Gegen Mittag hat sich tatsächlich noch die Sonne durchgekämpft. Ab und zu hört man schon mal einen vereinzelten Knaller. Deshalb werden auch unsere beiden noch vorhandenen freilaufenden Katzen heute Abend Ausgangssperre haben. Wir selbst haben noch nie Geld für Knaller oder Feuerwerk ausgegeben, aber das kann ja jeder halten, wie er mag. Nachdem wir über Weihnachten und gleich danach unterwegs waren, werden wir das alte Jahr ganz geruhsam ausklingen lassen. Es hat uns persönlich mehrere aufregende Tage gebracht, aber insgesamt können wir wie immer zufrieden sein. Mitte Februar feierte unsere “Familienälteste” (sechsfache Mutter, zehnfache Großmutter und inzwischen elffache Urgroßmutter) ihren 85. Geburtstag. Anfang Mai war ein Familienmitglied in einen schlimmen Unfall verwickelt, hat aber selbst alles glücklich überstanden. Ende August wurde eine Doktorarbeit sehr erfolgreich verteidigt und wie schon berichtet, kam am Nikolaustag ein neues Familienmitglied dazu. Wir können also einen Schlussstrich ziehen und das Jahr als überwiegend positiv verlaufen abhaken. Deshalb wünsche ich an dieser Stelle allen einen guten Rutsch und Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr.
Archiv für den Tag: 31.12.2007
Jahresausklang im Havelland
In Rathenow und der näheren Umgebung haben sich die “Silvesterbräuche” in den zurückliegenden Jahren immer mal wieder geändert. Anfang bis Mitte der 1960er Jahre waren die Jugendlichen auch keine Unschuldslämmer. Allerdings hielten sich die Folgen ihrer Scherze in Grenzen. So war es besonders in Rathenow-West üblich, dass nicht verschlossene Hoftore ausgehoben wurden. Ihre Besitzer fanden sie dann am Neujahrsmorgen ein paar Straßen entfernt auf einem anderen Grundstück wieder.
Etwa Anfang der 1980er bis in die 90er Jahre lieferten sich Jugendliche auf der Ampelkreuzung (also der Hauptkreuzung der Stadt, wo die B 188 und B 102 aufeinandertreffen) regelrechte Straßenschlachten. Diese gingen dann nicht immer ganz ohne Verletzungen aus. Und das Gelände sah meist noch am zweiten Januar wüst aus. Das hat in den letzten Jahren zum Glück wieder nachgelassen. Allerdings gibt es auch nach jedem Disko-Wochenende zahlreiche Sachbeschädigungen im Stadtzentrum und es ist riskant, am nächsten Morgen mit dem Fahrrad die “Haupteinflugschneise” der Jugendlichen mit dem Fahrrad zu benutzen.

