Rathenow-Blog: Das Weblog von Rathenowern für Rathenower

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Sa
5
Mai '07

Vorsorge im Havelland

Gestern mag sich mancher gefragt haben, warum über der B102 mehrmals ein Hubschrauber gesehen wurde. Ein Rettungsdienst war es jedenfalls nicht. Wahrscheinlich hat man befürchtet, dass das illegale Autorennen “Gumball 3000″ auch durch das Havelland führen könnte. Das sind die Risiken und Nebenwirkungen so völlig offener Grenzen in Europa. Trotzdem müsste doch jeder Staat die Möglichkeit haben, auf der Einhaltung der Straßenverkehrsordnung durch jeden Verkehrsteilnehmer zu bestehen, ganz egal, woher er kommt.

Manche Zeitgenossen haben vor nichts mehr Respekt

Im Rathenower Stadtforst in Neufriedrichsdorf gibt es einen Ehrenfriedhof für verschleppte Zwangsarbeiter aus Polen und der Sowjetunion, die während der Naziherrschaft hier in Rathenow ums Leben kamen. An diesem Gedenkstein müssen Unbekannte zwischen dem vergangenen Sonntag und dem Maifeiertag ein Besäufnis veranstaltet haben. Zurück blieben etliche zerschlagene Flaschen und Spuren am Gedenkstein. Ähnliche Vorfälle soll es früher schon gegeben haben. So hatten einem Zeitungsbericht zufolge bereits im April 2005 Motorradfahrer diesen Friedhof als Cross-Strecke missbraucht. Ermittlungen hätten keine Erkenntnis zu den Tätern erbracht. Ja, unser Innenminister tut gut daran, ständig Personal einzusparen. So können solche Rowdys unbehelligt ihr Treiben fortsetzen. Vor Kontrollen brauchen sie sich nicht zu fürchten. Es ist keine Polizei mehr da, die nachts mal auf Streife gehen könnte. Und werden tatsächlich irgendwo Randalierer erwischt, wird es vor Gericht als Dummer-Jungen-Streich abgetan, sodass sich Polizisten lieber gleich den Schreibkram ersparen. Oder sehe ich da etwas falsch?