Rathenow-Blog: Das Weblog von Rathenowern für Rathenower

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Do
26
Jul '07

Expertenkommission war in der Region

Gestern hat die Auswahlkommission der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft die Havelregion besucht, um sich ein Bild von den Bewerbern für die Buga 2015 zu machen. Neben Karlsruhe und Bochum haben sich die Städte am Unterlauf der Havel von Brandenburg/Havel über Premnitz, Rathenow, das Ländchen Rhinow und die Stadt Havelberg mit einem gemeinsamen Konzept beworben. Wenn diese Bewerbung von Erfolg sein sollte, wäre es erstmals eine Buga, die über Bundesländergrenzen hinweg ginge. In diesem Jahr findet diese Schau in Gera und Ronneburg statt, zwei benachbarten Städten in Thüringen. Ronneburg will mit der Gartenschau zeigen, dass die Hinterlassenschaften des Abbaus von Uranerz aus DDR-Zeiten weitgehend beseitigt sind.
Nach dem heute in der Märkischen Allgemeinen erschienen Bericht zeigte sich die Kommission beeindruckt von den Bemühungen entlang der Havel. Eine Auswertung wird es aber erst im Herbst geben, wenn auch die Konzepte der anderen Bewerber geprüft und die Standorte besichtigt sind. Premnitz hatte ja kürzlich am Wettbewerb “Entente Florale- unsere Stadt blüht auf” teilgenommen. Und wer durch Premnitz kommt, entdeckt überall positive Veränderungen.
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Der frisch renovierte Wasserturm in Premnitz
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Ein freundlicher Willkommensgruß direkt an der Havel

Inventur im Storchennest

Der Nabu-Beauftragte und Storchenexperte Tino Wachowiak führte Ende Juni die Beringung der Jungstörche durch. Interessierte Beobachter hatte er wie immer dabei: Die Havelbiber, die Nachwuchsgruppe des Nabu. Außerdem nutzten Mitarbeiter des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit die Gelegenheit, um wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Im Frühjahr hatte es Fälle von Vogelgrippe im benachbarten Sachsen-Anhalt gegeben. Deshalb wurden bei der Storchenberingung Kot-, Feder-, Blut- und Speichelproben genommen, um Erkenntnisse zu gewinnen über den Gesundheitszustand der Tiere. Die Zählung der Störche im Altkreis Rathenow ergab, dass 38 Brutpaare sich hier niedergelassen hatten. Insgesamt hatten sie aber weniger Nachwuchs als im vergangenen Jahr, denn elf Paare blieben ganz ohne Bruterfolg, eins hatte nur ein Junges, fünf Paare zogen je zwei Junge groß, elfmal gab es drei Jungtiere im Nest und bei zehn Paaren gab es jeweils vier Junge, sodass insgesamt 84 junge Störche gezählt werden konnten. Im vergangenen Jahr waren es zwar zwei Brutpaare weniger, aber sie zogen insgesamt 105 Jugtiere groß. Der Nabu-Experte führt den niedriger ausfallenden Zuchterfolg auf zu starke und langanhaltende Regenfälle zurück. Die Jungstörche haben kein dichtes, wasserabweisendes Gefieder. Dadurch unterkühlen sie bei Dauerregen und sterben dann schließlich.
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Ausgewachsener Storch auf Futtersuche