadt mit vielen alten, gut erhaltenen Gebäuden. Was uns besonders auffiel, war die Tatsache, dass man kaum irgendwo Schmierereien sah. Als Flachlandbewohner kann man sich gar nicht vorstellen, dass in anderen Gegenden der Platz für Bauwerke schon von strukturellen Gegebenheiten her eingeschränkt ist. So viele freie Flächen und so ebenen Untergrund wie im Havelland gibt es wohl nicht oft.
Bei uns regen sich Autofahrer auf, wenn zur Verkehrsberuhigung eine Straßeneinengung vorgenommen wird. Anderswo wären sie froh, wenn sie überhaupt so viel Platz zur Verfügung hätten. Außerdem ist uns aufgefallen, dass es in Zürich sehr wenige Ampeln gibt. Für die Fußgänger sind an sehr vielen Stellen Zebrastreifen angebracht worden und die Kraftfahrer halten sich an die Vorschriften. Ich weiß nicht, ob bei Verstoß hohe Strafen drohen oder ob das Rechtsbewusstsein der Menschen in der Schweiz besser ausgeprägt ist. Wie oft erlebt man bei uns, dass Fußgänger an der Ampel grün haben und trotzdem noch schnell ein Auto über diese Straße fährt.


Artikel kommentieren »